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Tennis in Rom:Haas überrascht, Scharapowa scheitert

Haas of Germany hits a return to Wawrinka of Switzerland during their men's singles match at the Rome Masters tennis tournament

Tommy Haas bezwang Australian-Open-Sieger Wawrinka

(Foto: Max Rossi/Reuters)

Tommy Haas besiegt in Rom den Schweizer Stanislas Wawrinka, Maria Scharapowa kassiert ihre erste Saisonniederlage auf Sand. Wolfgang Wolf soll FCN-Sportvorstand Martin Bader bei der Zusammenstellung der Zweitligamannschaft unterstützen.

Tennis, Madrid: Tennisprofi Tommy Haas hat sich mit einem überraschenden Erfolg über Australian-Open-Sieger Stanislas Wawrinka in das Viertelfinale des Masters-Turniers von Rom gespielt. Der 36-jährige Haas gewann am Donnerstag 5:7, 6:2, 6:3 gegen den Schweizer und trifft am Freitag entweder auf den Tschechen Tomas Berdych oder den Bulgaren Grigor Dimitrow. Seit seinem Finaleinzug vor zwölf Jahren hatte Haas in Rom bis zu dieser Auflage nicht mehr die erste Runde überstanden. Als zweiter Deutscher steht Philipp Kohlschreiber am Abend gegen den Weltranglisten-Zweiten Novak Djokovic aus Serbien im Achtelfinale der mit 3,45 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung. Acht Jahre nach dem bislang einzigen Duell gegen Wawrinka, das Haas gewonnen hatte, gab der Routinier den ersten Durchgang trotz eines Satzballs noch ab. Gegen die starken Aufschläge war die Nummer 19 der Welt machtlos. Wawrinka lag auch im zweiten Satz beim 2:1 zunächst mit einem Break vorn, doch Haas schaffte sofort das Rebreak und danach vier weitere Spielgewinne in Serie gegen den nun indisponierten Weltranglisten-Dritten. Der stark aufschlagende Haas nahm Wawrinka im dritten Satz nach mehreren Chancen schließlich zum 5:3 den Aufschlag ab, als der Schweizer eine Vorhand verzog. Kurz darauf machte Haas den Sieg nach zwei Stunden Spielzeit perfekt.

Nach ihren beiden Turniersiegen in Stuttgart und Madrid hat Maria Scharapowa im Achtelfinale von Rom ihre erste Niederlage in der Sandplatzsaison 2014 kassiert. Im Duell zweier ehemaliger Weltranglistenerster verlor die 27-jährige Russin mit 1:6, 4:6 gegen Ana Ivanovic. Die French-Open-Gewinnerin von 2008 feierte damit im elften Vergleich mit Scharapowa den dritten Sieg. Zuletzt hatte Ivanovic im French-Open-Halbfinale 2007 die Oberhand behalten. Scharapowa war seit zwölf Matches in Folge auf Sand ungeschlagen.

Bundesliga, 1.FC Nürnberg: Wolfgang Wolf kehrt zum 1.FC Nürnberg zurück. Der ehemalige Trainer wird neuer Sportlicher Leiter beim Bundesliga-Absteiger. Das gab der Klub am Donnerstag auf seiner Website bekannt. Der 56-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis Mitte 2016. "Als Leiter der Fußballabteilung wird Wolfgang Wolf für die Koordination der Lizenzspielerabteilung, des Scoutings und NachwuchsLeistungsZentrum zuständig sein", erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schramm. Zuletzt hatte Wolf bei Hansa Rostock als Trainer und Manager gearbeitet. "Wolfgang Wolf bringt die nötige Erfahrung und den fußballerischen Sachverstand mit", sagte Schramm in der veröffentlichten Mitteilung. Wolf soll Sportvorstand Bader bei der Zusammenstellung des neuen Zweitligateams unterstützen. "Wir haben uns gemeinsam mit dem Aufsichtsrat seit längerem Gedanken gemacht, uns im sportlichen Bereich breiter aufzustellen", äußerte Bader. "Mit Wolfgang Wolf haben wir dafür den richtigen Mann gefunden". Bereits von 2003 bis 2005 arbeteite Wolf beim "Club", führte die Mannschaft als Trainer 2003/04 in die Bundesliga. Zudem bestritt er als Aktiver 308 Bundesligapartien und 71 Zweitligaspiele.

Radsport, Giro d'Italia: Der australische Radprofi Michael Matthews hat sein Rosa Trikot beim 97. Giro d'Italia auch auf dem Montecassino verteidigt. Der Orica-GreenEdge-Sprinter gewann die mit 257 Kilometern längste 6. Etappe und verteidigte überraschend die Führung im Gesamtklassement. Sein Landsmann Cadel Evans war am Donnerstag der einzige Klassementsfahrer, der auf dem 8,5 Kilometer langen Schlussanstieg mithalten konnte. Er wurde Tagesdritter.

Bundesliga, Werder Bremen: In der Personalie Aaron Hunt scheint eine Wende möglich zu sein. Werder Bremens Manager Thomas Eichin kündigte ein erneutes Gespräch mit dem Profi an, der den Klub eigentlich verlassen wollte. "Ich will wissen, woran ich bin", sagte Eichin im Kicker. "Ich mache aus diesem Fall ganz bestimmt kein Sommertheater", versicherte der Werder-Manager. Die Bremer haben ihren langjährigen Mittelfeldstar bereits verabschiedet, eine Rückholaktion wird aber nicht mehr völlig ausgeschlossen.

Basketball, NBA: Titelverteidiger Miami Heat und die San Antonio Spurs haben das Halbfinale in den Playoffs der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA erreicht. Die Heat um Superstar LeBron James setzten sich im fünften Spiel gegen die Brooklyn Nets mit 96:94 durch und entschieden die best-of-seven-Serie klar mit 4:1. Mit dem gleichen Ergebnis schalteten die Spurs die Portland Trail Blazers nach einem 104:82 im fünften Duell aus. Bei Miami, das zum vierten Mal in Folge das Endspiel im Osten erreicht, waren einmal mehr James mit 29 Punkten sowie Guard Dwayne Wade mit 28 Zählern die herausragenden Akteure. Die Spurs mussten den Ausfall ihres Führungsspielers Tony Parker hinnehmen, der im zweiten Viertel mit Oberschenkelproblemen vom Parkett musste.

Im Conference-Finale bekommt es Miami mit den Indiana Pacers oder den Washington Wizards (Stand: 3:2) zu tun, San Antonio trifft auf die Oklahoma City Thunder oder die Los Angeles Clippers (Stand: 3:2).

Eishockey, NHL: Die Boston Bruins um den langzeitverletzten deutschen Nationalspieler Dennis Seidenberg haben auch ihren zweiten Matchball vergeben und sind damit im Playoff-Viertelfinale der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL ausgeschieden. Der Vorjahresfinalist und sechsmalige Champion - zuletzt 2011 mit Seidenberg - kassierte vor eigenem Publikum gegen Rekordmeister Montréal Canadiens eine 1:2-Pleite und gab die best-of-seven-Serie nach einer 3:2-Führung noch mit 3:4 ab. Montréal trifft im Finale der Eastern Conference auf die New York Rangers, die sich ebenfalls mit 4:3 gegen die Pittsburgh Penguins um Stürmer Marcel Goc und Sidney Crosby durchgesetzt hatten. Es ist das erste Playoff-Duell der beiden Teams seit 1996, die zu den sechs NHL-Gründungsmannschaften gehören.

Noch keine Entscheidung ist dagegen im kalifornischen Duell zwischen den Los Angeles Kings und den Anaheim Ducks gefallen. Spiel sechs entschieden die Kings in eigener Halle mit 2:1 für sich und glichen damit in der Serie zum 3:3 aus. Die entscheidende siebte Partie findet am Freitag in Anaheim statt. Der Seiger trifft auf Titelverteidiger Chicago Blackhawks.

Formel 1, Red Bull: Dietrich Mateschitz, Besitzer von Formel-1-Rennstall Red Bull, hat seine Kritik am neuen Regelwerk bekräftigt. "Im Moment ist einfach der Wurm drinnen. Es ist ein Reglement, das hinten und vorne nicht stimmt", sagte der Chef von Weltmeister Sebastian Vettel der österreichischen Nachrichtenagentur APA in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Aus Sicht von Mateschitz ist das zu Saisonbeginn geänderte Regelwerk zu komplex und gefährdet das Interesse an der Motorsport-Königsklasse.

"Ein Rennen sollte kein Bastelwerk sein, das sich auch verschiedenen Bedingungen, Bestrafungen, Disziplinen und Reglements zusammensetzt", erklärte Mateschitz. Die Formel 1 fährt in diesem Jahr mit neuen Turbo-Hybridmotoren, zudem wurde die erlaubte Benzinmenge für die Rennen reduziert und der Strafenkatalog erweitern. Das zuletzt dominierende Red-Bull-Team wurde in diesem Jahr von Mercedes an der Spitze abgelöst. Mögliche Auswirkungen der Regel-Revolution seien langweilige Rennen und sinkender Publikumszuspruch: "Als Folge davon leiden die Medienpräsenz, das Sponsorinteresse und vieles mehr, in Summe die gesamte Formel 1. Diesen Kreislauf sollte man besser heute als morgen unterbrechen", fordert Mateschitz.

Radsport, Kalifornien-Rundfahrt: Der ehemalige Tour-de-France-Gewinner Bradley Wiggins hat seine Führung in der Gesamtwertung der Kalifornien-Rundfahrt wieder vergrößert. Der britische Radprofi liegt nach der vierten Etappe von Monterey nach Cambria nun 28 Sekunden vor dem Australier Rohan Dennis. Wiggins erreichte am Mittwoch (Ortszeit) ebenso wie der deutsche Sprinter John Degenkolb mit der ersten Verfolgergruppe das Ziel. Sie lag nach 165 Kilometern 77 Sekunden hinter Tagessieger Will Routley aus Kanada. Routley gehörte zu einer sechsköpfigen Ausreißergruppe, die sich frühzeitig abgesetzt hatte und ihren Vorsprung ins Ziel rettete.

© SZ.de/dpa/sid/ebc/ska
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