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SpVgg Greuther Fürth:Geistesblitz und Missgeschick

Überlegene Fürther müssen sich gegen Osnabrück mit einem 1:1 begnügen. Die Abschlussschwäche war zu offensichtlich.

Trotz drückender Überlegenheit ist die SpVgg Greuther Fürth zum Auftakt der 2. Bundesliga im Fußball nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Gegen den VfL Osnabrück besaßen die Franken alle Chancen zum Sieg, mussten sich am Ende aber wegen eines Gegentreffers von Christian Santos (26.) beim 1:1 (1:1) mit einem Punkt begnügen. Paul Seguin hatte vor 3000 gut aufgelegten Zuschauern zunächst die Führung für die Fürther erzielt (15.). "Wir müssen daraus lernen, dass wir gieriger sind, das Tor zu machen", meinte Fürths Trainer Stefan Leitl. "Erkenntnis für uns: Wir müssen uns auch in diesem Jahr extrem strecken, um die drei Punkte zu erzielen." Der gelungene Start der Gastgeber in die Partie resultierte aus einem Geistesblitz von Sebastian Ernst: Er steckte geschickt zu dem an der Abseitsgrenze lauernden Seguin durch, dessen Schuss ging durch die Beine von Torhüter Philipp Kühn. Die SpVgg war davor und danach die bessere Mannschaft, verhielt sich aber in der Defensive einmal ungeschickt - der Ausgleich durch Santos fiel wie aus dem Nichts und war mehr als schmeichelhaft.

Osnabrück wirkte zunächst bisweilen überfordert, zugleich war allerdings auch die Abschlussschwäche der Gastgeber selbst bei besten Chancen offensichtlich. Nach der Pause und Umstellungen des neuen Trainers Marco Grote stand die Abwehr des VfL dann sicherer, auch die Chance zum Sieg bestand in einer guten Schlussphase der Gäste: Maximilian Ernst köpfelte den Freistoß von Sebastian Kerk aber von der Torlinie weg (80.).

© SZ vom 21.09.2020 / dpa

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