Skispringen Schuster Adé

Markus Eisenbichler gelang mit 246 Metern der weiteste Sprung des Tages. Zum Sieg führte das aber nicht.

(Foto: Jure Makovec/AFP)

Die deutschen Skispringer bereiten ihrem Trainer einen gebührenden Abschied. Bei den Frauen läuft es gleich doppelt gut.

Beim letzten Teamwettbewerb in der Ära von Bundestrainer Werner Schuster erreichten die deutschen Skispringer einen Podestplatz. In der Besetzung Karl Geiger, Constantin Schmid, Richard Freitag und Markus Eisenbichler musste sich das DSV-Quartett am Samstag im slowenischen Planica nur den Polen um Top-Springer Piotr Zyla geschlagen geben. Vor allem Geiger (230,5 und 230 Meter) und Eisenbichler (227 und 246 Meter) überzeugten. In elf Jahren unter Schuster haben die DSV-Springer damit kein Teamspringen von einer Flugschanze für sich entschieden. Rang drei belegte Gastgeber Slowenien. Nicht im deutschen Team dabei waren Olympiasieger Andreas Wellinger (gestrichen) sowie Stephan Leyhe, der nach einem Sturz in Oslo mit den Nachwirkungen zu kämpfen hat. Am Sonntag (10 Uhr / ARD und Eurosport) steht das letzte Einzel an, bei dem der dreifache Weltmeister Eisenbichler aus eigener Kraft die kleine Kristallkugel als bester Skiflieger dieses Winters gewinnen kann.

Doppelsieg der Skispringerinnen zum Auftakt des Weltcup-Finales

Die deutschen Skispringerinnen haben zum Auftakt des Weltcup-Finales im russischen Tschaikowski einen Doppelsieg gefeiert. Die zweifache Weltmeisterin Juliane Seyfarth (Ruhla) setzte sich auf der Schanze Sneschinka (Schneeflocke) vor Katharina Althaus (Oberstdorf) durch und fuhr ihren dritten Erfolg in Serie ein. Seyfarth baute damit auch ihre Führung in der Gesamtwertung der neugeschaffenen Blue-Bird-Tour in Russland aus, deren erste beiden Springen die 29-Jährige am vergangenen Wochenende in Nischni Tagil gewonnen hatte. Am Sonntag kann sich Seyfarth 10000 Franken (rund 8000 Euro) Siegprämie sichern. Seyfarth setzte sich bei ihrem vierten Saison- und Karrieresieg nach Sprüngen auf 95,0 und 97,0 m mit 219,0 Punkten vor Althaus durch (213,0), die nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte. Dritte wurde die Japanerin Sara Takanashi. Die bereits als Gesamtweltcup-Siegerin feststehende Norwegerin Maren Lundby kam auf Rang sieben. Althaus und Seyfarth werden die Saison wohl auf Weltcup-Platz zwei und drei beenden. Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt (Degenfeld) belegte den 17. Platz. Das letzte Saisonspringen beginnt am Sonntag um 10 Uhr.