Ski alpin:Vonn ist die Nummer eins

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Die Beste: Lindsey Vonn. (Foto: dpa)

Amerikanerin deklassiert beim Super-G in Cortina die Konkurrenz und überholt Annemarie Moser-Pröll. Schalke 04 erhält Millionen-Restzahlung für Rafinha. Der finanziell angeschlagene Hamburger SV fordert mehr TV-Gelder für Traditionsklubs.

Wintersport, Ski alpin: Lindsey Vonn schreibt weiter Ski-Geschichte: Die 30 Jahre alte Amerikanerin triumphierte auch beim Super-G im italienischen Cortina d'Ampezzo und hat sich damit endgültig zur erfolgreichsten Skifahrerin im alpinen Weltcup gekrönt. Viktoria Rebensburg (Kreuth) schied dagegen aus. Für Vonn war es der 63. Weltcup-Sieg. Sie löste damit die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll an der Spitze ab, die in ihrer Karriere 62 Wettbewerbe gewonnen hatte. Vonn war am Sonntag mit ihrem Sieg in der Abfahrt in Cortina mit Moser-Pröll bereits gleichgezogen.

Vonn siegte beim verschobenen Super-G auf der "Olimpia delle Tofane" nach einer beeindruckenden Fahrt in 1:27,03 Minuten deutlich vor der Österreicherin Anna Fenninger (0,85 Sekunden zurück) und Tina Weirather aus Liechtenstein (0,92). Nach Platz 23 in der Abfahrt am Sonntag erlebte Rebensburg dagegen in Cortina damit die zweite herbe Enttäuschung innerhalb von nur zwei Tagen. Nach einem Fahrfehler kam für sie mit Zwischenbestzeit das Aus. Es war nach Val d'Isere bereits der zweite Ausfall für die 25-Jährige im dritten Super-G des Winters. In Lake Louise war sie Vierte geworden. Am Freitag hatte sie in der ersten Abfahrt in Cortina noch den dritten Platz erreicht. Veronique Hronek (Unterwössen) belegte im Zwischenklassement nach 30 Läuferinnen mit 3,92 Sekunden Rückstand auf Vonn den 22. Platz.

Bundesliga, Schalke 04: Der FC Schalke 04 hat eine jahrelang ausstehende Restzahlung der Ablösesumme für Fußball-Profi Rafinha erhalten. Ein Vereinssprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht in den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Insgesamt können sich die Königsblauen über einen nachgezahlten Betrag von knapp fünf Millionen Euro vom FC Genua inklusive Verzugszinsen für den jetzigen Spieler von Bayern München freuen. "Der Fall ist damit abgeschlossen", sagte Schalkes Klubsprecher Thomas Spiegel am Montag. Der Brasilianer Rafinha war im Sommer 2010 von Gelsenkirchen nach Genua gewechselt. Von den vereinbarten sieben Millionen Euro Ablöse für den Rechtsverteidiger hatten die Italiener zunächst aber nur eine Rate von 3,25 Millionen gezahlt. Die Restsumme war Genua trotz Intervention des Weltverbandes FIFA und eines Urteils des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) schuldig geblieben. Nachdem die FIFA dem Verein aus der Serie A mit Sanktionen wie Punktabzug und sogar Zwangsabstieg gedroht hatte und eine letzte Zahlungsfrist am 6. Januar verstrichen war, überwies Genua nun das Geld.

Bundesliga, Hamburger SV: Der finanziell angeschlagene Fußball-Bundesligist Hamburger SV wirbt für eine Umverteilung bei der Vergabe der TV Gelder zugunsten der Traditionsklubs. "Der HSV wird sich für einen neuen Schlüssel einsetzen, weil wir das Gefühl haben, dass wir in Bezug auf unsere mediale Aufmerksamkeit nicht entsprechend honoriert werden", sagte HSV-Marketingvorstand Joachim Hilke (47) in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt: "Wir sind immerhin einer der Hauptquotenbringer im Pay-TV." 2016 werden die TV-Rechte an der Bundesliga ab der Saison 2017/18 neu vergeben. Wer überdurchschnittlich zur Attraktivität der Liga beitrage, müsse aus HSV-Sicht dann auch mehr bekommen. "Momentan werden wir als Traditionsverein eher benachteiligt als bevorteilt", sagte Hilke: "Dabei ist es ja unstrittig, dass vor allem die Traditionsvereine den emotionalen Wert der Bundesligen ausmachen. Und nur durch Emotionen wird das Produkt Fußball verkauft. Deswegen halte ich es für legitim, dass man in absehbarer Zeit über einen neuen Verteilerschlüssel für die TV-Einnahmen verhandelt." Vor vier Jahren hatte bereits Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, die Forderung gestellt. Zurzeit erfolgt die Verteilung der TV-Gelder nach einem Ranglistenschlüssel, wobei die Platzierungen in den Abschlusstabellen der letzten Jahre ausschlaggebend ist.

RB Leipzig: Bei den Verantwortlichen von RB Leipzig gibt es offenbar unterschiedliche Auffassungen über den besten Zeitpunkt des fest eingeplanten Aufstiegs in die Fußball-Bundesliga. "Wenn sich die Chance bietet aufzusteigen, werden wir diese versuchen zu ergreifen", sagte Sportdirektor Ralf Rangnick der Bild-Zeitung. Für Trainer Alexander Zorniger käme der Aufstieg ins deutsche Fußball-Oberhaus in dieser Saison dagegen zu früh. "Ein weiteres Jahr zweite Liga würde dem Umfeld guttun", sagte Zorniger bereits Ende November der Sport Bild: "Wenn du immer sofort den nächsten Schritt machst, bekommst du keine Demut." Durch die für Zweitligaverhältnisse spektakulären Wintertransfers sind die Erwartungen an den Tabellensiebten jedoch weiter gestiegen. Für den Israeli Omer Damari (5 Millionen Euro) und den Schweden Emil Forsberg (3,5) haben die Roten Bullen tief in die Tasche gegriffen, um in der Rückrunde offensivstärker aufzutreten. Sollte RB trotz der Investitionen die Aufstiegsplätze verpassen, gilt Zornigers Zukunft in Leipzig als fraglich. Seit Monaten kursiert das Gerücht, dass in diesem Fall Thomas Tuchel den Trainerjob beim finanzstarken Emporkömmling übernehmen könnte.

Eishockey, NHL: Die deutschen Eishockey-Nationalspieler Christian Ehrhoff, Marcel Goc und Thomas Greiss haben in der nordamerikanischen Profiliga NHL einen erneuten Rückschlag kassiert. Mit den Pittsburgh Penguins unterlag das Trio den New York Rangers 2:5 und musste damit die zweite Niederlage in Folge einstecken. In der Eastern Conference belegt Pittsburgh mit 58 Punkten den fünften Platz. Auch der sechste Saisontreffer von Tobias Rieder konnte die fünfte Niederlage in Folge für die Arizona Coyotes nicht verhindern. Rieder rettete sein Team bei den Winnipeg Jets mit dem Tor zum 3:3 in Verlängerung und Penaltyschießen, wo die Gastgeber das bessere Ende für sich hatten. Pittsburgh-Verteidiger Ehrhoff stand 21:06 Minuten auf dem Eis, Angreifer Goc kam 12:17 Minuten zum Einsatz. Goalie Greiss wehrte in 34:26 Minuten 13 von 14 Schüssen ab. Bei den weiteren Gegentoren stand Stammtorwart Marc-Andre Fleury zwischen den Pfosten.

Basketball, BBL: Der sechsmalige deutsche Meister Brose Baskets Bamberg bleibt Tabellenführer Alba Berlin in der Basketball-Bundesliga dicht auf den Fersen. Die Bamberger gewannen in eigener Halle gegen die BG Göttingen mit 94:75 (47:45) und sind mit vier Punkten Rückstand auf Alba weiterhin Zweiter. Ryan Thompson war mit 23 Punkten Topscorer der Hausherren. Derweil feierten die Fraport Skyliners aus Frankfurt einen nicht unbedingt erwarteten 76:67 (42:42)-Auswärtssieg bei der in der Tabelle besser platzierten Mannschaft von ratiopharm Ulm. Sean Armand mit 16 und Danilo Barthel mit 15 Punkten waren die besten Werfer der Gäste, für Ulm erzielte Nationalspieler Tim Ohlbrecht ebenfalls 16 Punkte. Überraschend viel Mühe hatten die Telekom Baskets Bonn bei ihrem knappen 79:76 (36:42)-Heimsieg gegen Tabellen-Schlusslicht Crailsheim Merlins. Benas Veikalas war mit 17 Punkten Topscorer der Bonner, die damit auf Platz sechs der Tabelle bleiben. Die Basketball Löwen Braunschweig haben die 41. Auflage des Niedersachsen-Derbys gegen den Tabellenvierten EWE Baskets Oldenburg mit 80:71 (44:42) gewonnen. Erfolgreichster Werfer der Braunschweiger war Power Forward Derrick Allen mit 25 Punkten, für Oldenburg traf Point Guard Casper Ware (17 Punkte) am besten.

Golf: Martin Kaymer hat auf der Schlussrunde der Abu Dhabi Golf Championship einen Zehn-Schläge-Vorsprung verspielt und seinen vierten Sieg in dem Emirat verpasst. Der US-Open-Sieger aus Mettmann brauchte am Sonntag 75 Versuche und wurde mit insgesamt 271 (64+67+65+75) Schlägen nur Dritter. Den Siegerscheck von 379 798 Dollar holte sich der 22 Jahre alte Franzose Gary Stal mit zwei Schlägen Vorsprung. Zweiter wurde der Weltranglistenerste Rory McIlroy aus Nordirland mit 270 Schlägen. Maximilian Kieffer (278) aus Düsseldorf beendete das mit 2,7 Millionen Dollar dotierte Turnier der Europa-Tour auf dem geteilten 26. Rang.

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