Skispringen David Siegel stürzt schwer bei DSV-Sieg

David Siegel bei der Vierschanzentournee Anfang Januar in Innsbruck.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)
  • Die deutschen Skispringer gewinnen in Zakopane den Team-Wettbewerb.
  • Doch David Siegel stürzt schwer bei der Landung und muss ins Krankenhaus. Eine genaue Diagnose gab es zunächst nicht.
  • Bundestrainer Werner Schuster gibt der Jury eine Mitschuld.

Ein schwerer Sturz von David Siegel hat den Sieg der deutschen Skispringer beim Team-Wettkampf im polnischen Zakopane überschattet. Der 22-Jährige aus dem baden-württembergischen Baiersbronn konnte sich nach seinem weiten Sprung im zweiten Durchgang am Samstag auf 142,5 Meter nicht auf den Beinen halten und musste mit einer Trage aus dem Auslauf gebracht werden. Siegel wurde ins Krankenhaus gebracht, eine genaue Diagnose gab es zunächst nicht.

"Das ist extrem bitter. Es war so ein toller Wettkampf dieser jungen Mannschaft", sagte Schuster in der ARD: "Ich will nicht vorgreifen, aber wir haben wohl einen Sportler verloren für den Rest der Saison. Da ist wohl im rechten Knie etwas kaputt gegangen. David hätte uns für die WM sehr unterstützen können."

Schuster gab der Jury, die nach Flügen weit über Hillsize den Anlauf nicht verringert hatte, eine Mitschuld. "Natürlich war es auch Davids Fehler bei der Landung. Aber es war ein großer Fehler der Jury, nicht zu verkürzen", sagte Schuster.

Markus Eisenbichler war kurz vor Siegel bereits zum Schanzenrekord von 143,0 m gesprungen. Auch nach Siegels Sturz ging die Weitenjagd weiter, und der Pole Dawid Kubacki verbesserte Eisenbichlers Marke um einen halben Meter.

Am Ende lagen Karl Geiger, Eisenbichler, Siegel und Stephan Leyhe umgerechnet 5,5 Zentimeter vor den zweitplatzierten Österreichern. Rang drei ging an die Gastgeber.