Saisonstart im HandballMaulkorb für alle

Die Bundesliga debattiert über eine kuriose Regeländerung, Aron Pálmarsson könnte Kiels stärkste Waffe im Titel-Duell mit Meister HSV Hamburg werden, die Rhein-Neckar Löwen bleiben der tragischste Klub der Liga: zehn Dinge, die Sie vor dem Start der neuen Handball-Saison wissen sollten.

Die Bundesliga debattiert über eine kuriose Regeländerung, Aron Pálmarsson könnte Kiels stärkste Waffe im Titel-Duell mit Meister HSV Hamburg werden, die Rhein-Neckar Löwen bleiben der tragischste Klub der Liga: zehn Dinge, die Sie vor dem Start der neuen Handball-Saison wissen sollten.

Von Carsten Eberts

Es ist schon eine seltsame Geschichte: Gerade im Handball, wo Schiedsrichter mehr Macht haben als in jeder anderen Sportart, hat die Bundesliga (HBL) neue Durchführungsbestimmungen erlassen: Spielern und Offiziellen ist es fortan verboten, sich bis 48 Stunden nach einem Spiel zur Leistung der Referees zu äußern. Im Basketball wird dies ähnlich praktiziert - die Liga erhofft sich dadurch weniger emotionsgesteuerte Kritik nach einer Partie. Das Kuriose daran: Die Regelung gilt nur für Akteure, die direkt am Spiel beteiligt sind. Spielt also der THW Kiel gegen den HSV Hamburg, darf sich Füchse-Manager Bob Hanning (der nebenbei auch TV-Experte ist) genüsslich über die Schiedsrichterleistungen auslassen. Egal, was Hanning sagt: Die Offiziellen von Kiel und Hamburg können ihm nicht mal widersprechen. Das passt - vorsichtig formuliert - nicht jedem.

Bild: AFP 2. September 2011, 10:582011-09-02 10:58:56 © sueddeutsche.de/ebc/luk