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RB Leipzig:Wie Bum-Kun Cha

1. FC Nürnberg - RB Leipzig

Gutes Debüt: Leipzigs Zugang Hee-Chan Hwang.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Zugang Hwang überzeugt bei Leipzigs Pokalsieg - Sörloth soll kommen

Ein Ersatz für Timo Werner oder Patrik Schick ist Hee-Chan Hwang noch nicht. Doch der 24 Jahre alte Südkoreaner deutete beim lockeren 3:0-Pokalsieg von RB Leipzig beim 1. FC Nürnberg an, dass Trainer Julian Nagelsmann auf ihn bauen kann. Einen Treffer, den letzten des Tages (90.), erzielte der Zugang von RB Salzburg selbst, die anderen Treffer bereitete er bei seinem starken Debüt vor: "Er geht in die richtige Richtung. Er hört zu, ist lernwillig, gibt Gas und hat das Herz am rechten Fleck", lobte Nagelsmann den wendigen Offensivspieler. Aus Sicht des Trainers ist Hwang zwar "körperlich noch nicht ganz so weit", dennoch: "Er wird uns weiterhelfen, er kann gerne so weitermachen."

Die Suche nach neuen Stürmern, um die Lücke der abgewanderten Torgaranten Werner (Chelsea) und Schick (Leverkusen) zu schließen, hat beim Champions-League-Halbfinalisten vor dem Bundesligastart am kommenden Sonntag gegen Mainz Priorität. Mittelstürmer Alexander Sörloth steht auf der RB-Wunschliste ganz oben. Der Transfer des Norwegers, der von Crystal Palace an den türkischen Spitzenklub Trabzonspor ausgeliehen ist, sei allerdings "sehr kompliziert, weil zwei Vereine involviert sind", sagte Nagelsmann. RB müsste die Ablöse an Palace zahlen, Trabzon besitzt aber dem Vernehmen nach eine Kaufoption für den Norweger, der in seiner Nationalmannschaft zuletzt erfolgreich an der Seite des Dortmunder Juwels Erling Haaland stürmte. Sörloth sei auf alle Fälle "ein guter Spieler, den wir gerne hätten", bestätigte Julian Nagelsmann.

Hwang, der mit seinem Einstand "sehr zufrieden" war, hat Leipzig bereits gekauft, für 15 Millionen Euro. Vergleiche mit Timo Werner scheut der Koreaner natürlich: "Alle wissen, dass er ein guter Spieler ist. Ich möchte mich auf meinen Fußball konzentrieren und meinen Weg gehen", sagt Hwang. Als Stoßstürmer erinnert er an einen berühmten Landsmann: den früheren Frankfurter und Leverkusener Bum-Kun Cha. "Der ist in Südkorea eine große Legende", sagt Hwang: "Ich möchte auch wie Bum-Kun Cha spielen."

© SZ vom 14.09.2020 / sid
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