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Pokal in Österreich:Drittligist foppt RB Salzburg

Blamage für RB Salzburg (helle Trikots) gegen den FC Pasching.

(Foto: imago sportfotodienst)

Österreichs Meister verliert erneut gegen ein unterklassiges Team und verpasst das Pokalfinale. Paris Saint-Germain droht nach dem Eklat um Sportdirektor Leonardo ein Punktabzug. Russland bleibt bei der Eishockey-WM ungeschlagen.

Sportnachrichten in Kürze

Fußball in Österreich: Der österreichische Fußball-Meister RB Salzburg hat sich im Pokal kräftig blamiert. Das Team von Trainer Roger Schmidt und Sportdirektor Ralf Rangnick verlor im Halbfinale gegen den Drittligisten FC Pasching vor eigenem Publikum mit 1:2 (0:0). Der krasse Außenseiter drehte beim Titelverteidiger, seinem Kooperationspartner, einen 0:1-Rückstand und steht erstmals im Finale um den ÖFB-Cup. Gegner am 30. Mai ist entweder der SV Ried oder Austria Wien. "Wir haben uns heute sehr viel kaputt gemacht, was wir uns in den letzten Monaen aufgebaut haben", sagte Schmidt. Erst im Juli 2012 hatte sich Salzburg in der Qualifikation zur Champions League blamiert, als der Klub gegen F91 Düdelingen aus Luxemburg den Kürzeren zog.

Fußball in Frankreich: Dem französischen Fußball-Tabellenführer Paris St. Germain droht nach einem Eklat um Sportdirektor Leonardo ein Punktabzug. Die Disziplinarkommission des französischen Ligaverbandes LFP leitete eine Untersuchung ein, nachdem der 42-jährige Brasilianer Schiedsrichter Alexandre Castro nach dem Ligaspiel gegen den FC Valenciennes (1:1) im Spielertunnel geschubst haben soll. Leonardo behauptet dagegen, von hinten gedrückt worden zu sein. "Die Kommission hat zusätzliche Berichte der Schiedsrichter und des Sicherheitspersonals erhalten. Leonardo wird vorerst suspendiert", teilte die LFP mit. Paris hat mit den Stars David Beckham und Zlatan Ibrahimovic drei Spieltage vor Schluss sieben Punkte Vorsprung auf Olympique Marseille. Wann es eine Entscheidung geben wird, ist offen. Während seiner Suspendierung wird dem Weltmeister von 1994 der Zugang zur Bank und Kabine verweigert, zudem muss er alle dienstlichen Aufgaben ruhen lassen. Ursprung des Wutausbruchs war der Platzverweis für den Pariser Verteidiger Thiago Silva gewesen.

Uefa, Gibraltar: Gibraltars Chefminister Fabian Picardo wehrt sich gegen die Politisierung des Antrags des britischen Überseegebiets auf Vollmitgliedschaft in der Europäischen Fußball-Union Uefa. "Wir glauben, dass Politik und Sport nicht miteinander vermischt werden sollten. Daher ist es unglücklich, dass von spanischen Politikern Bemerkungen über sportliche Angelegenheiten gemacht worden sind", sagte Picardo der Nachrichtenagentur AFP. Erst Anfang April hatte die spanische Regierung ihre Haltung gegen einen Aufstieg Gibraltars zum vollwertigen Uefa-Mitglied unterstrichen. "Die Regierung zieht offizielle Fußballspiele zwischen Spanien und Gibraltar nicht in Betracht", hieß es in einer Mitteilung. Bereits im vergangenen Jahr hatte Spaniens Sport- und Kulturminister José Ignacio Wert verkündet, alle Rechtsmittel auszuschöpfen, um Gibraltars Vollmitgliedschaft in der Uefazu verhindern.

Das an der Südspitze der iberischen Halbinsel gelegene Gibraltar ist seit Oktober 2012 provisorisches Mitglied der Uefa. Über den Antrag des Verbandes GFA auf Uefa-Mitgliedschaft soll am 24. Mai im Rahmen des Uefa-Kongresses in London entschieden werden. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte im August festgelegt, dass die Uefa die Mitgliedschaft des britischen Überseegebietes in Betracht ziehen müsse. Gibraltar war von Dezember 2006 bis Januar 2007 schon einmal provisorisches Mitglied der Uefa, eine Aufnahme scheiterte jedoch schon damals am Widerstand Spaniens.

Eishockey-WM: Russland hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft die USA bezwungen und damit die eigene Siegesserie auf insgesamt 13 WM-Partien ausgebaut. Die "Sbornaja" feierte am Dienstag ein hart erkämpftes 5:3 (2:2, 1:1, 2:0) gegen das Team von Ex-NHL-Profi Joe Sacco und setzte sich damit an die Spitze der Vorrundengruppe in Helsinki. Die bis dato letzte Niederlage hatte der Rekordweltmeister 2011 im Spiel um Platz gegen Tschechien (4:7) kassiert. Die russischen Treffer gelangen Anton Below (6. Minute), Toptorjäger Ilja Kowaltschuk (15.), Alexej Tereschtschenko (32.), Jewgeni Medwedew (54.) und Alexander Radulow (56.) Der Amerikaner Paul Stastny, der in diesem Winter während des NHL-Lockouts beim EHC München gespielt hatte, erzielte einen Doppelpack (11./14.), außerdem traf Matt Hunwick (28.) für die USA. Am nächsten Sonntag (15.15 Uhr) trifft Deutschland auf die Profis aus Übersee.

Handball, HBL: Die Füchse Berlin haben in der Handball-Bundesliga einen wichtigen Sieg im Kampf um die Champions-League-Plätze errungen. Bei der HSG Wetzlar gewannen die Berliner 27:25 (13:13) und verdrängten in der Tabelle mit 45:15 Zählern zumindest für einen Tag die SG Flensburg-Handewitt vom begehrten dritten Platz. Die ersten drei Mannschaften qualifizieren sich direkt für die Königsklasse, der vierte Platz berechtigt wohl zur Teilnahme an einem Qualifikationsturnier. Die 4412 Zuschauern sahen zunächst eine umkämpfte Partie, die der Favorit aus der Hauptstadt mit einer starken zweiten Hälfte zu seinen Gunsten entschied. Bester Werfer der Füchse war Konstantin Igropulo mit neun Treffern. Flensburg hat am Samstag im Heimspiel gegen den ehemaligen Rekordmeister VfL Gummersbach die Möglichkeit zu kontern. Auch der Tabellenfünfte HSV Hamburg will gegen Frisch Auf Göppingen im Rennen um Rang drei den Anschluss halten.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/ebc
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