Ibrahim Al-Hussein

Irgendwann, sagt Ibrahim Al-Hussein, habe er beschlossen, dass in seinem Leben alles wieder gut sei. Einfach so. Aber natürlich fängt einen wie ihn die Vergangenheit ständig ein. Weil er vor vier Jahren, in Syrien wütete gerade der Bürgerkrieg, nach einer Explosion einem Freund half, selbst von getroffen wurde, den rechten Unterschenkel verlor. Weil er dann in einem Gummiboot übers Meer flüchtete und in Athen ein neues Leben aufbaute. Al-Hussein, 27, war schon immer ein guter Schwimmer, jetzt startet er in Rio für das paralympische Flüchtlingsteam, zuvor trug er die paralympische Fackel. Und wenn er in diesen Tagen mal wieder auf sein Leben angesprochen wird, sagt er: "Ich will allen Versehrten zeigen, dass man auch so seine Ziele erreichen kann. Schaut nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft.

Johannes Knuth

Bild: Getty Images 8. September 2016, 11:482016-09-08 11:48:27 © SZ.de/ska