ParalympicsSechs Geschichten wie im Film

Ein Syrer verliert einen Unterschenkel und flüchtet in ein neues Leben, ein russisches Waisenkind strebt nach sieben Gold-Medaillen für die USA: Sechs beeindruckende Sportler bei den Paralympics.

Markus Rehm

Nicht allen hat die Entscheidung gefallen, den Weitspringer Markus Rehm die Fahne tragen zu lassen, dabei war sie ja logisch: Rehm, 28, ist Deutschlands bekanntester Paralympics-Sportler, er springt mehr als acht Meter weit und nur deshalb nicht bei den Olympischen Spielen, weil er nicht zweifelsfrei belegen konnte, dass die Prothese unterhalb seines rechten Knies beim Absprung mit einem menschlichen Fuß vergleichbar ist. Bei den Paralympics ist er nahezu konkurrenzlos, doch er spricht trotzdem von seinem Saisonhöhepunkt. Auch deshalb, weil er sich verantwortlich fühlt für die Sportbewegung, der er zu entwachsen droht. Es ist ein Konflikt, in dem er selbst nur der bestmögliche Wettkämpfer auf großer Bühne sein will - und doch verlieren kann. Die Vergleichbarkeit, die er forciert, wollen andere nicht.

Sebastian Fischer

Bild: dpa 8. September 2016, 11:482016-09-08 11:48:27 © SZ.de/ska