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Olympia:Japaner wiederholt Eiskunstlauf-Gold

Pyeongchang 2018 Winter Olympics

Der Japaner Yuzuru Hanyu holt nach Sotschi 2014 nun auch in Pyeongchang Gold.

(Foto: REUTERS)

Eiskunstlauf: Der Japaner Yuzuru Hanyu hat bei den Winterspielen in Pyeongchang seinen Olympiasieg von 2014 wiederholt. Zwei Erfolge nacheinander schaffte zuletzt der Amerikaner Dick Button 1948 und 1952. In der Kür am Samstag verteidigte der Weltmeister seine Führung aus dem Kurzprogramm und lag mit 317,85 Punkten vor seinem Landsmann und Vize-Weltmeister Shoma Uno (306,90). Bronze ging an den sechsmaligen Europameister Javier Fernandez aus Spanien (305,24). Der Berliner Paul Fentz wurde 22. (214,55).

Ski Freestyle: Sarah Höfflin und Mathilde Gremaud haben im olympischen Slopestyle-Wettbewerb für einen Schweizer Doppelsieg gesorgt. Höfflin holte bei den Winterspielen von Pyeongchang mit 91,20 Punkten Gold vor Gremaud (88,00) und Isabel Atkin aus Großbritannien (84,60). Höfflin, im Januar X-Games-Gewinnerin in der Disziplin Big Air, gelang ihr bester Versuch im dritten und letzten Durchgang. Kea Kühnel (Bremerhaven) verpasste bei ihrem Olympia-Debüt das Finale. Die 26-Jährige kam in der Qualifikation auf Rang 18. Auch Weltmeisterin Tess Ledeux (Frankreich) schaffte es nicht ins Finale.

Skeleton: Weltmeisterin Jacqueline Lölling (Winterberg) liegt zur Halbzeit des olympischen Skeleton-Rennens auf Goldkurs. Die 23-Jährige führt nach zwei von vier Läufen in Pyeongchang knapp vor der Österreicherin Janine Flock (+0,02 Sekunden) und der britischen Olympiasiegerin Lizzy Yarnold (+0,10). Die Entscheidung fällt am Samstag. Auch Anna Fernstädt (Berchtesgaden/+0,30) und Vizeweltmeisterin Tina Hermann (Königssee/+0,43) hoffen noch auf eine Podestplatzierung: Fernstädt belegt Rang fünf, Hermann folgt direkt dahinter. Lölling ist Weltmeisterin und Weltcup-Gesamtsiegerin, zudem hatte sie den bislang einzigen Weltcup auf der neuen Olympiabahn im vergangenen Winter gewonnen. Sie reiste daher als Favoritin zu ihren ersten Winterspielen. Nach Rang zwei im ersten Durchgang zog sie an der Führenden Yarnold zur Halbzeit vorbei.

Eishockey: Die deutsche Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel verloren. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm unterlag dem Weltmeister Schweden trotz einer deutlichen Leistungssteigerung mit 0:1 (0:1, 0:0, 0:0). Zum Auftakt hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gegen den sechsmaligen Medaillengewinner Finnland eine 2:5-Niederlage kassiert. Viktor Stalberg (2.) erzielte vor 3077 Zuschauern im Kwandong Hockey Centre das Tor für den Olympiasieger von 1994 und 2006. Die DEB-Auswahl hatte Pech mit zwei Lattentreffern und zwei Pfostenschüssen. Im letzten Vorrundenspiel am Sonntag (12.10 Uhr OZ/4.10 MEZ) gegen Norwegen geht es für das Sturm-Team um Platz drei in der Gruppe C und damit um eine gute Ausgangsposition für das K.o.-Spiel um den Viertelfinaleinzug am Dienstag

Skispringen: Nach seinem Olympiasieg von der Normalschanze hat Andreas Wellinger seine Ambitionen auf eine Medaille auch für den Wettbewerb von der Großschanze am Samstag (13.30 Uhr MEZ) angemeldet. Der Bayer kam am Freitag in Pyeongchang in der Qualifikation auf 135 Meter und belegte damit Platz vier. Mit ihm zogen auch die übrigen DSV-Springer in den Wettbewerb ein. Markus Eisenbichler sprang wie Wellinger 135 Meter und wurde Neunter, Karl Geiger belegte mit 130,5 Metern Rang zwölf und war damit unmittelbar vor Richard Freitag platziert, der auf 130 Meter kam.Qualifikations-Sieger wurde der Norweger Robert Johansson. Er flog ebenfalls 135 Meter weit und erhielt 131,9 Punkte. Damit war er 3,2 Zähler besser als sein Teamkollege Johann Andre Forfang, der 137 Meter erreichte. Dritter der Qualifikation wurde Ryoyu Kobayashi. Der Japaner stellte mit 143,5 Metern den Schanzenrekord von Stephan Leyhe ein. Da er jedoch drei Luken weiter oben gestartet war, bekam er nur 127,6 Punkte.

Ski Freestyle: Ski-Freestylerin Hanna Huskowa hat bei den Olympischen Winterspielen überraschend im Sprung-Wettbewerb triumphiert und Weißrussland die erste Medaille in Pyeongchang verschafft. Die 25-Jährige gewann das Aerials-Finale mit 96,14 Punkten vor den beiden Chinesinnen Zhang Xin (95,52) und Kong Fanyu (70,14). Huskowa, Zweite im Gesamtweltcup, holte ihre erste Medaille bei einem Großevent. Dagegen scheiterte Topfavoritin Xu Mengtao bereits im zweiten von drei Finaldurchgängen. Die Chinesin, vor vier Jahren Silbermedaillengewinnerin in Sotschi und Weltmeisterin von 2013, verpatzte die Landung. Eine deutsche Teilnehmerin war bei dem Wettbewerb nicht dabei.

Langlauf: Der Schweizer Dario Cologna hat sich Gold über die 15 Kilometer in der freien Technik gesichert und damit als erster Langläufer überhaupt dreimal in Serie auf der gleichen Strecke bei den Olympischen Spielen gewonnen. Bei dem Wettbewerb distanzierte der 31-Jährige am Freitag in Pyeongchang seine Konkurrenz um mehr als 18 Sekunden und holte sich damit seine insgesamt vierte olympische Goldmedaille. Auch 2010 in Vancouver (freie Technik) und 2014 in Sotschi (klassische Technik) hatte sich Cologna über 15 Kilometer durchgesetzt. Silber ging an den Norweger Simen Krüger vor Denis Spizow, der als olympischer Athlet aus Russland Bronze gewann.

Ohne Chance auf einen Platz unter den besten Zehn blieben die deutschen Langläufer. Lucas Bögl lag in den Zwischenzeiten teilweise auf Kurs und schaffte am Ende einen ordentlichen 15. Rang. Die weiteren deutschen Starter Andreas Katz und Sebastian Eisenlauer hatten jenseits der Top 20 mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Das Langlauf-Team hofft nun bei den beiden Staffeln am Samstag und Sonntag auf eine Überraschungsmedaille.

Biathlon: Die beiden Biathlon-Einzelrennen in Pyeongchang haben der ARD am Donnerstag olympische TV-Topquoten beschert. Laura Dahlmeiers Lauf zu Bronze am Morgen über 15 km verfolgten im Schnitt 4,58 Millionen Zuschauer, dies entsprach einem Tageshöchstwert beim Marktanteil von 47,4 Prozent. Das Männerrennen über 20 km sahen sogar 5,72 Millionen Fans (42,7).Beim nicht live ausgestrahlten Triumph der Eiskunstläufer Aljona Savchenko/Bruno Massot im Paarlauf waren 1,32 Millionen Zuschauer zugeschaltet (24,6 Prozent), die zweite Wiederholung am Nachmittag kam auf 3,21 Millionen (21,3).Hohe Einschaltquoten erzielten zudem der 10.000-m-Eisschnelllauf der Männer mit 5,37 Millionen (38,6), der Sieg der deutschen Rodler im Teamwettbewerb mit 4,99 Millionen (36,2) und die Entscheidung im Snowboardcross der Männer mit 3,88 Millionen Zuschauern (28,0).

© SZ.de/dpa/sid/vit
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