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Olympia:17-Jähriger gewinnt Slopestyle-Gold

Snowboard - Winter Olympics Day 2

Spektakulär in der Luft: Redmond Gerard.

(Foto: Getty Images)

Slopestyle: Der erst 17 Jahre alte Freestyle-Snowboarder Redmond Gerard hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold im Slopestyle geholt. Der amerikanische Teenager zeigte am Sonntag im dritten Durchgang des Finals den am besten bewerteten Lauf und überzeugte die Jury mit seinen Tricks auf den Geländern (Rails) und Sprüngen (Kickern). Mit 87,16 von 100 möglichen Punkten lag Gerard am Sonntag damit 1,16 Zähler vor dem Kanadier Max Parrot und gewann in Südkorea die erste Medaille für das US-Team. Dessen Landsmann Mark McMorris sicherte sich mit 85,2 Punkten wie 2014 Bronze.

"Das ist verrückt. Ich kann es ehrlich gesagt nicht glauben", sagte Gerard nach seinem Gold-Coup: "Ich zittere - vielleicht von der Kälte, oder von der Aufregung, ich weiß es nicht. Es hätte mir gereicht, einen guten Lauf runterzubringen und auf dem Podium zu landen. Aber Erster zu werden, das ist verrückt."

Bei der olympischen Slopestyle-Premiere vor vier Jahren hatte Gerards Landsmann Sage Kotsenburg gesiegt. Im Phoenix Snowpark der Winterspiele von Südkorea jubelte nun Gerard mit der amerikanischen Flagge auf den Schultern. Bei blauem Himmel und Sonnenschein, aber auch eisiger Kälte und Wind posierte er im Zielbereich ganz oben auf dem Podium. Die Tribüne hatte sich da bereits fast komplett geleert. Die ersten beiden Läufe hatte Gerard noch verpatzt - es geht nur der beste Durchgang in die Wertung ein. Auf dem anspruchsvollen Kurs hatte es zuvor in der Herren-Qualifikation und im Damen-Training mehrere schwere Stürze gegeben. Deutsche Snowboarder waren nicht am Start.

Langlauf: Norwegen hat einen Dreifach-Triumph im Skiathlon der Langläufer gefeiert. Simen Krüger, der erst einen Weltcupsieg geholt hat, siegte am Sonntag nach 2 x 15 Kilometern vor seinen Teamkollegen Martin Sundby und Hans Christer Holund. Die beiden Topfavoriten Dario Cologna (Schweiz) und Johannes Kläbo (Norwegen) spielten bei der Medaillenvergabe keine Rolle. Achtbar schlugen sich auch die deutschen Athleten. Thomas Bing aus Dermbach lief auf einen guten 11. Platz, Lucas Bögl (Gaißach) landete auf Rang 16. Beide hatten sich bis ins letzte Drittel des Rennens in der Spitzengruppe halten können, ehe sie bei einer Tempoverschärfung abreißen ließen.

Eiskunstlauf: Die deutschen Eiskunstläufer haben beim olympischen Teamwettbewerb den siebten Platz erreicht und damit den Sprung ins Finale erwartungsgemäß verpasst. Zum Abschluss der Vorrunde wurden die Oberstdorfer Eistänzer Kavita Lorenz und Joti Polizoakis Achte, die deutsche Meisterin Nicole Schott (Essen) kam ebenfalls auf Rang acht.Für die Medaillenentscheidung qualifizierten sich Kanada, die Olympischen Athleten aus Russland, die USA, Japan und Italien. Im Finale beginnen alle Mannschaften wieder mit null Punkten.

Rodeln: Vancouver-Olympiasiegerin Tatjana Hüfner und Sotschi-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger haben beim Abschlusstraining der Rodlerinnen überzeugt. Hüfner fuhr am Sonntag im Olympic Sliding Centre im ersten Durchgang Bestzeit und probierte dann im zweiten Lauf eine andere Linie aus. "Es war ganz ordentlich, der zweite war etwas fehlerhaft, den hake ich unter verpatzter Generalprobe ab. Dadurch ist der Fokus für morgen wieder etwas mehr geschärft", sagte die Weltmeisterin aus Blankenburg. Die Miesbacherin Geisenberger wurde jeweils Zweite. "Prinzipiell habe ich ein Ok-Gefühl, die Trainingsläufe waren insgesamt ganz gut. Ich weiß aber auch, wie ein kleiner Fehler hier zum großen Verhängnis werden kann", meinte die Gesamtweltcup-Siegerin.

Rodeln: Rodel-Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) liegt zur Halbzeit der olympischen Rennen in Pyeongchang klar auf Goldkurs. Dank eines makellosen zweiten Laufs hat der 28-Jährige vor den beiden letzten Läufen 0,188 Sekunden Vorsprung auf den überraschend starken Österreicher David Gleirscher. Im zweiten Lauf fuhr Loch in 47,625 Sekunden Bahnrekord und unterbot damit die Bestmarke von Gleirscher aus dem ersten Lauf. Der Athlet aus Stubai hat im Weltcup bislang nie einen Podestplatz erreicht, überzeugte aber bereits mit guten Fahrleistungen im Training. "Wir brauchen auf jeden Fall morgen nochmal zwei richtig gute Läufe, zwei sichere Läufe", sagte Loch. "Wenn das hinhaut, wäre ich schon mal froh." Die Entscheidung fällt in den beiden abschließenden Läufen am Sonntag.

© sz.de/dpa/sid/ebc

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