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Nations League:DFB entgeht dem Abstieg

Europas Fußball-Verband stockt die A-Liga seiner Nations League von zwölf auf 16 Teams auf. Damit behält die deutsche Auswahl ihren Platz in der höchsten Klasse. Bundestrainer Jogi Löw ist überrascht.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bleibt in der Nations League trotz des sportlichen Abstiegs erstklassig. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (Uefa) beschloss am Dienstag in Ljubljana/Slowenien, die A-Liga von zwölf auf 16 Teams aufzustocken. Damit behält die deutsche Auswahl ihren Platz in der höchsten Spielklasse des neuen Wettbewerbs. "Dass wir in der Nations League nun doch nicht abgestiegen sind, kommt für mich persönlich überraschend", sagte Bundestrainer Joachim Löw: "Generell ist es natürlich immer gut, sich mit den stärksten Mannschaften messen zu können."

Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff beklagte, dass es außerhalb der Nations League keinen Platz mehr für Tests gibt: "Mit Blick auf die Entwicklung der Mannschaft sind Spiele gegen die Top-Teams sehr wichtig. Damit haben wir aber keine Möglichkeiten mehr, Freundschaftsspiele wie beispielsweise im Oktober gegen Argentinien zu vereinbaren."

Bei 16 Mannschaften in der A-Liga hat jede sechs Pflichtspiele. Gesetzt waren neben Premierensieger Portugal die Endrunden-Teilnehmer Niederlande, Schweiz und England sowie die Gruppenzweiten Frankreich, Belgien, Italien und Spanien. Durch die Reform bleiben auch Island, Polen und Kroatien in der A-Liga; dazu kommen die Aufsteiger Ukraine, Schweden, Bosnien-Herzegowina und Dänemark.

Für Bundestrainer Löw ist der Klassenverbleib ein sportlicher Gewinn: In der B-Liga hätten schwächere Teams wie Österreich, Norwegen oder Finnland gewartet. Löw hatte den vermeintlichen Abstieg aus der Gruppe mit Weltmeister Frankreich (0:0/1:2) und den Niederlanden (0:3/2:2) als "bitter" bezeichnet, aber betont: "Das ist kein Weltuntergang." Ausgelost wird die zweite Auflage der Nations League am 3. März in Amsterdam, gespielt wird von September bis November 2020. Im Frühjahr 2021 startet schon die WM-Qualifikation für 2022 in Katar.

© SZ vom 25.09.2019 / SID

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