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Nach Tod von Kobe Bryant:NBA verlegt Spiel der Lakers

Fans trauern nahe dem Staples Center, der Spieltstätte der Los Angeles Lakers, um Kobe Bryant.

(Foto: Robyn Beck/AFP)

Die Entscheidung werde aus Respekt vor dem Klub getroffen, teilte die Basketball-Liga mit. Ex-Langläufer Johannes Dürr ist wegen Dopings zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Basketball, NBA: Nach dem Unfalltod von Basketball-Legende Kobe Bryant hat die nordamerikanische Profiliga NBA das für Dienstag angesetzte Meisterschaftsspiel zwischen Bryants früherem Team Los Angeles Lakers und dem Stadtrivalen Los Angeles Clippers abgesagt. Wann die Partie nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

"Diese Entscheidung wurde aus Respekt gegenüber den Los Angeles Lakers getroffen, die Organisation ist in tiefer Trauer über den Verlust ihrer Legende Kobe Bryant, seiner Tochter Gianna und sieben weiterer Menschen bei einem Hubschrauberabsturz am Sonntag", hieß es in der Mitteilung der Liga. Bryant hatte seine gesamte NBA-Karriere von 1996 bis 2016 für die Lakers gespielt, mit der Franchise gewann er fünf Meisterschaften. Bryant wurde 41 Jahre alt.

Doping, Prozess: Der ehemalige Langläufer Johannes Dürr ist am Montag wegen Dopings vom Landgericht Innsbruck zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Dem 32 Jahre alten Österreicher wurde neben dem eigenen Blutdoping auch vorgeworfen, zum Doping anderer Sportler beigetragen zu haben. Letzteres sah das Gericht aber nur teilweise als erwiesen an. Dürr hatte sich zuvor teils schuldig bekannt und vor allem sein eigenes Blutdoping erneut eingestanden. Das Urteil ist rechtskräftig, da beide Seiten auf weitere Rechtsmittel verzichteten.

Dass er auch eine bedeutende Rolle als Vermittler und Helfer des Erfurter Sportmediziners Mark Schmidt gespielt haben soll, bestritt Dürr in zentralen Punkten. Konkret wies er die Vorwürfe von sich, die ehemaligen Langläufer Max Hauke und Dominik Baldauf an Schmidt vermittelt zu haben, was diese behaupten. Das Gericht folgte hier Dürrs Ansicht unter anderem aufgrund der Folgen, die Dürrs Äußerungen in einer ARD-Dokumentation für die beiden Sportler letztlich hatten. Hauke und Baldauf wurden in den vergangenen Wochen ebenfalls zu Bewährungsstrafen wegen Blutdopings verurteilt.

Dürr hatte mit seinen Aussagen in der Doku "Die Gier nach Gold" die Dopingermittlungen ausgelöst, die im Februar 2019 zur "Operation Aderlass" führten. Bei den Razzien in Erfurt und bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld in Tirol wurde unter anderem der Erfurter Arzt Schmidt als Mittelpunkt eines vermuteten Doping-Netzwerks festgenommen. 23 Sportlern wurden bei den Ermittlungen rund um das vermutete Netzwerk Blutdoping nachgewiesen.

© SZ.de/sid/dpa/chge
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