Nach sechs Jahren im Amt Henning Lambertz tritt als Schwimm-Bundestrainer zurück

Überraschend als Schwimm-Bundestrainer zurückgetreten: Henning Lambertz.

(Foto: dpa)

Der 48-Jährige gibt für den Schritt familiäre und auch verbandsinterne Gründe an. Felix Neureuther verpasst bei seinem Slalom-Comeback einen Spitzenplatz. Und Bayern-Profi Serge Gnabry erleidet einen Muskelfaserriss.

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Schwimmen: Henning Lambertz ist völlig überraschend als Schwimm-Bundestrainer zurückgetreten. Der 48-Jährige gab für diesen Schritt am Donnerstag familiäre und auch verbandsinterne Gründe an. Einen Nachfolger für den Wuppertaler, der das Amt vor sechs Jahren übernommen hatte, wird es bis zu den Olympischen Spielen 2020 nicht geben. Lambertz' Aufgaben würden "in einem kompetenten Trainer- und Expertenteam auf mehrere Schultern verteilt", sagte Thomas Kurschilgen, Leistungssportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV).

"Ein fürsorglicher Familienvater und Cheftrainer zu sein, ist kaum möglich. Ich habe zwei kleine Töchter zu Hause, bin aber über die Hälfte des Jahres nicht bei ihnen. So sollte es nicht sein und so möchte ich nicht weitermachen", wird Lambertz in einer DSV-Pressemitteilung zitiert: "Es sind genug Tränen in den letzten geflossen, jetzt müssen Zeiten der Freude und des familiären Glücks deren Platz einnehmen."

Der Rücktritt von Gabi Dörries als Präsidentin des DSV vor zwei Wochen sei der Moment gewesen, "der mich in meiner Entscheidung nochmals bestärkt hat", ergänzte Lambertz: "Sie stand in den vergangenen Jahren immer als Freundin und Mentorin an meiner Seite. Mit ihr zusammen habe ich sehr viele Visionen verfolgt, die ich mir ohne sie nicht weiter vorstellen kann."

Bundesliga, FC Bayern: Bayern München muss im letzten Bundesligaspiel des Jahres am kommenden Samstag bei Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr) auch auf Serge Gnabry verzichten. Der Angreifer erlitt im Spiel am Mittwoch gegen RB Leipzig (1:0) bei einem Sprint einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel. Er musste in der 28. Minute durch den späteren Torschützen Franck Ribery ersetzt werden. Verzichten muss der deutsche Rekordmeister in Frankfurt zudem auf Renato Sanches. Der Portugiese hatte in der Schlussphase gegen Leipzig die Gelb-Rote Karte gesehen (90.+2). Außerdem fehlen den Münchnern Arjen Robben (Oberschenkelprobleme), James (Außenbandteilriss im Knie) und Weltmeister Corentin Tolisso (Kreuzbandriss).

Ski alpin, Weltcup: Felix Neureuther hat bei seinem Slalom-Comeback im Weltcup von Saalbach-Hinterglemm einen möglichen Spitzenplatz nach einem Fahrfehler im Finale verpasst. Nach mehr als einjähriger Verletzungspause und mit großem Trainingsrückstand war der 34-Jährige am Donnerstag im ersten Lauf die viertbeste Zeit gefahren, fiel dann aber noch auf Rang 27 zurück. Neureuther hatte seit November 2017 wegen eines Kreuzbandrisses und zuletzt eines Daumenbruchs keinen Weltcup-Slalom bestritten. Bester Deutscher Skirennfahrer in Österreich war am Donnerstag überraschend David Ketterer auf Platz 18. Besser war er nie. Dominik Stehle war ebenfalls schneller als Neureuther und kam auf Platz 25. Der Sieg ging an Marcel Hirscher aus Österreich, der damit zum 63. Mal in seiner Karriere gewann und nun alleine auf Rang drei der ewigen Bestenliste steht. Zweiter wurde Loic Meillard aus der Schweiz vor Henrik Kristoffersen aus Norwegen.

Eishockey-Nationalmannschaft: Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat Toni Söderholm als neuen Eishockey-Bundestrainer offiziell vorgestellt. "Er ist prädestiniert für Weltmeisterschaften, für internationales Eishockey", sagte DEB-Präsident Franz Reindl am Donnerstag. Der 40 Jahre alte Finne erhält als Nachfolger von Marco Sturm einen Vertrag bis 2022 und übernimmt die DEB-Auswahl zum 1. Januar.

Söderholm stand zuletzt noch beim EHC Red Bull Münchnern unter Vertrag, war aber an den Kooperationspartner SC Riessersee in der Oberliga abgestellt. Vorgänger Sturm hatte mit dem Nationalteam bei Olympia in Pyeongchang sensationell Silber gewonnen und war im November in die NHL gewechselt. Neuer U20-Nationaltrainer wird Sturms bisheriger Assistent bei der A-Auswahl, Tobias Abstreiter. Der 48 Jahre alte aktuelle Co-Trainer der Düsseldorfer EG wechselt dafür zum 1. Mai zum DEB. Der bisherige U20-Coach Christian Künast wird neuen Frauen-Bundestrainer.

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