Nach der Visum-Affäre:Das nächste Problem für Djokovic

Lesezeit: 1 min

Nach der Visum-Affäre: Wieder in Belgrad: Novak Djokovic landete am Montag in seiner Heimat.

Wieder in Belgrad: Novak Djokovic landete am Montag in seiner Heimat.

(Foto: Darko Bandic/AP)

Frankreich beschließt nun ebenfalls: Nur geimpfte Sportler dürfen an Wettkämpfen teilnehmen. Damit gerät der nicht vakzinierte Weltranglisten-Erste im Tennis gleich wieder unter Druck - Ende Mai starten die French Open.

Von Gerald Kleffmann, Melbourne/München

Das kennt Novak Djokovic ja: Man steigt ins Flugzeug, und wenn man ankommt, gibt es eine ganz neue Faktenlage. So kam es ihm bei der Anreise nach Melbourne zumindest vor. Bekanntlich dachte er, er habe ein gültiges Visum, um bei den Australian Open zu spielen. Letztendlich wurde es per Bundesgerichtsbestätigung kassiert. So flog der Weltranglisten-Erste notgedrungen zurück, über Dubai nach Belgrad, und als er am Montag ausstieg, lief bereits über die Newsticker: Frankreich verfügte, dass In- und Ausländer, die an Sportveranstaltungen teilnehmen, geimpft sein müssen. Das gab die französische Sportministerin Roxana Maracineanu bekannt. Auch Djokovic' Planung wäre von dem künftig geltenden Beschluss betroffen. Die French Open, das zweite Grand-Slam-Turnier der Saison, finden vom 22. Mai bis 5. Juni statt. Der Start von Djokovic, der derzeit als genesen gilt nach seiner Infektion am 16. Dezember, wäre demnach gefährdet.

Ob sich der 34-jährige Serbe bis dahin das Corona-Vakzin verabreichen lässt, bleibt vorerst fraglich, seine Familie ließ verlauten, er werde sich generell zeitnah nicht äußern. In seiner Geburtsstadt wurde er herzlich empfangen. Auf einem Bürogebäude stand eine riesige Willkommensbotschaft mit der Aufschrift "Nole, du bist der Stolz Serbiens". Sein ursprünglich ausgeloster Gegner in der ersten Runden in Melbourne, Landsmann Miomir Kecmanovic, widmete dem 20-maligen Grand-Slam-Sieger seinen Sieg. Am Montagabend (Ortszeit) gewann der 22-Jährige mit 6:4, 6:2, 6:1 gegen den italienischen Lucky Loser Salvatore Caruso. Die Sportbekleidungsfirma Lacoste, die Djokovic ausstattet, gab derweil bekannt, mit dem Sportler sich über die jüngsten Begebenheiten austauschen zu wollen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB