Nach Coming-out des Ex-Fußballers DFB umwirbt Hitzlsperger

Der DFB würde Thomas Hitzlsperger gerne einbinden im Kampf gegen Homophobie.

Wolfgang Niersbach will mit Thomas Hitzlsperger über ein Engagement im Kampf gegen Homophobie im Fußball sprechen. Karl-Heinz Rummenigge sorgt sich um den verletzten Bastian Schweinsteiger. Dirk Nowitzki führt Dallas zum Sieg, die Brose Baskets bleiben in der BBL am FC Bayern dran.

Thomas Hitzlsperger, DFB: Wolfgang Niersbach will mit Thomas Hitzlsperger nach dessen Coming-out über ein Engagement im Kampf gegen Homophobie im Fußball sprechen. "Er hat angekündigt, zum Länderspiel am 5. März in Stuttgart gegen Chile zu kommen. Wir werden uns unterhalten und sehen, ob und wie wir ihn einbinden", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei Sky90. Der ehemalige Nationalspieler Hitzlsperger hatte Anfang Januar öffentlich gemacht, dass er homosexuell ist.

Bastian Schweinsteiger, Verletzung: Karl-Heinz Rummenigge sorgt sich um die WM-Perspektiven des dauerverletzten Bastian Schweinsteiger. "Er ist wie auch Philipp Lahm in der Spieler-Generation, die alle um die 30 Jahre alt sind. Für sie ist es vielleicht die letzte Chance auf den WM-Titel", sagte Rummenigge Sport Bild plus. Der Mittelfeldprofi fehlt wegen Sprunggelenks- und Knieproblemen seit Anfang November und verpasste auch den Bundesliga-Rückrundenstart. "Wir brauchen in den nächsten Wochen Bastian Schweinsteiger, um unsere Ziele zu erreichen. Es wäre schön, wenn die Probleme bald gelöst würden", urteilte Rummenigge und richtete den Blick schon auf die Weltmeisterschaft in Brasilien, dem Saisonhöhepunkt für jeden Nationalspieler. "Was Bastian selbst betrifft, wäre es für ihn auch hinsichtlich der WM wichtig, dass er nun bald wieder spielen kann." Schweinsteiger selbst berichtete zuletzt, dass seine Genesung Fortschritte mache. "Nach den letzten Tagen fühlt es sich wieder besser an und ich hoffe, dass ich bald wieder mit der Mannschaft trainieren kann", sagte er dem Internetportal spox.com.

Basketball, NBA: Nach zwei Auswärts-Niederlagen haben die Dallas Mavericks mit einem Dirk Nowitzki in Top-Form in der NBA wieder einen Heimsieg erkämpft. Die Texaner gewannen am Sonntag (Ortszeit) gegen die Detroit Pistons mit 116:106. Der deutsche Basketball-Superstar war vor 19 662 Zuschauern mit 28 Punkten einmal mehr der überragende Mann auf dem Parkett, dazu kamen 9 Rebounds und 4 Assists für Nowitzki. Bester Akteur im Gästeteam aus Detroit, das zum vierten Mal hintereinander verlor, war Brandon Jennings mit 26 Zählern. Nach dem 26. Saisonsieg sind die Dallas Mavericks in der Western Conference der nordamerikanischen Profiliga Achter.

Basketball, BBL: Die Brose Baskets Bamberg bleiben in der Basketball Bundesliga Spitzenreiter FC Bayern München auf den Fersen. Der Titelverteidiger und Tabellen-Zweite kam am 18. Spieltag zu einem hart erkämpften 69:68-Sieg bei medi Bayreuth. Erfolgreichster Korbjäger im oberfränkischen Derby am Sonntagabend waren Brian Qvale mit 23 Punkten für Bayreuth und Casey Jacobsen mit 16 Zählern für Bamberg. Der Tabellen-16. ließ sich nie abschütteln. Fünf Sekunden vor Schluss lagen die Bayreuther nur einen Punkt zurück, konnten ihren letzten Angriff aber nicht nutzen: Weder Qvale noch Ronald Burrell trafen.

Eishockey, NHL: Der tschechische Eishockey-Star Jaromir Jagr hat am Sonntagabend in der "ewigen" Assists-Liste der nordamerikanischen Profiliga NHL Legende Mario Lemieux überholt und liegt nun auf dem zehnten Platz. Im Spiel seiner New Jersey Devils gegen die New York Rangers verbuchte der Olympiasieger von 1998 beim Treffer von Patrik Elias seine 1034. Vorlage. Später steuerte er noch einen weiteren Assist bei. Grund zum Jubeln hatte der 41-Jährige, der in der "ewigen" Torjägerliste mittlerweile auf Platz sieben geführt wird, aber nicht. Seine Devils unterlagen im Rahmen der neu eingeführten "Stadium Series" im Stadion von Baseball-Rekordchampion New York Yankees den Rangers mit 3:7.

Ski alpin, Stephan Keppler: Ski-Rennläufer Stephan Keppler setzt seine Karriere nun doch mindestens bis zum Saisonende fort. Der 30-Jährige, der ursprünglich bereits nach den Weltcup-Rennen in Kitzbühel nicht mehr antreten wollte, sagte den Stuttgarter Nachrichten am Sonntag: "Es hat in Kitzbühel so viel Spaß gemacht, jetzt fahre ich die Saison noch zu Ende." Anscheinend erwägt der Schwabe aus Ebing sogar einen Rücktritt vom Rücktritt: "Wenn es gut läuft überlege ich es mir vielleicht noch einmal." In Kitzbühel belegte Keppler in der Abfahrt Rang 15 sowie im Super-G den 25. Platz. Wegen anhaltend schwacher Leistungen, auch aufgrund von Verletzungen, verweigerte ihm der Deutsche Skiverband (DSV) seit Saisonbeginn die Förderung. Keppler bereitete sich mit dem Ziel Olympia vor Augen auf eigene Rechnung vor, verpasste jedoch die Qualifikation für die Winterspiele in Sotschi (7. bis 23. Februar) klar. Sein bestes Ergebnis in dieser Saison war vor den Rennen in Kitzbühel Rang 29 bei der Weltcup-Abfahrt im italienischen Bormio Ende Dezember. Keppler will sich nach der Ski-Karriere einem BWL-Studium mit Schwerpunkt Finanzwirtschaft widmen.

Ski alpin, Kitzbühel: Abfahrts-Olympiasieger Didier Defago hat sich kurz vor den Winterspielen von Sotschi zurückgemeldet. Der mit 36 Jahren älteste Athlet im Weltcup holte beim Super-G in Kitzbühel seinen ersten Sieg seit über zwei Jahren. Defago war fünf Hundertstelsekunden schneller als der Amerikaner Bode Miller, der am Samstag in der Abfahrt knapp den Sieg verpasst hatte. Den dritten Rang teilten sich der Norweger Aksel Lund Svindal und Max Franz aus Österreich. Josef Ferstl aus Hammer verpasste die Top 30. Die Strecke wurde wegen Schneefalls und böiger Winde im oberen Abschnitt verkürzt, der Start erfolgte am Seidlalm-Sprung. Wie bereits in der Abfahrt musste überdies die Hausbergkante über den Ganslernhang umfahren werden. Dass der gute Gleiter Defago seinen zweiten Sieg im Super-G nach der Premiere im Dezember 2002 in Gröden schaffte, war deshalb eine große Überraschung.

Handball, EM: Spanien hat bei der Handball-EM der Männer in Dänemark die Bronzemedaille gewonnen. Der aktuelle Weltmeister bezwang am Sonntag im Spiel um den dritten Platz den WM-Dritten Kroatien 29:28 (16:13). Vor 14 000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Herning war Joan Canellas mit acht Treffern bester Werfer der Spanier. Zugleich wurde der Rückraumspieler des HSV Hamburg mit 50 Treffern Torschützenkönig der EM. Für Kroatien traf der Hamburger Domagoj Duvnjak ebenfalls achtmal.

Nordische Kombination, Oberstdorf: Weltmeister Eric Frenzel hat am Sonntag den Weltcup der nordischen Kombinierer in Oberstdorf gewonnen. Der Oberwiesenthaler kam nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Lauf in 27:32,2 Minuten zu seinem siebten Saisonsieg und baute seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Er verwies den Norweger Jan Schmid mit 0,5 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Dritter wurde der Japaner Akito Watabe mit 4,6 Sekunden Rückstand. Die deutschen Olympia-Starter Johannes Rydzek, Björn Kircheisen und Tino Edelmann belegten die Plätze sechs bis acht, Fabian Rießle wurde Zwölfter.

DFL, Eintrittskarten: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will nach einem Bericht des Handelsblatts einen zentralen Zweitmarkt für Tickets aufbauen, um gegen den Schwarzmarkt vorzugehen. "Wir haben eine Umfrage unter den 36 Profiklubs gestartet. Demnach sieht die Mehrheit die Notwendigkeit, über eine zentrale Zweitmarktlösung nachzudenken", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig der Zeitung. "Wenn es eine überzeugende zentrale Ticketbörse gäbe, wäre dies ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Schwarzmarkts." Ende des Monats tritt nach Informationen des Handelsblatts erstmals eine Projektgruppe zusammen, um übergreifende Spielregeln für den Weiterverkauf auf dem sogenannten Zweitmarkt zu erarbeiten. Bis zum Sommer sollen dem Ligavorstand gemeinsame Regeln zur Entscheidung vorgelegt werden, sagte Rettig. Es gehe darum, gewerbliche Trittbrettfahrer davon abzuhalten, die Preisstruktur in der Bundesliga auszuhebeln. Für Diskussionen hatte zuletzt auch die umstrittene Internet-Ticketbörse Viagogo gesorgt, mit der einige Klubs zusammenarbeiten.

Handball, WM-Qualifikation: Die deutschen Handballer müssen gegen Polen um die Teilnahme bei der WM 2015 spielen. Das ergab die Auslosung am Sonntag am Rande der EM im dänischen Herning. Gegen den vom deutschen Trainer Michael Biegler betreuten Gastgeber der EM 2016 hat die deutsche Mannschaft im Rückspiel Heimrecht. Die Partie soll am 14./15. Juni in Magdeburg stattfinden. Das Playoff-Hinspiel in Polen ist für den 7./8. Juni geplant. Bereits qualifiziert für die WM vom 17. Januar bis 1. Februar sind Gastgeber Katar, Titelverteidiger Spanien sowie die EM-Halbfinalisten Dänemark, Frankreich und Kroatien.