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Motorsport:Renault kehrt in die Formel 1 zurück

Alonso Weltmeister 2006

Erfolgreiche Zeiten: Als Fernando Alonso 2006 mit Renault Weltmeister wurde.

(Foto: dpa)

Renault übernimmt den angeschlagenen Formel-1-Rennstall Lotus. Kerem Derembay soll nach seiner Schiedsrichterin-Beleidigung hart bestraft werden. Das WM-Finale 2018 wird um 17 Uhr angepfiffen.

Motorsport, Formel 1: Renault übernimmt den finanziell angeschlagenen Formel-1-Rennstall Lotus und kehrt zur kommenden Saison als Werksteam in die Königsklasse des Motorsports zurück. Nach monatelangen Verhandlungen gab der französische Autobauer am Donnerstagabend die Übernahme bekannt. "Unser Ziel ist es zu gewinnen - selbst wenn es einige Zeit dauern wird", erklärte Renault-Vorstandschef Carlos Ghosn. Renault hatte sich Ende 2011 als Konstrukteur aus der Formel 1 zurückgezogen, war seitdem aber weiter als Motorenlieferant aktiv gewesen. Mit Red Bull und Sebastian Vettel holten die Franzosen von 2010 bis 2013 viermal in Serie die Fahrer- und Konstrukteurs-WM. Aus Frust über die schwächelnden Renault-Motoren hatte sich Red Bull aber von den Franzosen abgewendet. Lotus plagten schon lange finanzielle Probleme. Die abgelaufene Saison schloss das Team in der Konstrukteurswertung auf Platz sechs ab.

2. Liga, Fortuna Düsseldorf: Kerem Demirbay vom Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf soll für seinen frauenfeindlichen Spruch gegen Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hart bestraft werden. "Wir haben die Nachricht bekommen, dass er für fünf weitere Spiele gesperrt werden soll, zwei davon auf Bewährung", sagte Sportdirektor Rachid Azzouzi am Freitag während der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig (Montag, 20.15 Uhr/Sky und Sport1). Ein Spiel Sperre erwartet Demirbay durch die Gelb-Rote Karte automatisch. Nach seinem Platzverweis im Spiel beim FSV Frankfurt (2:1) hatte Demirbay zu Steinhaus sinngemäß gesagt, Frauen hätten im Männerfußball nichts zu suchen. Der Verein erwägt, den Mittelfeldspieler als Wiedergutmachung ein Mädchen-Fußballspiel pfeifen zu lassen. Der DFB-Kontrollausschuss hat ermittelt, das Strafmaß aber noch nicht offiziell bekannt gegeben.

Bundesliga, BVB: Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund muss sein Auswärtsspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) beim VfL Wolfsburg ohne die erkrankten Mats Hummels, Sokratis und Julian Weigl bestreiten. "Sie leiden an einem Magen-Darm-Virus und werden die Reise nach Wolfsburg nicht antreten", sagte Trainer Thomas Tuchel anlässlich der Pressekonferenz am Freitag. Er vertraue jedem Spieler, der in Wolfsburg auflaufen werde. "Wir werden dennoch bereit sein. Es ist ein besonderes Spiel gegen einen Champions-League-Teilnehmer und Pokalsieger mit einer langen Heimserie. Das ist Anreiz genug für eine Top-Leistung", so Tuchel.

Fußball, WM 2018: Die deutschen Fußballfans können den Weltmeister 2018 noch bei Tageslicht feiern. Das Finale der WM in Russland findet am 15. Juli um 17.00 Uhr deutscher Zeit statt (18.00 Uhr Moskauer Ortszeit). Das gab der Weltverband FIFA bekannt. Auch das Eröffnungsspiel in Moskau am 14. Juni ist um 17.00 Uhr MESZ angesetzt. Die ersten Gruppenspiele finden um 14.00, 17.00, und 20.00 Uhr statt, Achtel- und Viertelfinals beginnen um 16.00 und 20.00 Uhr MESZ, beide Halbfinals ebenfalls um 20.00 Uhr deutscher Zeit. So früh begann ein WM-Finale zuletzt 2002, als die deutschen Fußballfans die 0:2-Finalniederlage gegen Brasilien wegen der Zeitverschiebung zu Japan zur Mittagszeit verfolgten. 2006 in Deutschland, 2010 in Südafrika und zuletzt 2014 in Brasilien fanden die Finalspiele nach 20.00 Uhr deutscher Zeit statt.

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Schön, schöner, Messi?

Fußball, Javier Mascherano: Der argentinische Fußball-Nationalspieler Javier Mascherano von Champions-League-Sieger FC Barcelona ist wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Der 31-Jährige muss nicht nur 816.000 Euro Geldstrafe zahlen, sondern wurde auch zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Der Argentinier hat die Strafe akzeptiert. Mascherano hatte im Oktober anlässlich einer Anhörung vor einem Gericht in seinem Wohnort Gavà in der Provinz Barcelona zugegeben, Einnahmen in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus dem Verkauf von Bildrechten in den Jahren 2011 und 2012 nicht versteuert zu haben. Angeblich soll jene Summe über Miami und die portugiesische Urlaubsinsel Madeira an den spanischen Steuerbehörden vorbei geleitet worden sein.

Olympische Spiele: Das Organisationskomittee der Olympischen Spiele in Rio 2016 muss die Ausgaben kürzen, weswegen die Athleten für die Kosten der Klimaanlage in ihren Schlafzimmern selbst aufkommen sollen. Ansonsten gäbe es eben keine. Das gab Mario Andrada, der Sprecher des Organisationskomittees am Donnerstag bekannt. Laut Andrada sei die Klimaanalge in manchen Bereichen zwar "absolut notwendig", nicht aber in den Schlafzimmern. In Rio herrsche während der Olympischen Spiele sowieso Winter, die durchschnittliche Tagestemperatur liege bei 25 Grad. Allerdings kann es in Rio im August auch schon mal über 35 Grad heiß werden.

Die Klimaanlage ist nicht der einzige Bereich, in dem das Organisationskomittee Kürzungen vornimmt. Für VIPs wurde das Gourmet-Essen,sowie die Fahrdienste mit teuren Autos gestrichen. Zusätzlich werden nur 4500 statt den geplanten 5000 Festanstellungen für die 17 Tage andauernden Spiele ausgeschrieben. "Das Ziel ist es, die Spiele ohne Steuergelder zu finanzieren", begründet Andrada die Budgetkürzungen. Die einzigen Finanzquellen für die Spiele sind der Ticketverkauf, Sponsorengelder und die Finanzhilfen vom IOC. Finanzielle Unterstützung vom Staat ist indes nicht zu erwarten. Brasilien leidet derzeit unter einer schweren Wirtschaftskrise. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und die brasilianische Währung hat alleine im vergangenem Jahr ein Drittel des Werts gegenüber dem Dollar verloren.

Schwimmen, Kurzbahn-EM: Weltmeister Marco Koch und Weltrekordler Paul Biedermann haben bei der Kurzbahn-Europameisterschaft in Israel die ersten beiden deutschen Goldmedaillen geholt. Brustschwimmer Koch blieb am Donnerstag über 200 Meter in deutscher Rekordzeit von 2:00,53 Minuten nur fünf Hundertstelsekunden über dem Weltrekord. "Fünf Hundertsel, das ist echt ein bisschen ärgerlich", sagte Koch. Silber ging mit einem Rückstand von 1,46 Sekunden an Ungarns Weltrekordinhaber Daniel Gyurta. Für Koch, der seinen eigenen deutschen Rekord von 2:01,28 Minuten verbesserte, war es der zweite EM-Titel auf einer 25-Meter-Bahn nach 2010. Christian vom Lehn schlug im Finale als Sechster in 2:05,32 an.

Biedermann gewann zum siebten und letzten Mal einen EM-Titel auf der Kurzbahn. Einen Tag nach Silber über 400 Meter Freistil schlug der 29-Jährige in Netanya über 200 Meter als Erster an. In guten 1:42,68 Minuten lag Biedermann vor dem Belgier Pieter Timmers. Dessen Landsmann Glenn Surgeloose und der Russe Wjatscheslaw Andrusenko wurden zeitgleich Dritte. Philip Heintz schlug auf Platz sieben an. "Es war ein tolles Rennen und ich freue mich. Es war zugleich mein letztes Rennen auf der Kurzbahn in meiner Karriere, einfach schön", sagte Biedermann. Er hatte mit zwei Siegen zuletzt 2011 in Stettin Gold bei einer Kurzbahn-EM gewonnen. Olympia in Rio soll der krönende Abschluss der Schwimmkarriere werden.