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Motorsport:Arsenal verliert ohne Podolski

Fußball in England: Ohne den erkrankten Lukas Podolski hat der FC Arsenal eine Pleite im Londoner Krisen-Gipfel beim FC Chelsea erlebt. Das Team von Coach Arsène Wenger verlor an der verschneiten Stamford Bridge am Sonntag mit 1:2 (0:2) und erwies sich als Aufbaugegner für das zuletzt so heimschwache Chelsea. Dem Champions-League-Sieger genügte am 23. Spieltag eine sehr starke erste Halbzeit, in der Juan Mata (6. Minute) und Frank Lampard (16.) mit seinem 195. Tor für die Blues erfolgreich waren. Mittelfeld-Dauerbrenner Lampard verwandelte einen von Arsenal-Keeper Wojciech Szczesny verursachten Foulelfmeter.

Arsenals Aufbäumen in der zweiten Halbzeit kam zu spät - die Gunners kamen nur zum Anschluss durch ihren Topscorer Theo Walcott (58.). Podolski stand wegen Krankheit nicht im Kader, Per Mertesacker dagegen in der Startelf und spielte durch. Den Nachweis, ein englisches Spitzenteam zu sein, blieben die Gunners wieder über weite Strecken schuldig - wie schon zuletzt bei der Liga-Heimpleite gegen Manchester City (0:2). Arsenal bleibt mit 34 Punkten (und einem ausstehenden Nachholspiel) enttäuschender Sechster. Die Blues, bei denen der glücklose Fernando Torres gegen Demba Ba ausgewechselt wurde (80.) und Marko Marin einen Mini-Einsatz bekam (88.), sind weiter Dritter mit 45 Zählern - sechs Punkte hinter Manchester City. An der Spitze schmolz der Vorsprung von ManUnited (56), dessen Führung gegen Tottenham von Robin Van Persie (25.) durch US-Stürmer Clint Dempsey (90.+2) egalisiert wurde, auf fünf Zähler vor City.

Fußball, Afrika Cup: Zwei Tage nach Ende ihres Streiks wegen ausbleibender Bonuszahlungen haben die Fußballer der Demokratischen Republik Kongo dem Favoriten Ghana zum Auftakt des Afrika-Cups ein Unentschieden abgetrotzt. Beim 2:2 (0:1) in Port Elizabeth holte der Außenseiter um den Freiburger Cedric Makiadi sogar einen 0:2-Rückstand auf. Das 2:2 erzielte der frühere Wolfsburger Dieumerci Mbokani mit einem Strafstoß nach einem Foul an ihm selbst. Beim WM-Viertelfinalisten Ghana stand der Ex-Kölner Derek Boateng in der Startelf und musste nach 72 Minuten für den ehemaligen Schalker Anthony Annan weichen. Der frühere Hoffenheimer Isaac Vorsah saß 90 Minuten auf der Bank. Ghana schien nach Toren der Italien-Legionäre Emmanuel Aygemang (Udinese Calcio/40.) und Kwadwo Asamoah (Juventus Turin/49.) schon klar auf der Siegerstraße. Der noch in der Heimat spielende Tresor Mputu verkürzte (53.), dann traf Mbokani. Im zweiten Spiel der Gruppe B traf Mali auf Niger.

Handball, WM: Frankreich und Europameister Dänemark haben bei der Handball-WM das Viertelfinale erreicht. Während die Dänen Afrikameister Tunesien mit 30:23 (16:11) abfertigten, mussten die Franzosen beim 30:28 (16:15) gegen Island bis kurz vor dem Ende zittern. Erst in der Schlussminute konnte sich der Olympiasieger entscheidend absetzen. Bester Torschütze der Franzosen war vor rund 10.000 Zuschauern in Barcelona Rückraumspieler Samuel Honrubia mit sieben Treffern. Dänemark hatte mit Tunesien weitaus weniger Mühe. Nach einer verschlafenen Anfangsphase und einem frühen 1:4-Rückstand bekam die Mannschaft um Superstar Mikkel Hansen die Partie schnell in den Griff und konnte vor rund 9000 Zuschauern in Saragossa am Ende sogar Kräfte sparen. Bester Werfer der Dänen war Rückraumspieler Nikolaj Markussen mit sechs Toren. In der Runde der letzten Acht treffen die Skandinavier am Mittwoch in Barcelona auf Ungarn oder Polen, die am Montag gegeneinander antreten. Die Franzosen bekommen es am Mittwoch in Saragossa mit dem Sieger der ebenfalls am Montag stattfindenden Partie zwischen Kroatien und Weißrussland zu tun. Auch Russland steht bei der WM im Viertelfinale. Der dreimalige Weltmeister zitterte sich gegen Außenseiter Brasilien im Achtelfinale in Saragossa zu einem glücklichen 27:26 (14:14)-Erfolg. Gegner in der Runde der letzten Acht ist Slowenien oder Ägypten. Für Russland ist es der größte internationale Erfolg seit dem sechsten Platz bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Der Favorit tat sich gegen den Zweiten der Panamerikameisterschaft bis in die Schlussphase schwer und bekam das Spiel nie richtig in den Griff.