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Leichtathletik:Nächster Rekord für Klosterhalfen

17th IAAF World Athletics Championships Doha 2019 - Day Nine

Wieder schnell unterwegs: Konstanze Klosterhalfen (Archivbild).

(Foto: Getty Images for IAAF)

Die Deutsche verbessert den Hallen-Europarekord über 5000 Meter. Die UAE Tour der Radprofis wird nach zwei Coronavirus-Fällen abgebrochen.

Leichtathletik, Klosterhalfen: Konstanze Klosterhalfen ist in Boston einen Hallen-Europarekord über 5000 Meter gelaufen. Die WM-Dritte über 5000 Meter setzte sich bei der Leichtathletik-Veranstaltung am Donnerstag in 14:30,79 Minuten durch. Die 23-Jährige verbesserte den alten Europarekord der Rumänin Gabriela Szabo (14:47,35 Minuten) aus dem Jahr 1999 deutlich. Beim Last-Chance Invitational-Meeting in Boston gewann Klosterhalfen das 5000-Meter-Rennen klar vor den die beiden US-Läuferinnen Vanessa Fraser (14:48,51 Minuten) und Emily Infield (14:51,91 Minuten). Die Strecke wird selten in der Halle gelaufen, weltweit waren bislang nur drei Athletinnen jemals schneller.

Indes ist die ukrainische Mittelstreckenläuferin Natalja Krol, unter ihrem früheren Namen Pryschtschepa Europameisterin von 2016 und 2018 über 800 Meter, wegen eines positiven Dopingtests vorläufig gesperrt worden. Wie die unabhängige Athletics Integrity Unit (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes mitteilte, sei bei Krol eine verbotene Substanz nachgewiesen worden. Sollte auch die B-Probe bei Krol positiv ausfallen, droht der 25-Jährigen eine zweijährige Sperre und damit das Aus für die Olympischen Spiele in Tokio.

Radsport, UAE Tour: Zwei positive Test auf das neuartige Cornavirus haben zur Absage der UAE Tour der Radprofis in den Vereinigten Arabischen Emiraten geführt. Das teilte der Veranstalter in der Nacht zwei Etappen vor dem Ende zum Freitag mit. Demnach sollen zwei italienische Mitglieder eines Teams das Virus in sich tragen. "Die Entscheidung wurde getroffen, um den Schutz alle am Rennen Beteiligter zu gewährleisten", heißt es in der Mitteilung. Zuvor hatten bereits mehrere Teams und Fahrer in den sozialen Medien über eine Absage berichtet. Alle an der Rundfahrt beteiligen Personen müssen sich einem Sars-CoV-2-Test unterziehen und dürfen bis dahin das Hotel nicht verlassen. "Ich hoffe, dass sich die Betroffenen schnell erholen und es keine weiteren Fälle gibt", twitterte der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome, der bei dem Rennen auf der arabischen Halbinsel sein Saisondebüt gegeben hatte.

Bei dem Rennen am Persischen Golf hatte der deutsche Sprinter Pascal Ackermann die erste Etappe gewonnen. Sein Landsmann und Bora-hansgrohe-Teamkollege Emanuel Buchmann hatte das Rennen nach der dritten Etappe nach einem Sturz vorzeitig beendet. Gesamtführender war nach der fünften Etappe der Brite Adam Yates.

Basketball, Euroleague: Die Basketballer des FC Bayern München können in der Euroleague außerhalb Deutschlands doch noch gewinnen. Bei Zenit St. Petersburg behielt der deutsche Meister am Donnerstagabend mit 77:68 (40:36) die Oberhand und zog in der Tabelle am russischen Konkurrenten vorbei auf den vorletzten Platz. Damit bewahren sich die Münchner, die in der Königsklasse auswärts bisher nur bei Alba Berlin gewonnen hatten, ihre Minimalchance auf die Playoffs. Bester Werfer der Partie war Greg Monroe mit 26 Punkten. "Wir haben in der Defensive einen guten Job erledigt und gut zusammengespielt", sagte der Center bei MagentaSport.

Bahnrad, WM: Der deutsche Bahnrad-Vierer der Frauen hat bei der Heim-WM in Berlin seinen Aufwärtstrend mit der Bronzemedaille bestätigt. Das Quartett aus Franziska Brauße (Öschelbronn), Lisa Brennauer (Durach), Lisa Klein (Saarbrücken) und Gudrun Stock (München) gewann am Donnerstagabend in 4:12,964 das Rennen um Rang drei gegen Kanada (4:20,404) und bescherte dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) die zweite Medaille. Gold sicherte sich das Team der USA (4:11,235) vor Großbritannien (4:13,129). Es war der erst zweite WM-Podestplatz für einen deutschen Frauen-Vierer. Zuletzt hatte eine deutsche Mannschaft 2008 Bronze geholt, als die traditionsreiche Disziplin bei den Frauen mit drei Starterinnen pro Team ins WM-Programm aufgenommen wurde.

Für den Bronzelauf hatte sich das deutsche Team mit der Bestzeit und deutschem Rekord (4:11,039 Minuten) in der ersten Runde qualifiziert. Die Chance auf Gold hatte das Quartett in der Qualifikation am Mittwoch verspielt. Der Vierer der Männer verpasste die Medaillenläufe auf Platz sieben. Gold ging an Dänemark, das den eigenen am Mittwoch aufgestellten Weltrekord nochmals deutlich auf 3:44,672 Minuten verbesserte.

© Sz.de/sid/dpa/chge
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