Leichtathletik:Anti-Doping-Agentur zeigt Läuferin Benfares an

Der unter Dopingverdacht stehenden Leichtathletin Sara Benfares, 22, drohen neben einer Wettkampfsperre auch strafrechtliche Konsequenzen. Die Nationale Anti Doping Agentur (Nada) hat bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken Strafanzeige gegen die Mittelstreckenläuferin auf Grundlage des Anti-Doping-Gesetzes erstattet. Dies geschah noch bevor die Agentur ihr sportrechtliches Verfahren gegen Benfares eröffnete, wie Nada-Vorstandsvorsitzender Lars Mortsiefer dem Saarländische Rundfunk am Mittwoch sagte. Der WM-Teilnehmerin von 2022 waren bei einer Dopingkontrolle in einer Probe die im Sport verbotenen Präparate Epo und Testosteron nachgewiesen worden.

Benfares, die für den LC Rehlingen läuft, ist seit 2022 für Deutschland startberechtigt, zuvor war sie dies für Frankreich. Bei der WM 2022 in Eugene schied die frühere deutsche U23-Meisterin im Vorlauf über 5000 Meter aus. Die Nada und der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hatten Benfares nach Bekanntwerden der positiven Probe suspendiert. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht ihr als Ersttäterin eine Vierjahressperre. Bei einem Verstoß gegen das Anti-Doping-Gesetz könnte Benfares mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren belegt werden.

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