Danny Simpson

2014 musste der Sportskamerad Kevin Großkreutz lernen, dass es nicht unbedingt das beste Rezept gegen nächtlichen Heißhunger ist, seinen frisch erworbenen Döner im Streit ins Gesicht des Gegenübers zu schleudern. Schon ein Jahr zuvor musste Danny Simpson lernen, dass es noch viel weniger Sinn macht, schon in der Warteschlange vor dem Dönerstand Streit anzufangen. Der englische Fußballprofi, damals bei Newcastle United unter Vertrag, wurde bewusstlos und mit blutendem Gesicht in den Straßen Manchesters aufgefunden.

Später wurde Simpson, mittlerweile 29 und bei Leicester City unter Vertrag, dabei erwischt, wie er die Mutter seiner Tochter im Streit würgte. Vor Gericht gab er später zu, das Paar sei über ein paar Schuhe in Streit geraten. "Ich war nicht der Meinung, dass sie die Schuhe verdiente", gab Simpson zu Protokoll. Das Gericht verurteilte ihn zu 300 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Zu seinem ersten Tag in der Behindertenwerkstatt kam er im Lamborghini angefahren. Mittlerweile hat Simpson seine Strafe abgearbeitet. "Die Arbeit hat mich reifer gemacht und mir die Augen geöffnet. Ich war in einer Fußballerblase gefangen", sagt Simpson jetzt. Auf dem Platz waren die Leistungen des Rechtsverteidigers ohnehin stets tadellos.

(cat)

Bild: imago/Sportimage 3. Mai 2016, 09:312016-05-03 09:31:26 © Sz.de/schm