Hockey-WM:Gehemmt beim Torschuss

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Hockey-WM: Wer so selten trifft, jubelt umso mehr, wenn es passiert: Lena Micheel feiert mit Pia Maertens und Nike Lorenz (v.l.) ihren Siegtreffer gegen Neuseeland.

Wer so selten trifft, jubelt umso mehr, wenn es passiert: Lena Micheel feiert mit Pia Maertens und Nike Lorenz (v.l.) ihren Siegtreffer gegen Neuseeland.

(Foto: Frank Uijlenbroek/dpa)

Die deutschen Hockeyfrauen stehen im WM-Halbfinale. Gegen die nächsten Teams brauchen sie aber dringend eine bessere Trefferquote.

Von Volker Kreisl, Amstelveen

Besser könnte es nicht laufen. Die deutschen Hockeyspielerinnen haben mit dem dritten Sieg in der K.-o.-Runde der WM das Halbfinale erreicht. Statt nach Hause reisen sie nach dem 1:0 gegen Neuseeland aus dem Tableau-Spielort Amstelveen/Niederlande in den Final-Ort Terrassa/Spanien und haben Chancen auf eine Medaille. Dafür hatten sie nicht nur abermals einen gleichstarken Gegner bezwungen, sondern ein nominell überlegenes Team. Diesmal sogar ohne Glück im Spiel, sondern wegen der besseren Leistung. Zu Recht könnte die Mannschaft von Bundestrainer Valentin Altenburg also voll zufrieden sein, was aber nicht so einfach ist. Denn Altenburgs Spielerinnen müssen sich steigern, in einer zentralen Disziplin: Sie müssen (mehr) Tore schießen.

Wieder lassen die Deutschen zahlreiche Strafecken ungenutzt

Dieses 1:0 war nach dem Achtelfinale schon das zweite. Das Problem: es hätte mindestens 4:0 ausgehen müssen, genauso wie davor gegen Südafrika. Vor allem verpassten es die Deutschen wieder, ihre Strafecken zu verwandeln, und zwar in großer Zahl. 27 waren es in der K.-o.-Runde, entsprechend oft waren sie in den gegnerischen Kreis eingetreten, am Ende kam dennoch nur pro Spiel ein Tor heraus. Altenburg muss die Mannschaft also loben für die Defensivleistung, sie aber auch ermahnen, dass sie für eine Medaille die Strafecken verbessern und überhaupt ganz einfach treffen muss, wobei der Coach auch das Erfolgsgefühl nicht bremsen darf. Denn leichter werden die Gegner nicht, im Halbfinale am Samstag trifft Altenburgs Team entweder auf England oder Argentinien.

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