Weltmeister sind sie schon, Europameister auch, dazu Olympiasieger. Die Vermutung, diese Franzosen müssten irgendwann mal satt sein, liegt deshalb nicht allzu fern. Doch sie werden nicht satt. Nikola Karabatic (im Bild), Thierry Omeyer und Didier Dinart machen einfach weiter, gewinnen in herrlicher Selbstverständlichkeit ihre Spiele, zermürben ihre Gegner. Dies wiederum legt eine andere Vermutung nahe: Die Franzosen sind gar keine Mannschaft, die aus einzelnen Individuen besteht, denen auch mal Fehler unterlaufen. Das französische Team ist eine Maschine, eine kraftvolle, ungemein gut programmierte, so auch beim souveränen 30:23 gegen Deutschland. Aussetzer gibt es nicht, wenn überhaupt ganz kleine, wie beim unnötigen 28:28 gegen Spanien. Deshalb wird der Weltmeister wohl erneut Frankreich heißen.

Bild: dpa 20. Januar 2011, 11:112011-01-20 11:11:06 © sueddeutsche.de/ebc