bedeckt München 26°

Hallensport:Wunsch nach Genuss

Roland sauer und Stefan Wüst

Roland Sauer (li.) und Stefan Wüst, die Geschäftsführer der Handball-Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe und TV Großwallstadt, appellierten an die Politik.

(Foto: Christian Graber/oh)

Weil die Staatsregierung am Freitag keine Zahl zu möglichen Zuschauerzahlen in Bayerns Hallen veröffentlicht, richten die Handball-Zweitligisten Rimpar und Großwallstadt einen Appell an die Politik.

Von Ralf Tögel, Rimpar

Am Montag wird der Freistaat den Katastrophenfall aufheben und zahlreiche Corona-Maßnahmen lockern, auch der Hallensport wird davon betroffen sein. Stefan Wüst und Roland Sauer hatten am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz ein Konzept vorgelegt, in dem die Geschäftsführer der Handball-Zweitligisten Großwallstadt und Rimpar mitteilten, wie sie sich die Endphase der Saison im Profi-Sport angesichts der stark sinkenden Inzidenzzahlen vorstellen.

Auch weil wissenschaftliche Untersuchungen belegen würden, dass bei Einhaltung der strengen Hygienemaßnahmen in den Sporthallen eine sehr geringe Ansteckungsgefahr bestehe, sollten wieder Fans in den Hallen im Freistaat zugelassen werden. Liege die Inzidenz über 100 sollten auch nach Ansicht der Funktionäre weiter keine Fans zugelassen werden, sinken diese aber auf einen Wert zwischen 50 und 100 wären 25 Prozent der Hallenkapazität darstellbar, bei einer Inzidenz von 35 bis 50 sollen eine Auslastung mit 50 Prozent erlaubt sein und sinkt die Bemessungsgröße unter 35, was im Übrigen an beiden Spielorten der Fall ist, die volle Kapazität.

Damit waren die Funktionäre bereits bei den zuständigen Behörden vorstellig geworden, nun folgte der Appell an die Politik: "Wir hoffen, dass wir wenigstens die beiden letzten Heimspiele mit Zuschauern genießen dürfen." Dieser Wunsch wird von der Staatsregierung erhört, wie in der am Sonntag veröffentlichten 13. Bayerischen Infektionsschutzverordnung zu lesen ist. Von Montag an sind bei Sportveranstaltungen in Gebäuden Zuschauer zugelassen, die zulässige Höchstzuschauerzahl bemisst sich laut Verordnung an den vorhandenen Plätzen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum nächsten Platz gewahrt bleiben muss. Bei einer Inzidenz unter 50 ohne Test, liegt diese darüber mit, Maskenpflicht bleibt bestehen. Weder von einer prozentualen Auslastung noch von einer Obergrenze ist die Rede. Immerhin ein kleiner Schritt in die erhoffte Richtung: "Wir betreiben einen riesigen Aufwand, beachten die Hygienemaßnahmen penibel genau, testen dreimal pro Woche, aber Fans dürfen nicht in die Halle." Nachdem die bayerische Staatsregierung bereits erklärt hat, für die EM-Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft 14000 Zuschauer in der Münchner Allianz Arena zu erlauben, fällt die Entspannung im Profi-Hallensport deutlich geringer aus.

Noch eine Änderung würden sich Wüst und Sauer wünschen: Eine bundeseinheitliche Linie, zur DHB-Pokal-Endrunde in Hamburg etwa saßen 2000 Zuschauer in der Halle. Dass der zeitnah in Erfüllung geht, ist wenig wahrscheinlich.

© SZ/lein/sewi
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB