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Basketball in der NBA:Nowitzkis Diebstahl rettet Dallas

Jörg Schmadtke VfL Wolfsburg

Muss 8000 Euro wegen unsportlichen Verhaltens bezahlen: Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke

(Foto: dpa)

Eine kernige Aktion des Deutschen bringt die Mavericks den Playoffs näher. Köln-Boss Schmadtke muss für seinen Kaugummi-Wurf bezahlen - Trainer Stöger verteidigt ihn.

Basketball, NBA: Dirk Nowitzki ist den Playoffs der mit den Dallas Mavericks einen guten Schritt näher gekommen. Im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Houston Rockets feierte das Team einen 88:86-Sieg und festigte seinen siebten Platz im Westen. Für den Meister von 2011 war es bereits der fünfte Erfolg in Serie. Nowitzki erwischte einen schwächeren Tag, traf zwei von nur acht Würfen aus dem Feld und kam am Ende auf sieben Punkte. Doch dem 37-Jährigen gelang die spielentscheidende Aktion. Beim Stand von 86:85 wenige Sekunden vor Schluss nahm der 37-Jährige Rockets-Anfürher James Harden den Ball ab.

"Harden ist so schnell, in den vergangenen Jahren habe ich wahrscheinlich hundertmal versucht, ihm den Ball abzujagen. Ich war selbst überrascht, dass es geklappt hat. Das war wichtig für uns", sagte Nowitzki. Topscorer der Mavericks war der wie zuletzt glänzend aufgelegte J.J. Barea (27). Vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde liegt Dallas mit 40 Siegen und 38 Niederlagen knapp vor Utah Jazz (39:39) und Houston (38:40). Weiter geht es für die Mavs am Freitag mit einem weiteren Heimspiel gegen die Memphis Grizzlies (42:36), Fünfter der Western Conference.

Bundesliga, 1. FC Köln: Trainer Peter Stöger (49) hat seinen Sportchef Jörg Schmadtke (52) nach der Kritik an seinem Kaugummi-Wurf energisch in Schutz genommen. "Es stört mich, wie Jörg Schmadtke danach medial in eine Ecke gestellt wurde", sagte Stöger."Dass er ein Rüpel sei, sich grundsätzlich nicht benehmen könne. Er wurde von manchen hingestellt als 'erwachsener Rotzbua', wie man das in Wien sagt." Er habe Schmadtke "in den drei Jahren, die wir zusammenarbeiten, komplett anders erlebt, deshalb empfand ich das als extrem und richtig frech". Schmadtke wisse "genau wie alle anderen, dass man so etwas nicht macht. Das steht außer Frage", ergänzte der Österreicher: "Ob es eine Anklage dafür geben muss, weiß ich nicht. Da ist das deutsche Recht offenbar schärfer als in Österreich." Schmadtke hatte nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit beim 1:1 in Hoffenheim einen Kaugummi in Richtung der gegnerischen Bank geworfen und wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit einer Geldstrafe von 8000 Euro belegt. Ein Kaugummi-Verbot auf der Kölner Bank werde es aber auch künftig nicht geben, versicherte Stöger: "Natürlich nicht."

Bundesliga, Felix Magath: Fußball-Trainer Felix Magath übt Kritik an der Entwicklung seines ehemaligen Vereins Schalke 04. "Es ist ein Jammer, wie der FC Schalke 04 in der Tabelle dasteht", sagte der 62-Jährige im Interview der Sport Bild (Mittwoch). "Solch ein Klub, mit einer riesigen Fan-Basis, mit dieser Tradition, dieser Größe und diesen Emotionen müsste eigentlich dauerhaft hinter dem FC Bayern die Nummer zwei in Deutschland sein und zu den Top-Klubs in Europa gehören", befand Magath, der den Revierclub in Doppelfunktion als Trainer und Manager von Juli 2009 bis März 2011 betreute. Magath, der Schalke 2010 überraschend auf den zweiten Platz in der Meisterschaft geführt hatte, sieht bei Schalke strukturelle Probleme. Dem Verein fehle es durch viele Trainerwechsel im Gegensatz zum enteilten Rivalen Borussia Dortmund zudem an Kontinuität und einer langfristigen Philosophie.

© SZ.de/sid/dpa/schma/ska
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