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Fußball:Green wechselt vom FC Bayern zu Stuttgart

International Champions Cup 2016 - FC Internazionale v FC Bayern Munich

Mit sofortiger Wirkung Stuttgarter: Julian Green.

(Foto: Alexandra Beier/Getty Images)

Der 21-Jährige erhält einen Vertrag bis 2019. Dietmar Beiersdorfer verlässt den Hamburger SV endgültig. Formel-1-Pilot Ricciardo sagt Mercedes ab.

Fußball, Bundesliga: Der FC Bayern hat Stürmer Julian Green an den VfB Stuttgart abgegeben. Der US-Nationalspieler verlässt den deutschen Fußball-Rekordmeister in der Winterpause und damit ein halbes Jahr vor dem Ende seines Vertrages, wie die beiden Vereine am Mittwoch bekanntgaben. Beim Zweitligisten unterschrieb ein einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Über die Ablösemodalitäten machten die Klubs keine Angaben. Green hatte sich in München gegen die illustre Konkurrenz in der Offensive nicht durchsetzen können und keine Aussichten auf eine wichtigere Rolle in der Zukunft. Sein Vertrag wäre im Sommer 2017 ausgelaufen, Trainer Carlo Ancelotti plante nicht mehr mit ihm. In der laufenden Saison kam Green nur zu zwei Einsätzen im DFB-Pokal.

"Julian möchte neue Erfahrungen sammeln, bei einem Klub, bei dem er Stammspieler wird", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Das war beim FC Bayern durch die große Konkurrenz natürlich schwierig. Ich wünsche Julian für seine Zukunft alles Gute. Er war immer ein fleißiger, zuverlässiger und sehr sympathischer Spieler für den FC Bayern. "In der Saison 2014/15 hatte der FC Bayern das Talent zum Hamburger SV ausgeliehen, dort absolvierte Green aber nur sporadisch Bundesliga-Partien. "In den letzten drei Jahren habe ich viel Erfahrung gesammelt", sagte der WM-Teilnehmer von 2014, der aus dem Nachwuchs der Bayern stammt: "Ich habe mir Zeit gelassen und alles probiert. Mit der jetzigen Entscheidung für Stuttgart ist das für mich abgeschlossen."

Bundesliga, HSV: Dietmar Beiersdorfer (53) verlässt den Hamburger SV zum Jahresende und wird damit 2017 nicht mehr als Sportdirektor für den Fußball-Bundesligisten arbeiten. Das teilte der Verein am Mittwoch mit. Demnach habe Beiersdorfer in vertraulichen Gesprächen mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen signalisiert, dass er sich die Rolle als Sportdirektor aktuell nicht vorstellen könne. "Dietmar ist ein HSVer, auf den Verlass ist. Er hat sich in den vergangenen Tagen loyal verhalten, er hat seine operativen Arbeiten akribisch fortgesetzt und dafür gesorgt, dass wir gut vorbereitet in die nun beginnende Winterpause gehen", sagte Bruchhagen: "Wir werden die geordnete Übergabe aller Themen jetzt weiterführen und parallel natürlich auch die begonnenen Transferarbeiten fortsetzen." Beiersdorfer war im Juli 2014 zum Vorstandsboss der HSV AG ernannt worden. Aufgrund der sportlichen Talfahrt wurde er seines Amtes enthoben und wird zum 31. Dezember den Verein verlassen. "Die Trennung fällt mir wahnsinnig schwer. Trotzdem bin ich nach reiflicher Überlegung zum Entschluss gekommen, dass ich meine Tätigkeit hier in Kürze beenden werde", sagte Beiersdorfer. Der HSV brauche Klarheit und Verlässlichkeit in den Entscheidungen, damit die Verantwortlichen in Zukunft in Ruhe arbeiten können.

Formel 1, Mercedes: Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo hat einen Wechsel innerhalb der Formel 1 als Nachfolger von Weltmeister Nico Rosberg zu Mercedes kategorisch ausgeschlossen. "Ich bin noch zwei weitere Jahre bei Red Bull und hier werde ich bleiben", sagte Ricciardo in seiner australischen Heimatstadt Perth. Allerdings gab der 27-Jährige zu, dass der durch den Rücktritt Rosbergs frei gewordene Platz ein ganz besonderer sei. "Da sind eine Menge Leute, die diesen Sitz bei Mercedes wollen und man kann es ihnen nicht verübeln. Ich hoffe nur, dass der, der ihn bekommt, das auch zu schätzen weiß, denn es ist ein verdammt guter", sagte Ricciardo. Wer der neue Teamkollege des dreimaligen Champions Lewis Hamilton bei den Silberpfeilen wird, ist weiterhin offen. Heißester Kandidat ist aktuell der Finne Valterri Bottas, der von Williams zum Kontrukteurs-Weltmeister wechseln könnte. Ricciardo hält sich aus den Spekulationen jedoch heraus, zum Saisonauftakt am 26. März in Melbourne wird er in gewohnter Montur erscheinen: "Mich werdet ihr im Albert Park in einem Red Bull sehen."

Eishockey, NHL: Nationaltorhüter Thomas Greiss (30) hat seinen New York Islanders in der Eishockey-Profiliga NHL mit einem Karrierebestwert den Sieg geschenkt. Der Füssener hielt beim 4:2 bei den Boston Bruins 48 Schüsse und hatte großen Anteil daran, dass sein Team nach fünf aufeinanderfolgenden Niederlagen wieder einen Erfolg feierte. "Sie haben den Puck von überall geschossen", sagte Greiss: "Es kommt Schuss auf Schuss, das hält dich im Rhythmus. Die Special-Teams waren großartig." New York überzeugte im Über- und Unterzahlspiel. Trotz der Galavorstellung der "menschlichen Wand" Greiss sind die Islanders im Osten weiter Letzter. Im Spitzenspiel der Conference setzten sich die Pittsburgh Penguins mit 7:2 gegen die New York Rangers durch. Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl gehörte wegen einer Verletzung nicht zum Aufgebot der Pens, die ihre Gäste aus dem Big Apple an der Spitze der Tabelle ablösten. Beide Teams haben 47 Punkte auf dem Konto. Korbinian Holzer kassierte mit den Anaheim Ducks ein 1:5 bei Rekordmeister Montréal Canadiens. Der Verteidiger spielte 11:11 Minuten.

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Darts, WM: Für den deutschen Dartsspieler Dragutin Horvat (Kassel) ist das WM-Abenteuer nach zwei Spielen beendet. Bei seiner Premiere im Londoner Alexandra Palace verlor der 40-Jährige sein Erstrundenspiel gegen den früheren WM-Finalisten Simon Whitlock aus Australien glatt mit 0:3 nach Sätzen. Früher am Abend hatte er sich in der Vorrunde mit nach einem 2:1 gegen den Russen Boris Kolzow für das Hauptfeld qualifiziert. Der Weltranglisten-17. mit dem Ziegenbart war für Horvat von Beginn an eine Nummer zu groß. Gegen Whitlock gelang "Braco" in den drei Sätzen nur eine "180" und nur ein Leg-Gewinn. "The Wizard", der in den vergangenen beiden Jahren überraschend zum Auftakt gescheitert war, hinterließ mit einem Punkteschnitt von 97,5 einen starken Eindruck und bekommt es am 23. Dezember (20.00 Uhr/Sport1) mit Darren Webster aus England zu tun. Horvat kann sich mit einer Prämie von 10.000 Pfund (knapp 12.000 Euro) trösten.