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Fußball-Bundesliga:Der Schnellkochtopf des Milliardärs

Vom Dorfklub zur Fußballmacht - die Wandlung der TSG Hoffenheim spiegelt sich im neuen Stadion wider. Die "Rhein-Neckar-Arena" wird am Samstag eröffnet. Eine Bilderstrecke.

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Wohnt hier der kommende deutsche Meister? Am Samstag feiert der Bundesliga-Tabellenführer 1899 Hoffenheim die Eröffnung seines neuen Stadions. Die "Rhein-Neckar-Arena" liegt ...

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... in Sinsheim unweit des Technik-Museums, dessen Ausstellungsstücke im Hintergrund zu sehen sind: Die Überschallflugzeuge Concorde und Antonov (am oberen Bildrand) ragen in den Himmel.

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30.150 Zuschauer haben in der neuen Arena Platz. Bei ausverkauftem Haus müsste jeder von ihnen rund 1990 Euro zahlen, um die Baukosten des Stadions auf einen Schlag zu begleichen: 60 Millionen Euro hat die Hoffenheimer Heimstätte ingesamt gekostet.

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Dem Verein bereitet diese Summe kein Kopfzerbrechen - Mäzen Dietmar Hopp übernahm die Finanzierung aus eigener Tasche. "Ich bin sehr zufrieden und auch ein wenig stolz", sagte der Milliardär.

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Die Bauzeit betrug 17 Monate - die Bodenpflege in den Umkleidekabinen nicht mitgerechnet. Beim ersten Spatenstich im Mai 2007 spielte Hoffenheim noch in der Regionalliga. "Ich möchte nicht daran denken, was die Spötter gesagt hätten, wenn alles anders gekommen wäre", sagte Hopp in einem Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung. Die Spiele der Bundesliga-Hinrunde hatte Hoffenheim im Stadion von Waldhof Mannheim ausgetragen.

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Dank des rasanten Aufstiegs des Klubs kommt die Eröffnung nun gerade recht. Ambitionen auf den Titelgewinn weisen die Verantwortlichen zwar weiterhin von sich, ein Platz "unter den ersten Drei" darf es in den Augen von Trainer Ralf Rangnick aber schon sein. Das würde den Einzug in den Europapokal bedeuten - und im Entmüdungsbecken der neuen Arena könnten in der nächsten Saison die Stars von Chelsea oder Barcelona ihre Beine ausstrecken.

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Für die offizielle Eröffnung haben sich die Verantwortlichen einen politisch korrekten Gegner ausgesucht: Hoffenheim wird gegen eine Rhein-Neckar-Auswahl antreten. Im Vorfeld des Stadionbaus hatte es Querelen wegen des Standortes gegeben. Zuletzt regte sich bei Waldhof Mannheim Protest gegen Dietmar Hopp, obwohl der Mäzen den Traditionsverein vor der Pleite gerettet hatte. Zur Eröffnung eingeladen sind die Führungsspitzen der südwestdeutschen Rivalen Karlsruher SC und VfB Stuttgart. Und, um die diplomatische Gästeliste perfekt zu machen, auch Bayern-Präsident Franz Beckenbauer.

Die TSG-Kicker durften am Donnerstag erstmals im neuen Stadion trainieren. Hier prüft Torwart Timo Hildebrand einen Torpfosten auf Standfestigkeit.

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Trainer Ralf Rangnick (links), hier im Gespräch mit Sportdirektor Bernhard Peters, war von dem weiten Rund angetan: "Das Stadion ist ein Schmuckkästchen, aber der Rasen war schon nach einer Viertelstunde in keiner guten Verfassung. Jetzt hoffen wir auf unseren Greenkeeper", sagte er nach der ersten Übungseinheit.

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Bayern-Fans können aufatmen: Das Stadion des Rivalen ist nicht nur deutlich kleiner als die Arena in München (Fassungsvermögen: rund 69.000 Zuschauer), es sieht bei Nacht auch nur halb so gut aus wie das beleuchtete "Schlauchboot" in Fröttmanning. Die Rhein-Neckar-Arena hat noch keinen Spitznamen, ein heißer Anwärter soll aber "Schnellkochtopf" sein - in Anlehnung an die rasante Spielweise der Hoffenheimer und an die Dachkonstruktion, die entfernt an einen leicht angehobenen Topfdeckel erinnert.

dpa

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