Frauenfußball Sasic hört auf

Erfolgreich im Nationalteam: Celia Sasic lief 111-mal für die DFB-Frauen auf und traf 63 Mal. Zuletzt war sie bei der WM-Endrunde in Kanada Torschützenkönigin.

(Foto: Carmen Jaspersen/dpa)

Die 27 Jahre alte Nationalspielerin will sich beruflich neu orientieren, sie sagt: "Ich freue mich auf eine ganze Menge neuer Dinge, die vor mir liegen."

Nationalspielerin Celia Sasic beendet ihre aktive Karriere. "Fußball begleitet mich mein ganzes Leben und wird auch immer ein Teil von mir sein", teilte die erst 27 Jahre alte Stürmerin mit, die nach dem Vertragsende bei Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt seit 30. Juni vereinslos war: "Nichtsdestotrotz habe ich mich entschieden, neue Wege zu gehen und meine aktive Laufbahn im Profifußball zu beenden." Die Schwiegertochter des Trainers Milan Sasic, die bis zur Hochzeit mit Ehemann Marko im August 2013 den Nachnamen Okoyino da Mbabi trug, wird schon jetzt vermisst: "Für uns ist das ein echter Verlust, weil Celia eine bedeutende Persönlichkeit ist, die große Fußspuren hinterlässt", sagte Bundestrainerin Silvia Neid. Frankfurts Manager Siegfried Dietrich würdigte die Entscheidung (siehe oben).

Sasic begann 2005 ihre Karriere in der Nationalmannschaft, damals absolvierte die in Bonn geborene Tochter einer Französin und eines Kameruners gegen Australien ihr erstes Länderspiel. Insgesamt lief sie 111 Mal für das deutsche Frauenteam auf und erzielte 63 Treffer. Zuletzt war Sasic bei der WM-Endrunde in Kanada sechsmal erfolgreich und wurde Torschützenkönigin. Neben den EM-Titeln 2009 und 2013 gewann Sasic mit den DFB-Frauen Olympiabronze 2008 in Peking.

Sasic will sich nun den Aufgaben abseits des Fußballplatzes widmen. "Ich freue mich auf eine ganze Menge neuer Dinge, die vor mir liegen: mein Studium beenden, mich beruflich orientieren, eine Familie gründen und vieles mehr." Für den Abschluss ihres Studiums der Kulturwissenschaften muss Sasic noch ihre Arbeit schreiben, die Fachrichtung steht aber bereits fest: antike Philosophie.