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Frankfurt:Eintracht gliedert Frauen des 1. FFC ein

Die Fußball-Frauen des 1. FFC Frankfurt stehen vor einem Zusammenschluss mit Eintracht Frankfurt und sollen von 2020/21 an unter dem Logo des Männer-Bundesligisten spielen. Vorstand und Aufsichtsrat der Eintracht haben nach intensiver Prüfung beschlossen, eine Fusion bis zum Sommer 2020 herbeizuführen: "Es ist ein tolles Zeichen für den Frauenfußballstandort Frankfurt, den wir als Eintracht auf diese Weise gezielt weiterentwickeln wollen. Das rege Zuschauerinteresse und die sehr guten TV-Einschaltquoten bei der WM unterstreichen die gestiegene Bedeutung des Frauenfußballs in den vergangenen Jahren", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic am Donnerstag.

Der 1. FFC Frankfurt ist mit sieben Meistertiteln, neun Pokalsiegen und vier Champions-League-Erfolgen einer der erfolgreichsten deutschen Frauenfußball-Vereine. Verläuft die Eingliederung planmäßig, könnte die Eintracht mit der FFC-Lizenz in der Saison 2020/21 in der Frauen-Bundesliga antreten. Für die Eingliederung weiterer Frauen- und Nachwuchsteams des FFC soll ein Konzept erarbeitet werden. "Mit dem angedachten Zusammenschluss liegen beide Vereine im Trend der Zeit und nutzen konsequent den Standort Frankfurt/Rhein-Main, an dem der deutsche und europäische Frauenfußball in den letzten 20 Jahren Geschichte geschrieben hat", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich.

Ein weiterer Vorschlag zur Aufwertung des deutschen Frauenfußballs kam von Lina Magull: Die Nationalspielerin, geboren in Dortmund und zur Zeit beim FC Bayern aktiv, wünscht sich einen Einstieg von Borussia Dortmund in den Frauenfußball: "Es gibt so viel Potenzial im Ruhrpott, da könnte man mit dem BVB wirklich etwas bewegen", sagte Magull der FAZ. Sie wüsste von vielen Kolleginnen, die "sofort für den BVB spielen würden".