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Formel 2:Feuerlöscher geht in Schumacher-Auto hoch

Formula 2 Championship - Round 2:Spielberg - First Race

Mick Schumacher in Spielberg

(Foto: Getty Images)

Formel-2-Pilot Mick Schumacher scheidet in aussichtsreicher Position aus. Timo Schultz wird neuer Trainer vom FC St. Pauli. Barcelona gewinnt mit Mühe.

Meldungen im Überblick

Motorsport, Formel 2: Ein ausgelöster Feuerlöscher hat Mick Schumacher beim vierten Saisonrennen der Formel 2 in aussichtsreicher Position ausgebremst. In Runde 15 des Sprintrennens im österreichischen Spielberg ging noch im Cockpit des 21-Jährigen der Apparat aus zunächst unbekannten Gründen los. Löschschaum spritzte auf das Lenkrad und den Overall des Sohnes von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher. Kurz nachdem sich der Ferrari-Junior am Sonntag sogar auf Platz drei vorgearbeitet hatte, musste er in die Boxengasse fahren und seinen Wagen vorzeitig abstellen. Enttäuscht stieg Schumacher aus seinem Auto. Die Nachwuchshoffnung war von Position fünf ins Rennen auf dem Red-Bull-Ring gegangen, erwischte einen starken Start und verbesserte sich gleich auf Rang vier. In der zwölften von 28 Runden überholte Schumacher ART-Grand-Prix-Fahrer Marcus Armstrong und lag zwischenzeitlich auf Podestkurs. Tags zuvor hatte der Deutsche als Vierter nur um 0,1 Sekunden das Podium verpasst. Dann geschah das Missgeschick mit dem Feuerlöscher.

Fußball, 2. Liga: Timo Schultz ist neuer Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli. Der 42-Jährige, der bereits seit 15 Jahren als Spieler und Trainer im Verein tätig ist, erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022, teilte der Kiezclub am Sonntag mit. Der bisherige Nachwuchscoach tritt bei den Hamburgern die Nachfolge des Niederländers Jos Luhukay an, von dem sich der Verein nach dem enttäuschenden 14. Platz und diversen Auseinandersetzungen mit Führungsspielern nach dem Saisonende getrennt hatte. "Der Verein hat sich auf die Fahne geschrieben (...), auch seine Trainer auszubilden. Deswegen freue ich mich umso mehr über die Entscheidung von (Sportdirektor) Andreas Bornemann, mit Timo Schultz einen Trainer zu verpflichten, der aus den eigenen Reihen stammt", sagte St. Paulis Vereinspräsident Oke Göttlich.

Fußball, Italien: Cristiano Ronaldo hat Juventus Turin im Spitzenspiel der Serie A mit zwei Elfmetertoren vor einer Heimniederlage gegen Verfolger Atalanta Bergamo bewahrt. Den Patzer des Tabellenzweiten Lazio Rom zuvor konnte der Titelverteidiger und Tabellenführer der italienischen Fußballmeisterschaft aber nicht richtig nutzen durch das 2:2 (0:1) gegen Atalanta, das ohne den deutschen Profi Robin Gosens auskommen musste. Der 26-Jährige verletzte sich offenbar beim Aufwärmen, die Startelf wurde wenige Minuten vor dem Anpfiff noch einmal verändert. Die Gäste gingen dennoch durch Duvan Zapata in der 16. Minute in Führung. Superstar Ronaldo glich per Strafstoß (55.) nach dem Seitenwechsel aus, ehe der eingewechselte Ruslan Malinovskyi (80.) die Gäste wieder in Führung schoss. Mit dem zweiten Elfmeter glich der 35 Jahre alte Ronaldo aber erneut aus (90.).

Fußball, Spanien: Der FC Barcelona hat den Rückstand auf Tabellenführer Real Madrid im Kampf um die spanische Fußballmeisterschaft vorerst wieder verkürzt. Die Katalanen, die Stand Samstagabend allerdings auch eine Partie mehr absolviert haben, mühten sich zu einem 1:0 (1:0)-Sieg auswärts gegen den Tabellen-14. Real Valladolid. Den einzigen Treffer der Partie erzielte der ehemalige Bundesliga-Profi Arturo Vidal. Der 33 Jahre alte Chilene traf in der 15. Minute nach einer Vorlage von Superstar Lionel Messi. Der FC Barcelona kommt mit dem deutschen Nationaltorwart Marc-André ter Stegen aktuell auf 79 Punkte aus 36 Spielen. Real holte 80 Zähler aus 35 Partien und kann mit einem weiteren Erfolg am kommenden Montag in seinem 36. Saisonspiel einen weiteren großen Schritt Richtung Titel machen. Zuletzt gewannen die Königlichen 2017 den nationalen Titel. Sie hatten am Freitagabend mit 2:0 Deportivo Alaves bezwungen.

Basketball, BBL: Der FC Bayern und die Bundesliga verlieren voraussichtlich einen ihrer besten deutschen Profis. Nationalspieler Danilo Barthel steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Fenerbahce. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag. Zuvor hatten das Portal eurohoops und das Fachmagazin BIG - Basketball in Deutschland darüber berichtet. Der Vertrag des 28-Jährigen in München lief aus. Nach Medien-Informationen (u.a. auch Abendzeitung) winkt Barthel beim türkischen Spitzenverein nun ein äußerst lukrativer Vertrag. Noch zuletzt waren die Bayern und ihr Kapitän in guten Gesprächen über eine Vertragsverlängerung.

Barthel selbst sagte in dieser Woche bei Sport1, dass er sich in München wohl fühle: "Ich sehe das Potenzial des Standorts und des Vereins, sowie das Potenzial der Basketballbranche hier. Der Rest wird sich zeigen." Bayerns Medienchef Andreas Burkert sagte auf Anfrage: "Danilo ist seit Monatsbeginn Free Agent, eine Entscheidung über seine sportliche Zukunft wird er sicherlich in den nächsten Tagen treffen." Nachdem die Münchner zuletzt die dritte deutsche Meisterschaft in Serie verpasst hatten, könnte Barthel in Istanbul um die kontinentale Krone in der Euroleague mitspielen.

Fußball, Österreich: Der frühere Bundesligaprofi Valérien Ismaël ist nicht länger Trainer beim Bundesligisten Linzer ASK. Der 44 Jahre alte Franzose werde von Dominik Thalhammer abgelöst, teilte der Club am Samstag mit. "Wir bedanken uns bei Valérien sehr herzlich für seine gute und engagierte Arbeit", sagte Vizepräsident Jürgen Werner. Nach seiner aktiven Karriere war Ismaël zuvor unter anderen beim 1. FC Nürnberg und VfL Wolfsburg als Coach tätig gewesen. Der LASK stand zuletzt wegen verbotenen Mannschaftstrainings in Corona-Zeiten in den Schlagzeilen und war von der Bundesliga mit einem Abzug von vier Punkten bestraft worden. Der Liga waren Videos übermittelt worden, die eine Trainingseinheit des Vereins zeigten. Statt des zu dem Zeitpunkt nur in Kleingruppen erlaubten Trainings war darauf ein Mannschaftstraining zu sehen. Der Club räumte später ein, viermal unrechtmäßig Mannschaftstrainings abgehalten zu haben. Als Nachfolger des jetzigen Wolfsburgers Oliver Glasner hatte Ismaël die Linzer in der nationalen Liga auf einen Europa-League-Platz geführt. Im zweitklassigen Europapokal ist der Club noch vertreten, hat das Achtelfinal-Hinspiel gegen Manchester United aber mit 0:5 verloren

© SZ.de/dpa/sid/jbe
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