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Formel-1-Pilot Grosjean:"Ich habe den Tod kommen sehen"

Romain Grosjean (mi.): Schlimmer Unfall in Bahrain

(Foto: AFP)

Romain Grosjean äußert sich erstmals zu seinem Unfall. Die deutschen Fußballfrauen gewinnen ihr letztes Spiel in der EM-Quali. VW steigt aus dem Motorsport aus.

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Formel 1, Unfall: Formel-1-Pilot Romain Grosjean hat sich erstmals selbst zu seinem Feuer-Unfall von Bahrain geäußert und dramatische Szenen im Cockpit beschrieben. Der Haas-Pilot schilderte den französischen TV-Sendern TF1 und LCI am Dienstag, dass er dreimal versucht habe, aus dem in Flammen stehenden Auto-Wrack zu entkommen, bis er sich schließlich befreien konnte. "Nach diesem Unfall bin ich glücklich, am Leben zu sein", sagte er.

Grosjean habe während seines Überlebenskampfes am Sonntag beim Grand Prix in Sakhir auch an Niki Laudas Feuer-Unfall von 1976 denken müssen. "Ich hatte am meisten Angst für meine Angehörigen, für meine Kinder in erster Linie, aber auch für meinen Vater und meine Mutter, ich hatte wirklich nicht Angst um mich. Ich habe den Tod kommen sehen, ich hatte keine andere Möglichkeit, als da rauszukommen", erzählte Grosjean, der von dem schrecklichen Crash nur Verbrennungen an den Handrücken davontrug.

Fußball, Frauen: Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation auch ihr achtes und letztes Spiel gewonnen. Zum Abschluss siegte die DFB-Auswahl am Dienstag in Irland 3:1 (2:1) und verpasste nur durch das erste Gegentor eine perfekte Bilanz in der Qualifikation. Die deutschen Treffer erzielten Lina Magull per Foulelfmeter (21. Minute) und zweimal Tabea Waßmuth (29./85.). Torhüterin Ann-Katrin Berger war bei ihrem Debüt ohne Chance gegen einen Foulelfmeter von Katie McCabe (45.). So verbuchte das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg aus den acht Qualifikationsspielen 46:1 Tore. Für die Endrunde der Europameisterschaft 2022 in England war die DFB-Auswahl bereits qualifiziert.

Motorsport, VW: VW steigt komplett aus dem Motorsport aus. Das teilte der Autobauer aus Wolfsburg, der einst vor allem im Rallye-Sport große Erfolge gefeiert hatte, am Dienstag mit. "Die Marke Volkswagen ist auf dem Weg, der führende Anbieter in der nachhaltigen Elektromobilität zu werden", sagte Entwicklungsvorstand Frank Welsch: "Zu diesem Zweck bündeln wir unsere Kräfte und haben entschieden, eigene Motorsport-Aktivitäten für die Marke Volkswagen einzustellen." Die 169 Mitarbeiterinnen der Motorsport-Sparte in Hannover sollen in die Volkswagen AG integriert werden. Mit dem Race-Touareg konnte VW von 2009 bis 2011 drei Siege bei der Rallye Dakar einfahren. Hinzu kommen vier Rallye-WM-Titel mit dem Polo R WRC (2013-2016) als herausragende Erfolge.

Ski Alpin, Mikaela Shiffrin: Mikaela Shiffrin legt nach ihrem Comeback im alpinen Weltcup erneut eine Pause ein. Nachdem die Amerikanerin schon auf den Parallel-Riesenslalom im österreichischen Lech/Zürs am vergangenen Donnerstag verzichtet hatte, lässt sie nun auch die beiden Super-G-Rennen am Wochenende in St. Moritz/Schweiz aus.

Shiffrin wolle sich in "absehbarer Zeit" auf das Training in den technischen Disziplinen Riesenslalom und Slalom konzentrieren, teilte der US-Verband mit. Eine Rückkehr der 25-Jährigen in den Weltcup ist deshalb zu den beiden Riesenslalom-Rennen am 12. und 13. Dezember in Courchevel/Frankreich geplant.

Vor eineinhalb Wochen war Shiffrin bei den beiden Slaloms in Levi/Finnland erstmals nach einer Pause von 300 Tagen wieder im Weltcup gestartet. Sie hatte dort einen zweiten und fünften Rang belegt, beide Rennen wie auch den Parallel-Wettbewerb in Lech/Zürs gewann Petra Vlhova (Slowakei). Die Absage für St. Moritz kommt nicht gänzlich überraschend. Seit Januar und dem Unfalltod ihres Vaters hat Shiffrin kein Abfahrtstraining mehr bestritten oder bestreiten können.

© SZ.de/sid/dpa/ska
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