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FC Bayern München:Pro Sportchef

Hainer, CEO of Adidas, world's second largest sports apparel firm attends company annual general meeting in Fuerth

Rückendeckung für den Sportvorstand: FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer.

(Foto: Michaela Rehle/Reuters)

Wegen des Konflikts mit Trainer Hansi Flick ist Hasan Salihamidzic schwer in die Kritik der Fans geraten. Sie sammeln gerade Stimmen für dessen Abberufung. Nun kommt Klubpräsident Herbert Hainer zu seiner Verteidigung.

Schon an diesem Samstag in Mainz kann der FC Bayern zwar mal wieder vorzeitig deutscher Meister werden, aber Ruhe herrscht im Klub gerade gar nicht. Der Münchner Sportvorstand Hasan Salihamidzic steht schwer in der Kritik, insbesondere bei den eigenen Fans und wegen seines Konfliktes mit Trainer Hansi Flick, der inzwischen darum gebeten hat, den Verein am Saisonende verlassen zu können. Nun hat sich der Protest so gemehrt, dass sich Klubpräsident Herbert Hainer zu Wort meldete. Der FC Bayern, betonte er, stelle sich "geschlossen und mit Nachdruck gegen Anfeindungen" in Richtung seines Sportvorstandes.

Weite Teile der Fan-Basis sehen Salihamidzic im Dauerzwist mit Flick als Hauptschuldigen, sogar eine Initiative "Pro Hansi Flick, Brazzo raus" hat sich gebildet. Sie sammelte schon mehr als 66 000 Stimmen gegen Salihamidzic und für Flick und strebt eine Mitgliederversammlung an, in der Salihamidzic abberufen wird. Doch der Rekordmeister verweigert sich dem Wunsch nach einem Dialog. Mit Salihamidzic aber werde es auch künftig Konflikte geben, sagte Michael Frohsz, der Sprecher der Initiative- "egal unter welchem Trainer". Für ihn steht fest: "Wir müssen einen neuen Sportvorstand bekommen!"

Sie werden aber wohl noch eine Weile mit Salihamidzic leben müssen. Dessen Vertrag läuft bis 2023, Aufsichtsrat und Vorstand stehen fest zu ihm - auch im Konflikt mit Flick. Jede Medaille habe "zwei Seiten", führte nun auch Hainer aus. Die Klubbosse "verstehen, dass sich ein Trainer einen Kader mit am liebsten 30 Top-Stars wünscht - das geht uns ja allen so". Doch als Sportvorstand müsse Salihamidzic die Corona-"Schleifspuren" mit einem Umsatzverlust von rund 150 Millionen Euro berücksichtigen.

Außerdem versuchte Hainer erneut den Eindruck zu zerstreuen, Salihamidzic habe Flick bei wichtigen Personalien übergangen. Alle Entscheidungen würden "gemeinsam" getroffen, "auch bei der Zusammenstellung des Kaders". Wie es nach Hansi Flicks öffentlich bekundetem Wunsch nach einer Vertragsauflösung weitergeht, ist demnächst zu klären. Weitere Gespräche soll es nach dem Spiel in Mainz am Samstag geben - womöglich bei der Meisterfeier.

© SZ vom 23.04.2021 / sid
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