Extremsport: Klippenspringen:Superman am Felsen

Bei den Cliff Diving World Series wagen Sportler Klippensprünge aus extremen Höhen. Die meisten konzentrieren sich dabei auf die Technik, einige auch aufs Outfit.

Andreas Thieme

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Wer unter Höhenangst leidet, ist hier definitiv falsch: Bei der Red Bull Cliff Diving World Series stürzen sich professionelle Klippenspringer aus extremen Höhen in die Tiefe - und haben auch noch Spaß dabei. Insgesamt 27,5 Meter lässt der Russe Andrej Ignatenko auf diesem Bild hinter sich und liegt mit ausgebreiteten Armen für einen Moment über den Dächern der Stadt La Rochelle, wo der achtteilige Wettbewerb im Mai diesen Jahres gestartet ist.

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Zugegeben, es ist nicht ganz so leicht, auf diesem Bild einen Springer oder gar eine Klippe auszumachen, von der aus der Springer seinen Sprung wagt. Ein Hubschrauber fungiert hier als mobile Klippe, von der aus der Kolumbianer Orlando Duque aus 20 Metern - ohne Fallschirm - herausspringt. Wie der Dreisatz Kolumbianer, Klippenspringen und eine Windmühle hier zusammenpasst, bleibt zwar fraglich. Wahrscheinlich ist die Windmühle aber nur ein Ablenkungsmanöver dafür, dass es im holländischen Dorf Zaanse Schans keine maritime Peripherie für den Extremsport gibt. Zu besichtigen gibt es dafür aber eine Käserei, eine Werft und eine Holzschuhwerkstatt. Zumindest für die Zeit nach dem Springen.

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Mehr los ist dagegen im Rotterdam, wo der Engländer Gary Hunt von 26 Metern Höhe in den Rotterdamer Hafen springt. Am Rand des Hafenbeckens haben sich einige Zuschauer versammelt, denen neben der Bewunderung des athletischen Spektakels wohl eines gemein ist: Sie wissen, dass das Wasser zu dieser Jahreszeit nicht mehr ganz so warm ist. Gary Hunt tut aber gut daran, sich auf seinen Sprung zu konzentrieren - nach einem geglückten Eintauchen ist er nämlich umso schneller wieder draußen aus dem kühlen Nass.

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Harte Arbeit und wohlverdientes Vergnügen können durchaus nah beieinander liegen. Auf diesem Bild springt Anna Bader in Dubrovnik von einem 18 Meter hohen Felsen, während im Hintergrund ein Passagierschiff vermutlich eine 18-tägige Kreuzfahrt durch europäische Gewässer macht. Als eine der wenigen Frauen dieser Extremsportart hat die Deutsche trotz Härte viel Spaß, wenngleich der kleinste technische Schnitzer einen fiesen Aufprall verursachen kann. "Ein Salto, eine Schraube und schon siehst du das Wasser", sagt Bader.

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Die Sekunde vor dem Fall: Mit einer eingesprungenen Drehung hebt hier der Russe Andrej Ignatenko vom Sprungbrett ab. Aus dieser Perspektive ein fast gespenstischer Moment, sieht man doch ringsherum keinen Tropfen Wasser, wo Ignatenko gleich eintauchen könnte. Sein Schatten scheint indes bereits vor den zahlreichen Drehungen und Schrauben zu jubeln und wirkt dabei wie ein Leichtathlet, der soeben die Ziellinie als Erster erreicht hat.

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Nein, hier fällt kein Matrose aus der Takelage. Zu sehen ist der kolumbianische Klippenspringer Orlando Duque, der den Sprung aus einem Museumsschiff im Hamburger Hafen in die Elbe hinein wagt. Stolze 25 Meter hoch ist der Mast des Schiffes "Rickmer Rickmers", Wahrzeichen der Hansestadt. Aus dieser Höhe dauert es etwa drei Sekunden, bis der Kolumbianer mit annähernd 100 Stundenkilometern in das Wasser eintaucht.

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Zu viel "Superman"-Folgen hat wohl der Tscheche Michal Navratil im Fernsehen gesehen, bevor er sich dieses Outfit für seinen Sprung überlegt hat. Sich selbst zu übertreffen, nennt der 24-Jährige das persönliche Ziel seiner Extremsportart. Kleidungstechnisch hat der jüngste Teilnehmer der World Series das wohl schon geschafft - nicht umsonst hat er längst den Spitznamen "Supratil" inne. Jetzt fehlt nur noch der sportliche Erfolg. Bislang hat der heroische Flieger nämlich noch nie eine Platzierung erreicht, die über einen sechsten Platz hinaus ging. Auch nicht mit Superkräften.

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Verkehrte Welt: Hier stehen der Engländer Gary Hunt (li) und der Kolumbianer Orlando Duque vor dem Hintergrund des Athener Poseidon-Tempels für einen Moment synchron in der Luft. Was aussieht wie eine Fotomontage, ist in Wirklichkeit ein Sychronsprung der beiden Konkurrenten um den World-Series-Titel aus einem Helikopter. Der ist im Bild nicht mehr zu sehen - angesichts des ästhetischen Anblicks der beiden Extremsportler und der göttlichen Peripherie ist das aber auch überflüssig. Wichtiger ist hingegen die Information, dass der Vouliagmeni-See, in den beide gleich hineinspringen werden, berühmt für seine Heilkräfte sein soll. Nur für den Fall, dass ein Sprung mal missglücken sollte...

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Ganz schön was los im schweizerischen Sisikon, wo die siebte Runde der World Series stattfand. Im Visier der Schaulustigen: Der Franzose Cyrille Oumedjkane, der sich von einer 26 Meter hohen Plattform in die Tiefe stürzt. Bei diesem Panorama könnte man sich jedenfalls angenehmere Dinge vorstellen - beispielsweise baden zu gehen.

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Das haben die Zuschauer bei diesem schönen Wetter wahrscheinlich längst getan und sonnen sich nun auf den begehrten Plätzen in ihren mitgebrachten Schlauchbooten, während sie von unten aus den Springern auf der Plattform zusehen. Die Atmosphäre ist anscheinend sehr heimelig, da fehlt eigentlich nur noch ein ausgiebiges Picknick.

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