Europa League RB gegen RB

In letzter Sekunde mühte sich RB Leipzig in die Europa League. Und die Auslosung beschert ihnen gleich ein pikantes Duell: Sie treffen auf den ebenfalls von Red Bull gesponserten Klub aus Salzburg. Frankfurt bekommt attraktive Gegner zugeteilt.

Nach dem Einzug in die Europa League träumte Ralf Rangnick einmal kurz von mehr, doch dann galt die Konzentration schon wieder dem Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. "Wir haben noch was zu tun, damit wir nächstes Jahr wieder Champions League spielen können", sagte der 60 Jahre alte Cheftrainer und Sportdirektor von RB Leipzig nach dem mühsamen 3:2 gegen Luhansk. Dank eines Last-Minute-Elfmeters von Forsberg war RB bei der Europa-League-Auslosung in Monaco mit im Topf. Und diese ergab für Leipzig ein pikantes Duell mit dem ebenfalls von Red Bull gesponserten FC Salzburg, dessen erste Auflage es gleich am ersten Spieltag gibt.

Die Uefa hatte Europacupspiele zwischen beiden Klubs im Sommer 2017 erst nach wochenlangen Beratungen grundsätzlich erlaubt, obwohl beide Vereine den gleichen Hauptgeldgeber haben. Weitere Gegner des Fußballbundesligisten in der Gruppe B sind Celtic Glasgow und Rosenborg Trondheim. Pokalsieger Eintracht Frankfurt erwischte mit Lazio Rom und Vorjahresfinalist Olympique Marseille zwei attraktive Gegner in der Gruppe H, dritter Kontrahent ist Apollon Limassol aus Zypern. Bayer Leverkusen bekam leichtere Kontrahenten und hat es in der Gruppe A mit Ludogorets Rasgrad aus Bulgarien, AEK Larnaka aus Zypern und dem FC Zürich zu tun.

Doch zunächst steht beim Tabellenletzten Leipzig die Bundesliga-Heimpremiere am Sonntag (15.30 Uhr) gegen die Rheinländer im Fokus. "Gegen Düsseldorf wollen wir die drei Punkte haben", betonte Rangnick. Auch wenn die 2,9 Millionen Euro Prämie für die Gruppenphase im Vergleich zur Champions League (15,25 Millionen Euro) minimal sind, "die finanzielle Bedeutung will ich nicht kleinreden, und es gibt Punkte für die Entwicklung der Fernsehgelder", meinte Rangnick. "Es ist noch ein ganz weiter Weg bis zum Sieg in der Europa League. Wenn man schon dabei ist, warum nicht?" Nach dem Start im Vorjahr in der Königsklasse und dem Einzug ins Viertelfinale der Europa League ist das logischerweise die nächste Stufe. "Wenn wir die richtigen Dinge mitnehmen, können wir mehr mitnehmen als nur die Qualifikation."

So sah es auch Kapitän Willi Orban, der befand: "Es war ein ganz wichtiger Sieg für die ganze Saison und wichtig für die Mentalität." Nach dem bitteren 1:4 in Dortmund bewies Rangnick bei seiner Rotation mit sechs Veränderungen gegen die Ukrainer erneut Mut. Und er wurde für seine offensive Spielweise belohnt, wenn auch sehr spät. "Wir wollen in den drei Wettbewerben mitspielen, und jetzt gilt es, in den jeweiligen Wettbewerben die richtigen Spieler zum richtigen Zeitpunkt auf dem Platz zu haben", sagte der Trainer.