Enttäuschungen bei OlympiaAbgehängt, verzockt, verstolpert

Wer zu Olympia fährt, will meist Medaillen gewinnen. Es kann jedoch auch ganz anders laufen: Ein chinesischer Sprinter erlebt ein Drama wie 2008, die deutschen Beckenschwimmer gehen völlig leer aus - und ganz Spanien muss lernen, wie es ist, im Fußball zu verlieren.

Enttäuschungen bei Olympia – Maskottchen Wenlock

Wer zu Olympia fährt, will meist Medaillen gewinnen. Es kann jedoch auch ganz anders laufen: Ein chinesischer Sprinter erlebt ein Drama wie 2008, die deutschen Beckenschwimmer gehen völlig leer aus - und ganz Spanien muss lernen, wie es ist, im Fußball zu verlieren. 

Die größten Olympia-Enttäuschungen.

Maskottchen Wenlock: So ein Maskottchen hat es nun wirklich nicht leicht. Die meisten Menschen erklären einen schon vor dem großen Auftritt für hässlich, unpassend und mit einem bescheuerten Namen ausgestattet. Die Leute machen sich lustig über fehlende Hosen und schlimme Frisuren. Doch dann, wenn eine Weltmeisterschaft oder Olympische Spiele beginnen, dann mögen alle das Maskottchen. Es wird geknuddelt, ihm wird zugejubelt, man will unbedingt ein Foto mit ihm machen. Bei Wenlock ist das indes anders. Denn Wenlock ist einfach nicht da. Er hat sich offenbar schmollend zurückgezogen, schwimmt in der Themse oder hockt im London Eye herum. In den Arenen jedenfalls ist er kaum zu sehen - und wenn er doch mal vorbeischaut, dann bemerken es die Leute nicht, mal abgesehen vom Kurzauftritt zusammen mit Usain Bolt. Über ein Maskottchen darf man motzen und lästern. Es gibt jedoch kaum Schlimmeres für so ein Ding, als wenn es einfach ignoriert wird.

(jüsc)

Bild: AFP 11. August 2012, 09:442012-08-11 09:44:11 © Süddeutsche.de/ebc/jbe