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Fußball-EM:Christian Eriksen nach Notarzteinsatz bei Bewusstsein

Euro 2020 - Group B - Denmark v Finland

Schiedsrichter Anthony Taylor unterbrach das Spiel nach dem Zusammenbruch von Christian Eriksen

(Foto: Pool via REUTERS)

Der Spieler Christian Eriksen ist während der Partie zwischen Dänemark und Finnland kollabiert und musste wiederbelebt werden. Laut dänischem Verband ist Eriksen wach und für weitere Untersuchungen im Krankenhaus.

Der im EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Finnland kollabierte Fußballer Christian Eriksen ist bei Bewusstsein. Der 29-Jährige sei "wach und ist zu weiteren Untersuchungen im Reichskrankenhaus", schrieb der dänische Verband DBU bei Twitter. "Wir haben Kontakt mit Christian gehabt, und die Spieler haben mit ihm gesprochen. Es geht ihm gut und sie spielen das Spiel für Christian", sagte der Direktor des dänischen Fußballverbandes DBU, Peter Möller, dem Rundfunksender DR. Die zunächst unterbrochene Partie wurde noch am Samstagabend um 20.30 Uhr fortgesetzt.

Für die Spieler sei es "wichtig gewesen" zu wissen, dass es Eriksen gut geht. Der 29-Jährige war kurz vor der Halbzeitpause auf dem Rasen zusammengebrochen und regungslos liegen geblieben. Sofort herbeigerufene Helfer hatten lebensrettenden Maßnahmen eingeleitet. "Er ist umgefallen und hat auf dem Platz eine Herzmassage bekommen. Er war zum Glück wach, als er das Stadion verließ", sagte Möller weiter. Eriksen wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, inzwischen hat sich sein Zustand stabilisiert. Zunächst war unklar, ob das Spiel fortgesetzt wird oder nicht.

"Nach dem medizinischen Notfall des dänischen Spielers Christian Eriksen hat eine Krisensitzung mit beiden Mannschaften und der Spielleitung stattgefunden", teilte die Europäische Fußball-Union Uefa mit. Eriksens Gespräch mit seiner Mannschaft brachte offenbar die Entscheidung. "Unsere Gedanken sind bei Christians Eltern und seiner Familie", sagte Möller.

Erst Minuten nach der Herzmassage war Eriksen auf einer Rettungstrage, unter Sichtschutz und begleitet von seinen Mitspielern aus dem Innenraum des Parken Stadions gefahren worden. Die Zuschauer, Trainer, Spieler - viele schlugen die Hände vor das Gesicht. Im Stadion wurde es zeitweise still, nachdem es zuvor beim ersten Auftritt der dänischen Mannschaft in Kopenhagen sehr stimmungsvoll zugegangen war. "Bitte bleiben Sie auf ihren Sitzen, bis es weitere Informationen gibt", hatte der Stadionsprecher zunächst durchgesagt.

Die Aktion passierte in der 43. Minute ohne gegnerische Einwirkung. Nach gut zehn Minuten verließen die finnischen Spieler den Rasen. Das ZDF und Magenta TV unterbrachen im Anschluss zeitweise ihre Übertragung aus Kopenhagen.

Dänemarks Nationalteam verschob tags darauf das für Sonntag geplante Training fürs erste. Auch alle Medienaktivitäten wurden gestrichen. Das teilte der dänische Verband am Sonntagmorgen mit. Der dänische Verband hat seinen Spielern inzwischen auch psychologische Hilfe angeboten.

© SZ.de/sid/dpa/ska
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