Doping im Sport:Moskauer Kontrolllabor vorläufig suspendiert

Craig Reedie

Warnung Richtung Moskau: Der neue Wada-Präsident Craig Reedie

(Foto: dpa)

Drei Monate vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi entzieht die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada dem Moskauer Kontrolllabor vorläufig die Akkreditierung. Die Wada sieht die "Integrität der Doping-Analysen" gefährdet. Das Internationale Olympische Komitee reagiert gelassen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat knapp drei Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi das Doping-Kontrolllabor in Moskau vorläufig suspendiert. Wie die Wada am Sonntag mitteilte, wurde die Analyse-Einrichtung aufgefordert, das Qualitätsmanagement bis zum 1. Dezember zu verbessern und das Vertrauen in die ihre Arbeit wieder herzustellen. Ansonsten würde ihm die Akkreditierung für sechs Monate entzogen.

Die Wada habe dem Internationalen Olympischen Komitee "dringend empfohlen", etwas zu unternehmen, um die "Integrität der Doping-Analysen" durch das Moskauer Labor während der Olympischen Winterspiele vom 7. bis 23. Februar 2014 an der russischen Schwarzmeerküste sicherzustellen.

Das IOC sicherte der Einrichtung seine Unterstützung zu. Man sei zuversichtlich, dass alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden und das Kontrolllabor während der Spiele voll funktionsfähig sein werde. "Die Integrität des Testprogramms während der Spiele wird von diesen Entwicklungen unberührt bleiben, tatsächlich wird sie sogar gestärkt werden", teilte das IOC in einer Stellungnahme mit.

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