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DFL:Umsatz wächst auf 4,8 Milliarden Euro

Deutsche Profiklubs erwirtschaften zum 15. Mal in Serie Rekordwerte

Die neuen TV-Milliarden sind zwar noch längst nicht auf dem Konto, die dicken Schecks werden dennoch ausgestellt: Der deutsche Profifußball hat zum 15. Mal in Serie einen Umsatzrekord aufgestellt. Die Gesamterlöse der 36 Klubs aus Bundesliga und der 2. Liga beliefen sich in der vergangenen Saison auf 4,8 Milliarden Euro, das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 380 Millionen Euro. Das geht aus dem "Wirtschaftsreport 2020" der Deutschen Fußball Liga hervor.

DFL-Boss Christian Seifert schrieb in seinem Vorwort: "Bundesliga und 2. Liga verfügen zwischenzeitlich in Summe über eine verlässliche wirtschaftliche Stabilität." Den Hauptanteil am Rekord haben die Bundesligisten mit 4,02 Milliarden Euro erwirtschaftet. Da die Klubs allerdings 4,66 Milliarden wieder ausgegeben haben, blieb "nur" ein Gesamtgewinn in Höhe von 141,5 Millionen. Das lag vor allem an den Gehältern für Spieler und Trainer: Insgesamt 1,67 Milliarden kassierten die Profis.

Wie sehr die Vereine am Tropf der Medienunternehmen hängen, zeigt eine Zahl: Insgesamt 1,73 Milliarden flossen aus dem Verkauf der Medienrechte (national, international, inkl. DFB-Pokal) - rund 36 Prozent der Erlöse. Die zweitwichtigste Einnahmequelle ist die Werbung, die mit einer Milliarde (21 Prozent) aber bereits deutlich zurückhängt. Auf Platz drei folgen die Transfers mit 771 Millionen (16 Prozent). Damit wird noch einmal deutlich, wie wichtig der für diesen Mai erwartete Verkauf der nationalen Rechte für die vier Spielzeiten von 2021/22 bis 2024/25 ist.

© SZ vom 19.02.2020 / SID

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