Niederlage gegen Tschechien Deutschland scheitert bei der Eishockey-WM

Deutschlands Torhüter Philipp Grubauer (oben) pariert den Schuss von Tschechiens Jakub Voracek (rechts).

(Foto: dpa)
  • Deutschland scheitert im Viertelfinale der Eishockey-WM an Tschechien.
  • Am Ende steht es 1:5 - nur Frank Mauer trifft für das DEB-Team.
  • "Es ist bitter, denn ich glaube, es war viel mehr drin", sagt Verteidiger Korbinian Holzer.

Der Traum von der ersten WM-Medaille seit 66 Jahren ist geplatzt, Leon Draisaitl und Co. sind bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei im Viertelfinale gescheitert. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft um den NHL-Profi verlor in der ersten K.o.-Runde 1:5 (0:0, 1:1, 0:4) gegen den zwölfmaligen Titelträger Tschechien, 15 Monate nach der Silbersensation bei Olympia blieb ihr weiteres Edelmetall verwehrt.

Kleiner Trost: Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) beendete das erste Turnier mit dem neuen Bundestrainer Toni Söderholm an der Bande auf Platz sechs und erreichte damit die beste Abschlussplatzierung seit dem Halbfinaleinzug bei der Heim-WM 2010. Fünf Siege hatte sie zuletzt 1983 errungen.

"Wir sind leider zu ungeduldig geworden und haben blöde Gegentore kassiert", sagte Yannic Seidenberg, der noch kein positives WM-Fazit ziehen wollte: "Klar waren die Siege schön, aber wir wollten heute den nächsten Schritt gehen, daher sind wir jetzt enttäuscht." NHL-Verteidiger Korbinian Holzer sagte: "Es ist bitter, denn ich glaube, es war viel mehr drin."

Torwart Philipp Grubauer bekommt sofort viel Arbeit

452 Tage nach dem Olympiafinale von Pyeongchang erzielte der Münchner Frank Mauer (38.) das Tor für die deutsche Mannschaft, in der noch elf Silbermedaillengewinner von 2018 standen. Jan Kovar (34.) hatte die Tschechen in Führung gebracht, Jakub Voracek (45.), Dominik Kubalik (52.), Ondrej Palat (54.) und erneut Kovar (60.) besiegelten das deutsche Viertelfinal-Aus - auf die erste WM-Medaille seit Silber 1953 muss die DEB-Auswahl weiter warten.

Erstmals nach acht Tagen, seit dem 3:2 gegen den Gastgeber Slowakei, spielte Youngster Moritz Seider wieder für das Söderholm-Team. Der 18-Jährige hatte bei einem brutalen Check in die Bande eine Gehirnerschütterung erlitten. Für das größte deutsche Abwehrtalent, das im Juni beim NHL-Draft aller Voraussicht nach in der ersten Runde gezogen wird, musste der Straubinger Benedikt Schopper weichen.

Angefeuert von 5000 Landsleuten unter den 9085 Zuschauern begann der zwölfmalige Weltmeister mit viel Angriffsdruck. NHL-Torwart Philipp Grubauer bekam sofort viel Arbeit und hatte Glück, als Kovar das leere Tor nicht traf (2.). Die deutsche Mannschaft brauchte gut zehn Minuten, um sich vom Dauerdruck zu befreien. Dann hatte Leon Draisaitl das Führungstor auf dem Schläger, scheiterte aber allein vor Torwart Patrik Bartosak (13.).

Auch im zweiten Drittel hatten die Tschechen zunächst mehr vom Spiel, Grubauer rettete mit einer Glanzparade gegen Ondrej Palat (32.). Zwei Minuten später schlenzte Kovar den Puck über Grubauers Stockhand ins Netz. Nach einem Fehler von Bartosak schaltete der Kölner Frederik Tiffels am schnellsten und legte für Mauer zum Ausgleich auf. Im Schlussdrittel trafen nur noch die Tschechen durch Voracek, Kubalik, Palat und Kovar.

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