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Darts-WM:Mitfavorit Price siegt nur knapp

2020 William Hill World Darts Championship - Day 7

In der nächsten Runde: Gerwyn Price bei der Darts-WM.

(Foto: Getty Images)

Im Match gegen O'Connor kommt es bei der Darts-WM zu einer kuriosen Situation. Flensburg patzt überraschend in der Handball-Bundesliga.

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Darts, WM: Mitfavorit Gerwyn Price hat mit Glück ein frühzeitiges Aus bei der Darts-WM in London vermieden. Der an Nummer drei gesetzte Waliser gewann in der zweiten Runde im Alexandra Palace gegen den stark aufspielenden Iren William O'Connor mit 3:2 Sätzen und trifft in der dritten Runde am 27. Dezember auf den Schotten John Henderson. Price gilt nach einem starken Jahr als größter Konkurrent für Titelverteidiger Michael van Gerwen.

Price hatte hatte nach einem guten ersten Satz immer größere Probleme, während O'Connor vor allem bei der Doppelquote überzeugte. In der Verlängerung des Entscheidungssatzes kam es dann zu einer kuriosen Situation. O'Connor warf beim Stand von 2:2 in den Legs bei vier Punkten Rest nicht auf die Doppel-Zwei, sondern auf die Doppel-Eins. Price checkte 75 Punkte zum 3:2 und nutzte im darauffolgenden Leg seinen ersten Matchdart zum Sieg.

Handball, Bundesliga: Das Titelrennen in der Handball-Bundesliga bleibt auch kurz vor Weihnachten voller Überraschungen. Tabellenführer THW Kiel gewann sein Heimspiel gegen die HBW Balingen-Weilstetten zwar souverän mit 36:26 (19:10), parallel aber patzte Verfolger SG Flensburg-Handewitt und verlor beim Tabellenvorletzten Eulen Ludwigshafen mit 23:25 (12:12). Der Titelverteidiger war erst im zweiten Durchgang erstmals in Führung gegangen, aber dann drehte der Abstiegskandidat noch das Spiel. Neuer Tabellenzweiter ist daher nun die TSV Hannover-Burgdorf, die ihr Heimspiel gegen den HC Erlangen mit 29:25 (11:16) gewann.

Spitzenreiter aber bleibt mit nun 28:6-Punkten der THW Kiel, bei dem Ole Rahmel mit acht Treffern bester Werfer war. "Ich glaube, man konnte nicht erwarten, dass es heute so läuft", sagte THW-Keeper Dario Quenstedt. "Das war eine Leistung, auf der wir aufbauen können." Das kann auch Hannover, das sich nach einem schwachen ersten Durchgang nach der Pause deutlich steigerte - was vor allem am überragenden Torhüter Domenico Ebner lag. "Wenn wir in dieser Saison nichts holen, dann weiß ich auch nicht", sagte Ebner.

Basketball, NBA: Machtdemonstration vom "Greek Freak": Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks hat im Topspiel der NBA gegen die Los Angeles Lakers um LeBron James kräftig die Muskeln spielen lassen. Der wertvollste Spieler der vergangenen Saison (MVP) führte sein Team mit 34 Punkten und 11 Rebounds bei hoher Trefferquote zu einem 111:104-Sieg. Der 25 Jahre alte Ausnahmekönner kam mit fünf verwandelten Dreiern auf einen neuen Karrierebestwert. James (21 Punkte/12 Rebounds/11 Assists) und sein Co-Star Anthony Davis (36 Punkte/10 Assists) waren trotz ebenfalls starker Leistung letztlich machtlos. Die Bucks sind mit 25 Erfolgen (vier Niederlagen) das beste Team der Liga, die Lakers haben einen Sieg weniger auf dem Konto.

In einem weiteren hochklassigen Duell setzten sich die Houston Rockets bei den Los Angeles Clippers mit 122:117 durch. Russell Westbrook war mit 40 Punkten und 10 Rebounds erfolgreichster Scorer der Texaner, James Harden kam auf 28 Zähler und 10 Assists.

Olympia, Tokio: Die Organisatoren der Olympischen Spiele 2020 in Tokio haben das endgültige Budget bekannt gegeben. Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, liegt dies bei umgerechnet 11,3 Milliarden Euro (12,6 Milliarden Dollar). Zudem gibt es einen sogenannten "Kontingents-Topf" in Höhe von umgerechnet knapp 222 Millionen Euro für mögliche Notfälle wie Naturkatastrophen.

Nicht im Budget enthalten seien jedoch drei Milliarden Yen (etwa 24,7 Millionen Euro), die für die Verlegung des Marathons von Tokio nach Sapporo veranschlagt werden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte Anfang Dezember entschieden, den Marathon aufgrund des heißen und feuchten Klimas von der japanischen Hauptstadt auf die nördliche Insel Hokkaido zu verlegen. Gemeinsam mit dem IOC wollen die Organisatoren den Einfluss des Wetters auf Sportler und Zuschauer bei den Wettkämpfen vom 24. Juli bis 9. August so gering wie möglich halten.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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