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Champions League:Barcelona gelingt das Unmögliche

Mit einem furiosen 6:1-Heimsieg über Paris St. Germain macht Barça das 0:4 aus dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League wett.

Mit einer atemlosen Hetzjagd hat der FC Barcelona ein unglaubliches Comeback im Achtelfinale der Champions League geschafft. Das 6:1 (2:0) über den französischen Meister Paris St. Germain brachte den fünfmaligen Königsklassen-Gewinner um den deutschen Nationalkeeper Marc-André ter Stegen als erste Mannschaft nach einem 0:4 im Hinspiel noch in die nächste Runde. Paris mit Weltmeister Julian Draxler und dem früheren Bundesligakeeper Kevin Trapp brach sprichwörtlich ein. Luis Suarez (3.), Layvin Kurzawa mit einem Eigentor (40.), Lionel Messi (50./Foulelfmeter), Neymar (88., 90.+1/ Foulelfmeter) und Sergi Roberto (90.+5) sorgten für die historische Wende, die nach dem Gegentreffer von Edinson Cavani (62.) schon nicht mehr möglich erschien.

"Wenn sie in der Lage sind, gegen uns vier Tore zu schießen, können wir auch sechsmal treffen. In 90 Minuten kann eine unendliche Menge an Dingen passieren", hatte der im Sommer scheidende Barça-Trainer Luis Enrique vor dem Spiel orakelt. Das Selbstvertrauen kam nicht von ungefähr, immerhin hatte Barcelona seine bisherigen Gäste in dieser Champions-League-Saison regelrecht abgeschossen: 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach und Manchester City, 7:0 gegen Celtic Glasgow.

Barcelona erwischte auch den ersehnten Start nach Maß: Vor 96 290 Zuschauern köpfelte Suarez nach nicht einmal 180 Sekunden den Ball über den zögerlichen Trapp hinweg über die Linie. PSG-Verteidiger Thomas Meunier kam zu spät. Dennoch mussten die Katalanen bis in die Nachspielzeit zittern, ehe Sergi Robertodas Comeback vollendete.