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BVB:Watzke zu Aubameyang: "Es gibt immer Schmerzgrenzen"

BVB Aubameyang

Pierre-Emerick Aubameyang

(Foto: AFP)

Doch Dortmunds Geschäftsführer rechnet mit Verbleib seines besten Stürmers. Ein US-Golfer schafft eine seltene 59er-Runde. Real Madrid stellt einen Rekord auf.

Bundesliga, Dortmund: Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, 57, würde Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang, 27, bei einem unmoralischen Angebot trotz Vertrages bis 2020 wohl ziehen lassen. "Im Fußball gibt es grundsätzlich und unabhängig von Namen immer Schmerzgrenzen", sagte Watzke in einem Interview mit der Bild-Zeitung: "Aber wir beschäftigen uns mit dieser Frage überhaupt nicht."

Grundsätzlich verfolgt Watzke die Transfer-Gerüchte um Aubameyang, der derzeit beim Afrika-Cup weilt, völlig entspannt. "Weil ich nichts sehe, was sich aktuell anbahnt. Und wenn etwas kommt, was ihn komplett umhaut, dann werden wir das besprechen", sagte Watzke: "Aber auch dann ist es nicht zwingend so, dass er geht. Auba hat hier einen sehr langfristigen Vertrag."

Aubameyang war mit 16 Treffern der überragende Spieler der ersten Saisonhälfte. Zuletzt kamen Spekulationen auf, der chinesische Klub Shanghai SIPG locke den Gabuner mit einem Jahresgehalt von 41 Millionen Euro und biete dem BVB eine Ablöse von 150 Millionen Euro. Auch Real Madrid wird immer wieder ein Interesse an dem schnellen Angreifer nachgesagt. "Das Thema gibt es ja schon zwei, drei Jahre, und er ist immer noch hier", sagte Watzke: "Ich habe das ja schon bei Marco Reus erlebt. Der war auch schon überall auf der Welt - und ist immer noch hier."

Testspiel: Auch ohne Aubameyang setzte sich die Borussia am Donnerstagabend gegen Standard Lüttich mit 3:0 (1:0) durch. Im Estadio Municipal de Marbella erzielten Christian Pulisic (15.), Felix Passlack (55.) und Raphael Guerreiro (73.), der ein erfolgreiches Comeback feierte, die Treffer. Verletzt hatte sich zuvor Ousmane Dembelé abgemeldet. Der 19-Jährige muss wegen einer Sehnenzerrung im Hüftbeugemuskel vorerst pausieren.

Golf: Justin Thomas hat beim PGA-Turnier in Honolulu/Hawaii eine der seltenen 59er-Runden gespielt. Der 23-Jährige aus Louisville/Kentucky blieb am ersten Tag des mit sechs Millionen Dollar dotierten Turniers mit zwei Eagles und acht Birdies (ein Bogey) elf Schläge unter Par. Thomas unterstrich damit seine ausgezeichnete Form. Erst am Sonntag hatte er auf Hawaii das Tournament of Champions gewonnen.

Thomas ist erst der siebte Spieler in der Geschichte der PGA, der eine 59 notieren durfte. Zuvor war dieses Kunststück Al Geiberger (1977), Chip Beck (1991), David Duval (1999), Paul Goydos, Stuart Appleby (beide 2010) und Jim Furyk (2013) gelungen. Auf der European Tour hat es noch nie eine 59er Runde gegeben.

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Die besten Runden in der Geschichte der großen Profitouren (58 Schläge) spielten Furyk in Cromwell/Conneticut im vergangenen Jahr und Japans Ryo Ishikawa im Jahr 2010 beim The Crowns auf der Japan Tour.

Fußball, Spanien: Real Madrid hat einen Rekord im spanischen Profi-Fußball aufgestellt und ist mit Toni Kroos und ohne den geschonten Cristiano Ronaldo ins Pokal-Viertelfinale eingezogen. Die Königlichen blieben am Donnerstagabend beim 3:3 gegen den FC Sevilla zum 40. Mal nacheinander in einem Pflichtspiel ungeschlagen. Das schaffte zuvor noch kein Club in Spanien. Zuvor hatte Erzrivale FC Barcelona die Bestmarke für die meisten Pflichtspiele ohne Niederlage gehalten.

Trotz des deutlichen 3:0-Hinspielsiegs von Real zeigte Sevilla von Beginn an eine engagierte Leistung und lieferte im heimischen Stadion Ramón Sánchez Pizjuán einen großen Kampf. In der zehnten Minute sorgte Danilo per Eigentor für das 1:0 der Andalusier. Kurz nach der Halbzeit glich Marco Asensio für Madrid aus (48.), ehe Stevan Jovetić (53.) und Vicente Iborra (77.) die Gastgeber erneut in Führung schossen. Sergio Ramos per Foulelfmeter (83.) und Karim Benzema (90.) machten schließlich das Weiterkommen für Real endgültig perfekt. Weltmeister Kroos spielte die gesamten 90 Minuten. Bereits am Samstag treffen Europa-League-Sieger Sevilla und Real in der Liga im selben Stadion erneut aufeinander.

Handball-WM: Mitfavorit Spanien ist erfolgreich in die Handball-WM in Frankreich gestartet, die künftig von Bundestrainer Dagur Sigurdsson trainierten Japaner haben dagegen gleich zum Auftakt eine deutliche Pleite kassiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten besiegten die Spanier am Donnerstagabend Island in Metz mit 27:21 (10:12).

Bester Werfer der Isländer war der Bundesliga-Profi Gudjon Valur Sigurdsson von den Rhein-Neckar Löwen mit fünf Treffern. Die Japaner, die Dagur Sigurdsson nach der WM übernehmen wird, verloren gegen Russland klar mit 29:39 (15:18).

Auch für die stark eingeschätzten Polen lief es in ihrem ersten WM-Spiel nicht. Die Mannschaft von Trainer Talant Dujshebaev unterlag Norwegen in Nantes mit 20:22 (10:12). Bester Werfer für die Polen war der ehemalige Magdeburger Tomasz Gebala mit sieben Treffern. Für die Norweger, die bereits mit dem Halbfinaleinzug bei der vergangenen EM überrascht hatten, war Espen Lie Hansen mit sechs Toren am erfolgreichsten.

Einen überragenden Nachmittag hatte zuvor Mazedoniens Superstar Kiril Lazarov erwischt. Beim 34:30 (13:14)-Erfolg gegen Tunesien erzielte Lazarov zwölf Treffer für sein Team. Mit jeweils acht Toren waren auch die Slowenen Borut Mackovsek und Gasper Marguc beim deutlichen 42:25-Auftaktsieg gegen überforderte Angolaner äußerst erfolgreich.

Tennis, Australian Open: Angelique Kerber hat für den Start in die Titelverteidigung bei den Australian Open ein nicht allzu schweres Los erhalten. Die Weltranglisten-Erste muss gegen die Ukrainerin Lessia Zurenko antreten, derzeit die Nummer 61 der Tennis-Welt. Vor der Auslosung am Freitag in Melbourne hatte Kerber gemeinsam mit dem letztjährigen Männer-Sieger Novak Djokovic die Siegerpokale präsentiert. "Das ist schon etwas Besonderes, als Titelverteidigerin hierher zu kommen", sagte sie. Sie wolle aber wieder nur von Runde zu Runde schauen, nachdem sie im Vorjahr beim Start gegen die Japanerin Misaki Doi erst nach Abwehr eines Matchballs noch weiterkam - und dann das Turnier gewann.

In der zweiten Runde könnte es ein deutsches Duell gegen Carina Witthöft geben. Kerbers letztjährige Finalgegnerin Serena Williams aus den USA erhielt in der Schweizerin Belinda Bencic eine schwere Gegnerin für die erste Runde. Bislang stehen sechs deutsche Damen im Hauptfeld des ersten Grand-Slam-Turniers im neuen Jahr, das am Montag beginnt und mit umgerechnet 35 Millionen Euro dotiert ist.

Die an Nummer 26 gesetzte Laura Siegemund muss gegen die Serbin Jelena Jankovic antreten, einst die Nummer eins der Welt. Bei einem Sieg wäre ein Duell mit Julia Görges möglich, die erst auf die Tschechin Katerina Siniakova trifft. Andrea Petkovic spielt gegen Kayla Day aus den USA, die dank einer Wildcard dabei ist. Annika Beck bekommt es mit der Australierin Ashleigh Barty zu tun.

Bei den Herren sind bisher sieben deutsche Profis dabei. Der an Nummer 24 gesetzte Hamburger Alexander Zverev startet gegen den Niederländer Robin Haase, sein älterer Bruder Mischa gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez. Schwere Lose erhielten Routinier Florian Mayer gegen den einstigen Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal aus Spanien, Dustin Brown gegen den letztjährigen Wimbledon-Finalisten Milos Raonic aus Kanada und Jan-Lennard Struff gegen den Österreicher Dominic Thiem. Der an Nummer 32 gesetzte Philipp Kohlschreiber erhielt den Georgier Nikolos Basilaschwili zugelost, Altmeister Tommy Haas den Franzosen Benoît Paire. Beide deutschen Routiniers sind derzeit noch angeschlagen. Der serbische Titelverteidiger Djokovic steht gegen Fernando Verdasco vor einer kniffligen Aufgabe, beim Turnier in Doha hatte er jüngst im Halbfinale fünf Matchbälle gegen den Spanier abwehren müssen. Im Finale besiegte Djokovic dann den Weltranglisten-Ersten Andy Murray. Der Schotte, dem der Titel in Melbourne noch fehlt, muss zunächst gegen Ilija Martschenko aus der Ukraine antreten.