Bundesliga: Petersen, Papadopoulos & Co. – Gökhan Töre (Hamburger SV)

Es gibt Fachleute, die den Neu-Hamburger Gökhan Töre (auf dem Foto links)), 19, für schwer erziehbar halten. Nicht nur, weil er zuweilen die rote Karte sieht und häufig die Defensiv-Arbeit vernachlässigt. Sie stecken ihn in eine Liga mit dem nicht gut beleumundeten Bremer Marko Arnautovic. Aber sie sagen auch: Der in Köln geborene Deutsch-Türke, der mit 17 Jahren Bayer Leverkusen verließ, um beim FC Chelsea seine Lehre fortzusetzen, habe fußballerisch (mindestens) ähnliche Begabungen wie Arnautovic. Zu ihnen zählt der neue HSV-Sportdirektor Frank Arnesen, der Töre schon nach London holte. Seit einige Mitspieler den beidfüßigen Flügelstürmer im Trainingslager zurechtstutzten, ist der trickreiche und torgefährliche Dribbler so emsig, dass er dabei ist, ein anderes HSV-Talent auf der Außenbahn auszustechen: Änis Ben-Hatira. Der ist, mit Verlaub, mit 23 Jahren ja auch schon ein alter Sack. Jörg Marwedel

Bild: dpa 4. August 2011, 10:552011-08-04 10:55:55 © SZ vom 4.8.2011 /thob