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Fußball-Profis:Wem der Abschied vor leeren Rängen droht

Ihre Verträge laufen am 30. Juni aus: Spielen Mario Götze, Mario Gomez und Co. nie wieder vor ihren heimischen Fans? Wer noch alles betroffen ist.

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BVB-Stürmer Mario Götze im Champions-League-Spiel gegen Tottenham

Quelle: Bernd Thissen/dpa

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Die Beziehung von Mario Götze zu den Anhängern von Borussia Dortmund war nicht immer einfach, nun dürfte er den Klub verlassen, ohne noch einmal vor den Fans im Westfalenstadion auf dem Rasen zu stehen. Falls die Saison noch einmal angepfiffen wird, dann ohne Zuschauer - und Götzes Vertrag endet am 30. Juni. In der aktuell pausierenden Spielzeit hat er wenige Argumente präsentiert, um sich für eine Verlängerung zu empfehlen. Im Gegenteil, manche sehen ihn nur noch als Stürmer Nummer sechs beim BVB, hinter Erling Haaland, Jadon Sancho, Marco Reus, Julian Brandt und Thorgan Hazard. Zuletzt hieß es, Hertha BSC hätte Interesse.

Bundesliga - Hertha BSC v Werder Bremen

Quelle: REUTERS

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Bei Hertha BSC ist nicht nur Vedad Ibisevic (rechts im Bild) betroffen, auch die Kontrakte von Salomon Kalou, Per Skjelbred und Peter Pekarik laufen aus. Die kuriose Komponente: Ibisevic ist der aktuelle Kapitän, Kalou, Skjelbred und Pekarik haben in der Vergangenheit die Binde getragen. Bleibt den vier Spielern ein würdiger Abschied vor eigenem Publikum verwehrt?

FC Bayern Muenchen v FC Augsburg - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

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Beim FC Bayern enden zum 30. Juni die Leihverträge von Philippe Coutinho (im Bild), Ivan Perisic und Álvaro Odriozola. Eine Weiterbeschäftigung gilt bei allen dreien als fraglich: Perisic gehört nicht mehr zu den Jüngsten, Odriozola hat seit seiner Verpflichtung im Winter kaum eine Minute gespielt, für Coutinho müssten die Münchner die festgeschriebene Ablöse von 120 Millionen Euro an den FC Barcelona überweisen. Ein mehr als fraglicher Schritt, gerade in diesen Zeiten.

FC Schalke 04 - 1. FC Köln

Quelle: dpa

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Bei Schalke 04 laufen die Verträge von Benjamin Stambouli (links im Bild) und Daniel Caligiuri aus. Der Klub will tendenziell mit beiden verlängern, Sportvorstand Jochen Schneider kündigte bereits an, er gehe davon aus, "dass vor dem 34. Spieltag alles geklärt ist". Ob das auch noch in der aktuellen Situation gilt?

Bayer Leverkusen - 1. FC Union Berlin

Quelle: Federico Gambarini/dpa

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Bei Charles Aranguiz (rechts im Bild) ist die Lage ungewiss. Sein Kontrakt endet am 30. Juni, Leverkusens Sportchef Rudi Völler berichtet aber von "positiven Signalen und Gesprächen" mit dem Chilenen. Bayer würde gerne verlängern, der feinfüßige Mittelfeldspieler soll aber weitere Anfragen vorliegen haben.

SC Freiburg - VfB Stuttgart

Quelle: Patrick Seeger/dpa

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Auch der Vertrag von Janik Haberer vom SC Freiburg läuft am 30. Juni aus. Er dürfte zu den begehrteren Spielern dieses Transfersommers zählen: Er ist 25, zentraler Mittelfeldspieler, transfermarkt.de schätzt seinen Marktwert auf zehn Millionen Euro. Ob die Freiburger Fans ihn noch einmal live im Stadion zu sehen bekommen?

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart

Quelle: dpa

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Bei ihm wäre ein Abschied vor leeren Rängen besonders tragisch: Seit 2013 spielt Raffael in Gladbach, nun läuft sein Vertrag aus. Ob er verlängert wird? Unter Trainer Marco Rose spielt der Publikumsliebling kaum noch, Sportchef Max Eberl sagte im Winter bereits: "Es wird einem Spieler wie Raffael nicht gerecht, wenn man ihm einfach einen Vertrag für ein weiteres Jahr gibt. Es muss sportlich für alle Beteiligten Sinn machen."

Fortuna Duesseldorf v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Quelle: Alex Grimm/Getty

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Bei Fortuna Düsseldorf endet der Vertrag von Kevin Stöger (im Bild, rotes Trikot) und neun weiteren Spielern. Bei Union Berlin sind es gar elf Profis, unter anderem Sebastian Polter und Grischa Prömel. Bei beiden Klubs stehen etliche Abschiede an, vermutlich ohne Blumenstrauß vor der vollbesetzten Kurve.

VfB Stuttgart - Hannover 96

Quelle: dpa

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Auch in der 2. Liga laufen geschätzt 200 Verträge aus, unter anderem der von Mario Gomez. Der frühere Nationalspieler wird bald 35 Jahre alt, es gebe "sehr konkrete Absprachen" mit dem VfB Stuttgart, sagte Gomez zuletzt. Die Zeichen sollen aber auf Abschied stehen. Im leeren Stadion? Ohne Blumenstrauß? Ohne Tränen in den Augen? Bei Gomez und dem VfB eigentlich unvorstellbar.

HSV-Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulos 2018 im Bundesliga-Spiel des Hamburger SV gegen den 1. FC Köln.

Quelle: dpa

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Beim Hamburger SV sind es sogar elf Spieler, die den Klub verlassen könnten: Kyriakos Papadopoulos (im Bild), Jairo Samperio, Timo Letschert, Aaron Hunt, Christoph Moritz und Tobias Knost. Zudem enden die Leihen von Adrian Fein, Louis Schaub, Jordan Beyer, Martin Harnik und Joel Pohjanpalo. Im Falle von Papadopoulos sehnt der HSV den 30. Juni geradezu herbei: Der Grieche (ausgestattet mit einem Kontrakt aus Bundesligazeiten) galt dank einer kuriosen Vertragsklausel, bei der sein Ex-Verein Bayer Leverkusen kräftig mitkassiert hätte, lange als unverkäuflich. Sein Abschied im Sommer ist mehr als gewiss.

© SZ.de/ebc/tbr
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