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Boxen:Weltmeister in drei verschiedenen Gewichtsklassen

Canelo Alvarez v Sergey Kovalev

Canelo Álvarez feiert einen historischen Erfolg.

(Foto: AFP)

Der Mexikaner Canelo Álvarez knockt Sergej Kowalew aus und feiert einen historischen Erfolg. Hannover 96 entlässt Trainer Mirko Slomka. Ashleigh Barty gewinnt die WTA-Championships.

Boxen: Der Mexikaner Saul Alvarez hat sich durch einen Sieg gegen Sergej Kowalew zum WBO-Weltmeister im Halbschwergewicht gekrönt und Box-Geschichte geschrieben. Der 29-Jährige setzte sich in der Nacht zum Sonntag in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas gegen den Russen durch Technischen K.o. in der elften Runde durch. Alvarez hält nach dem Triumph - es war sein erster Kampf im Halbschwergewicht überhaupt - vier WM-Titel in drei verschiedenen Gewichtsklassen. "Das ist ein weiterer Schritt in meiner Karriere, meiner Geschichte", sagte Alvarez nach dem Kampf: "Ich bitte darum, geduldig mit mir zu sein, denn ich werde Geschichte schreiben. Das ist eine Garantie." Dabei hat sich der rothaarige Mexikaner mit dem Kampfnamen "Canelo" (Zimt) mit dem Sieg bereits einen Platz in der Box-Historie verschafft. Weltmeister in drei verschiedenen Gewichtsklassen gleichzeitig zu sein, hatte vor ihm nur der Amerikaner Henry Armstrong 1938 im Feder-, Leicht- und Weltergewicht geschafft. Alvarez hält neben dem Halbschwergewichts-Gürtel der WBO zudem den Supermittelgewichts-Titel der WBA und ist Mittelgewichts-Champion der IBF und des WBC. "Canelo ist ein großartiger Champion", gestand selbst "Krusher" Kowalew nach der Niederlage ein: "Ich war nach meinem letzten Kampf nicht vollständig erholt, aber das ist in Ordnung. Ich habe großen Respekt vor Canelo. Er hat Geschichte geschrieben."

Fußball, 2. Liga: Hannover 96 hat Trainer Mirko Slomka mit sofortiger Wirkung entlassen. Die Niedersachsen reagierten damit auf die sportliche Talfahrt des Klubs. Dies gab Hannover am Sonntag bekannt. Zwei Tage zuvor hatte die Mannschaft beim 1:1 (1:0) gegen den SV Sandhausen enttäuscht. 96 hat unter Slomka nur drei der zwölf Ligaspiele gewonnen, in sechs Heimspielen gelang bislang kein Sieg. Hannover hinkt den eigenen Ansprüchen weit hinterher, am Samstag hatte der Klub eine umfassende Analyse der sportlichen Situation angekündigt. Statt wie angepeilt um den direkten Wiederaufstieg zu spielen, finden sich die Niedersachsen im unteren Tabellendrittel wieder. Slomka hatte den Trainerjob in Hannover erst im Sommer als Nachfolger von Thomas Doll übernommen. Für den 52-Jährigen war es die zweite Amtszeit bei den Roten. Bereits zwischen Januar 2010 und Weihnachten 2013 hatte Slomka den Klub als Cheftrainer betreut und in dieser Zeit zweimal in den Europacup geführt.

Tennis, WTA: Die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty hat ihr herausragendes Tennis-Jahr mit dem Titel bei den WTA Finals in Shenzhen gekrönt. Im Endspiel gewann die 23 Jahre alte Australierin am Sonntag dank einer starken Leistung gegen Titelverteidigerin Jelina Switolina 6:4, 6:3. Alle vorherigen fünf Partien gegen die Ukrainerin hatte Barty verloren. Für ihren Erfolg beim Saisonabschluss der besten acht Tennisspielerinnen des Jahres kassierte Barty gut 4,4 Millionen US-Dollar. In ihrem erfolgreichen Tennis-Jahr hatte Barty bei den French Open in Paris erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier triumphiert und ist zur Nummer eins der Welt aufgestiegen. Nun sicherte sie sich als Debütantin und erste Australierin seit Evonne Goolagong Cawley 1976 den Titel bei den WTA Finals, die auch als eine Art Tennis-WM gelten. Die Einzel-Konkurrenz fand diesmal ohne deutsche Beteiligung statt, auch die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber hatte nach enttäuschenden Ergebnissen die Qualifikation verpasst. Im Doppel schied Anna-Lena Grönefeld aus Nordhorn mit ihrer niederländischen Doppelpartnerin Demi Schuurs erst im Halbfinale aus.

Schach: Schach-Weltmeister Magnus Carlsen hat seine erste Niederlage seit dem 31. Juli 2018 kassiert - allerdings im Finale eines völlig neuen WM-Formats. Der 28 Jahre alte Norweger verlor das Endspiel der Fischer-Random-Weltmeisterschaft in Oslo mit 2,5:13,5 gegen den Amerikaner Wesley So. Der zwei Jahre jüngere Kontrahent setzte sich am Wochenende im Endspiel mit vier Siegen und zwei Remis überraschend deutlich gegen den Weltmeister im klassischen Schach durch. Die Idee des Random (Zufalls)-Schachs hatte einst der legendäre Ex-Weltmeister Bobby Fischer - die nach dem Amerikaner benannte neue Schach-Variante feierte nun in der norwegischen Hauptstadt ihre WM-Premiere. Beim Fischer Random Schach oder Chess960 wird die Stellung der Figuren auf der Grundreihe zufällig gewählt. Daraus können 960 verschiedene Kombinationen entstehen, wodurch die gängige Eröffnungstheorie im klassischen Schach wegen der unzähligen Möglichkeiten nicht anwendbar ist. Die bis dato letzte Niederlage hatte Carlsen am 31. Juli 2018 beim Großmeisterturnier in Biel gegen Schachrijar Mamedjarow aus Aserbaidschan kassiert. In 101 Partien blieb Carlsen bis dato ungeschlagen - das untermauerte seinen Nimbus als zur Zeit mit Abstand bester Schachspieler der Welt.

Basketball, NBA: Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder hat Oklahoma City Thunder nach zuletzt schwierigen Tagen zum zweiten Saisonsieg in der NBA geführt. Der 26-Jährige riss beim 115:104 gegen die New Orleans Pelicans das Spiel in der Schlussphase an sich, die letzten sechs Zähler für Thunder erzielte Schröder selbst. Nach sechs Spielen steht Oklahoma dennoch in der unteren Hälfte der Western Conference. Insgesamt steuerte Schröder 17 Punkte, neun Rebounds und zwei Assists zum Sieg bei, bester Werfer seines Teams war Shai Gilgeous-Alexander mit 23 Zählern. Moritz Wagner konnte auch mit seiner Saisonbestleistung die nächste Niederlage der Washington Wizards nicht verhindern. Der 22-Jährige erzielte beim 109:131 gegen die Minnesota Timberwolves als Bankspieler 14 Punkte und holte fünf Rebounds. Isaac Bonga stand erneut in der Startformation der Wizards und kam auf drei Punkte und drei Rebounds. Die Philadelphia 76ers gewannen zudem auch ihr fünftes Saisonspiel, bleiben als einziges Team der Liga ungeschlagen und konnten sich bei Furkan Korkmaz bedanken. Der Türke traf beim 129:128 bei den Portland Trail Blazers 0,4 Sekunden vor der Schlusssirene entscheidend für drei Punkte. Meister Toronto Raptors kassierte beim 105:115 bei den Milwaukee Bucks die zweite Saisonniederlage und scheiterte dabei vor allem an Giannis Antetokounmpo: Der Grieche kam auf 36 Punkte, 15 Rebounds und acht Assists für die Bucks.

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