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Borussia Dortmund:Selbstkritik von Geschäftsführer Watzke

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat seine umstrittenen Äußerungen zu Beginn der Corona-Krise verteidigt, aber auch Selbstkritik geübt: "Ich habe mir diese Sendung noch einmal genau angesehen und muss sagen, dass jeder Satz, den ich gesagt habe, inhaltlich korrekt war", betonte er in der Bild am Sonntag zu seinem ARD-Interview vor zwei Wochen, "ich hätte es allerdings freundlicher und empathischer ausdrücken können. Mea culpa!"

Watzke war vor allem vorgeworfen worden, dass er einen möglichen Corona-Solidarfonds in der Bundesliga kritisch bewertet hatte, weil dadurch Klubs begünstigt werden könnten, die zuletzt schlecht gewirtschaftet hätten: "Wir können nicht unter den Tisch fallen lassen, dass die Bundesliga-Vereine Wettbewerber sind und bleiben. Trotzdem sind wir natürlich solidarisch, wenn jemand unverschuldet in eine Schieflage geraten ist", sagte er nun. Dortmund wäre, falls nötig, grundsätzlich auch bereit, einem Erzrivalen wie Schalke 04 zu helfen. "Aber es macht keinen Sinn, einen Verein, der komplett über seine Verhältnisse gelebt hat, mit so einem Bundesliga-Soli zu retten. Dabei bleibe ich", so Watzke.

Konkrete Solidarität übte der BVB bereits diese Woche im Verbund mit dem FC Bayern, RB Leipzig und Bayer Leverkusen. Die vier deutschen Champions-League-Starter wollen 20 Millionen Euro aus Uefa-Einnahmen in einen Solidartopf für andere Bundesligisten einzahlen. Watzke betonte, dass der Urheber der Aktion der Münchner Klubchef gewesen sei: "Die Grundidee dazu kam von Karl-Heinz Rummenigge. Ehre, wem Ehre gebührt!"

© SZ vom 30.03.2020 / sid

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