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Borussia Dortmund:Mut und Millionen

Der BVB bestätigt die Verpflichtung von Nico Schulz aus Hoffenheim - Klubchef Watzke setzt andere Ziele nach oben: "Es ist an der Zeit, etwas ambitionierter aufzutreten."

Für Borussia Dortmund soll die Zeit der bescheidenen Ziele vorbei sein. Anders als in den vergangenen Jahren sagt der Bundesliga-Zweite dem Serienmeister FC Bayern den Kampf an: "Es ist an der Zeit, ambitionierter aufzutreten. Wir werden mit der Maßgabe in die neue Saison gehen, dass wir versuchen, um die Meisterschaft mitzuspielen", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Der BVB-Chef sprach von einer "klaren Verpflichtung. Es gibt keine andere zweite Kraft in Deutschland als Borussia Dortmund. Wir haben im gesamten Jahrzehnt nur 2018 am Ende nicht um einen Titel gekämpft. Deshalb werden wir das jetzt offensiver angehen. Mal schauen, was wir dafür kriegen".

Die Kritik, dass der BVB für das knapp verlorene Titelduell mit den Münchnern zu spät das Meister-Ziel ausgegeben hatte, versteht Watzke: "Mit dem Wissen von heute hätte ich das vielleicht offensiver nach dem Sieg zu Beginn der Rückrunde in Leipzig angehen müssen. Aber damals hatte ich nicht das Gefühl, dass alle davon überzeugt waren." Nun sei die Zeit für eine neue Strategie gekommen. Relativierend fügte Watzke an: "Uns trennen von den Bayern finanziell Welten. Wir sind nicht so blöd zu sagen, wir müssen unbedingt Meister werden. Aber dran bleiben wäre ganz gut." Passend zur neuen mutigen Herangehensweise gab der BVB am Dienstag die Verpflichtung von Nationalspieler Nico Schulz bekannt. Für den 26 Jahre alten Linksverteidiger zahlt Dortmund angeblich 27 Millionen Euro Ablöse an die TSG Hoffenheim. Schulz erhält einen Fünfjahresvertrag bis 2024. "Achraf Hakimi und Nico Schulz - schnellere Außenverteidiger als wir wird niemand haben", sagte Watzke über den Transfer des gebürtigen Berliners, der in bisher sechs Länderspielen zwei Tore erzielt hat. Zudem hat der BVB offenbar das Rennen um Nationalspieler Julian Brandt, 23, gewonnen. Der Offensivspieler verlässt nach fünfeinhalb Jahren Bayer Leverkusen und wechselt für eine festgeschriebene Ablöse von 25 Millionen Euro nach Dortmund. Eine entsprechende Meldung der Bild-Zeitung bestätigte Bayer am Dienstagabend.