Basketball in der NBA Stephen Curry wirft 13 Dreier in einem Spiel

Stephen Curry von den Golden State Warriors.

(Foto: AFP)

Damit bricht der Basketball-Profi der Golden State Warriors seinen eigenen NBA-Rekord. Zweitligist St. Pauli verliert auch in Würzburg und bleibt Tabellenletzter.

Basketball: Stephen Curry von den Golden State Warriors hat seinen eigenen NBA-Rekord gebrochen. Im Spiel gegen die New Orleans Pelicans (116:106) verwandelte der 28-Jährige 13 Würfe von der Dreierlinie, bislang stand die Bestmarke bei zwölf erfolgreichen Versuchen. Curry, zweimal wertvollster Spieler (MVP) der nordamerikanischen Basketball-Profiliga und Champion von 2015, kam auf 46 Punkte. "Das ist ein wirklich cooler Rekord", sagte Curry: "Er wird wahrscheinlich nicht lange halten, so wie die Jungs in dieser Liga werfen. Aber es ist etwas besonderes." Den bisherigen Bestwert von zwölf hatte sich Curry mit Kobe Bryant und Donyell Marshall geteilt. Curry war noch am Freitag nach seiner Rekordserie von 157 Spielen mit erfolgreichem Dreier bei der überraschenden 97:117-Niederlage bei den Los Angeles Lakers erstmals ohne Treffer geblieben. Der Point Guard ist mit 402 verwandelten Dreiern in einer Spielzeit (2015/16) ebenfalls Bester der NBA-Geschichte. Gegen die Pelicans, die im siebten Saisonspiel die siebte Niederlage kassierten, traf Curry 13 seiner 17 Würfe von jenseits der 7,24-m-Linie. Gegen die Lakers war er zehnmal gescheitert.

2. Bundesliga: Der FC St. Pauli rutscht in der 2. Fußball-Bundesliga immer tiefer in die Krise. Das Tabellenschlusslicht verlor zum Abschluss des 12. Spieltags auch beim Aufsteiger Würzburger Kickers mit 0:1 (0:0), ein spätes Eigentor von Verteidiger Vegar Hedenstad (84.) besiegelte die achte Saisonniederlage. "Das Gegentor ist der absolute Wahnsinn, aber das passt ja ins Bild", sagte Trainer Ewald Lienen bei Sky: "Wir haben gut angefangen und hätten in Führung gehen können, haben dann aber nachgelassen."Lienens Mannschaft wartet nun schon seit acht Ligaspielen auf einen Sieg, der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt fünf Punkte. Die Kickers kletterten mit Trainer Bernd Hollerbach nach zuletzt zwei Liganiederlagen dagegen wieder auf den sechsten Platz. "Wir haben verdient gewonnen, weil wir viel investiert haben. Beim Tor hatten wir dann das Glück des Tüchtigen", sagte Hollerbach.

Bei den Hamburgern waren dem Spiel bewegte Tage vorausgegangen. In der vergangen Woche hatte sich der Klub von Sportchef Thomas Meggle getrennt, Geschäftsführer Andreas Rettig übernahm vorerst das Amt. Chefcoach Lienen durfte dagegen bleiben.Vor 13.080 Zuschauern konnte St. Pauli das Spiel in Würzburg in den ersten Minuten ausgeglichen gestalten, dann übernahmen die Gastgeber jedoch das Kommando. Würzburgs Rico Benatelli (10.) traf aus kurzer Distanz per Kopf die Latte, insgesamt wirkte die Hamburger Defensive von nun an verunsichert und wackelig.Das änderte sich erst im Laufe der zweiten Halbzeit, nachdem Lienen seine Mannschaft besser auf den Gegner eingestellt hatte. Das Spiel war nun hart umkämpft, allerdings gab es auf beiden Seiten kaum noch gute Torchancen. Kurz vor Schluss schoss dann jedoch Brian Koglin seinen Mitspieler Hedenstad an, und der Ball sprang ins Tor.

Fußball: Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden muss die "Bullenkopf-Affäre" teuer bezahlen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte am Montag nach einer mündlichen Verhandlung in Frankfurt/Main einen Teilausschluss der Zuschauer sowie eine Geldstrafe in Höhe von 60.000 Euro. Grund sind vor allem die Vorfälle während des DFB-Pokalspiels gegen RB Leipzig (5:4 i.E. für Dresden) am 20. August.

Im kommenden Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth am 20. November müssen mehrere Blöcke geschlossen werden, insgesamt geht es um rund 9000 Fans. An dem Bullenkopf-Wurf waren nach Angaben der Dresdner Polizei sieben Menschen beteiligt. Sechs Personen hätten identifiziert werden können, hieß es am Montag in einer Mitteilung nach Abschluss der Ermittlungen. Die Männer aus Nordsachsen und Südbrandenburg im Alter von 16, 17, 21, 26, 28 und 34 Jahren müssten sich nun wegen einer Ordnungswidrigkeit verantworten.

Dynamo spielte nach einem Sportgerichts-Urteil bereits auf Bewährung, diese wurde nun widerrufen. Hauptanklagepunkt des DFB-Kontrollausschusses war der Wurf eines abgetrennten Bullenkopfes aus dem Dresdner Zuschauerbereich in den Innenraum, der allerdings erst durch nach dem Spiel veröffentlichte Bilder und Videos der breiten Öffentlichkeit auffiel. Während der Partie waren zudem mehrere Banner zu sehen, auf denen mindestens äußert geschmacklos gegen die Gäste aus Leipzig gewettert wurde. "Das was ans Transparenten gezeigt wurde, geht weit über die freie Meinungsäußerung hinaus", sagte der Vorsitzende des Sportgerichts, Hans E. Lorenz, in seiner Urteilsbegründung. Der Zweitligist musste sich in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main zudem mit fünf weiteren, seit dem RB-Spiel erhobenen Anklagen auseinandersetzen. Weil es auch in diesen Fällen um das Fehlverhalten der Dresden-Anhänger (in Zweitligapartien) ging, wurden die Verfahren zu einem gebündelt.

Tennis: Roger Federer wird erstmals seit mehr als 14 Jahren nicht mehr in den Top 10 der ATP-Weltrangliste geführt. Der seit langem verletzte Schweizer fiel im jüngsten Ranking vom neunten auf den 16. Rang. Zuletzt wurde der 35-Jährige am 7. Oktober 2002 außerhalb der Top 10 geführt (13.). Federer hat wegen einer Knieverletzung frühzeitig seine Saison beendet, sein letztes Spiel bestritt er im Juli bei seinem Halbfinal-Aus in Wimbledon gegen den Kanadier Milos Raonic. Sein Comeback will er beim Hopman Cup in Australien (ab 1. Januar 2017) bestreiten. Ein baldiges Karriereende hat der Ausnahmespieler ausgeschlossen.