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America's Cup:Oracle gewinnt den Thriller vor San Francisco

America's Cup Segeln Team Oracle

Acht Siege in Folge: Das Oracle Team USA jubelt.

(Foto: AFP)

Es war eine der dramatischsten Aufholjagden der Sportgeschichte: Die US-Crew vom Team Oracle macht aus einem 1:8 noch ein 9:8 - und gewinnt den America's Cup gegen das Team Neuseeland.

Das Oracle Team USA hat nach einem dramatischen Finale den America's Cup verteidigt. Larry Ellisons amerikanischer Segelrennstall holte sich am Mittwoch vor San Francisco den entscheidenden Punkt und gewann die wichtigste Trophäe des Segelsports mit insgesamt 9:8 gegen das Emirates Team New Zealand.

Die Entscheidung im 34. Duell um den America's Cup fiel am 19. Tag nach dem ersten Startschuss im 19. Rennen. Das US-Team um Steuermann James Spithill besiegte die neuseeländischen Herausforderer mit Skipper Dean Barker um 44 Sekunden und damit zum achten Mal in Folge, vollendete damit eine einmalige Aufholjagd im längsten Cup-Match der Geschichte und verwandelte seinen ersten Matchpunkt sicher.

Segeln König der Aufholjagd
Team Oracle beim America's Cup

König der Aufholjagd

Ben Ainslie gilt als taktisches Hirn hinter dem Team Oracle beim America's Cup. Dank seiner Kniffe hat der US-Katamaran den 1:8-Rückstand in ein 8:8 gewandelt. Der Brite steht vor der Krönung seiner Karriere - in seiner Heimat wird er mit David Beckham verglichen.

Mit dem Sieg gewinnt das US-Team zum zweiten Mal nach 2010 das Recht zur Austragung der nächsten Cup-Auflage. Auf welchen Booten und wann das 35. Match um den America's Cup ausgetragen wird, ließen die Sieger zunächst offen. Klar ist nur, dass es wieder in amerikanischen Gewässern ausgetragen wird.

Geplant sind nach den Tiefschlägen bei dieser Auflage mit nur drei Herausforderern, einem toten Segler und mangelndem Zuschauerinteresse Veränderungen, die mit gesenkten Kosten wieder mehr Nationen zur Teilnahme motivieren.

Bei dieser Auflage im Stile "David gegen Goliath" betrug das Budget der Neuseeländer inklusive der rund 20 Millionen Euro von der neuseeländischen Regierung etwa 60 Millionen Euro, das der Amerikaner wurde auf 200 Millionen Euro geschätzt.

Für die Amerikaner ist es der 30. Cup-Sieg seit der Premiere der wichtigsten Regatta des Segelsports im Jahr 1851. Für Neuseelands Segler ist es die zweite Final-Niederlage nach 1988. 1995 und 2000 gewannen die Neuseeländer die Silberkanne.